Die Aldor Wiki
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Die Zerfledderten Tagebuchseiten sind Aufzeichnungen von Furorion.[1][2][3][4]
Zerfledderte Tagebuchseite #7

Wie vermutet hat nur wenig von dem, was die Shen'dralar in ihren Archiven verwahrt hatten, ihre Flucht aus Eldre'Thalas überlebt. Und dennoch boten die Folianten, die sie auf der Flucht vor der Horde zurücklassen mussten, einiges an Wissen.

Die Verweise auf die Alten Götter sind vage und existieren nur als archäologische Fußnoten aus einer Zeit vor der Zerschlagung. Selbst die in den arkanen Künsten versierten Shen'dralar konnten damals die Komplexität der dunklen Magie des Schwarzen Imperiums nicht vollständig erfassen.

Aber einige von ihnen hatten sich mit der Leere befasst und das, was sie dabei herausgefunden haben, gibt mir Hoffnung, dass man N'Zoths eigene Macht gegen ihn selbst richten kann.

Selbst in diesem verwahrlosten Zustand hat mich die makellose Organisation der Bibliothek zutiefst beeindruckt. Ich wünschte nur, dass noch mehr davon erhalten geblieben wäre.

Ein solcher Verlust von Wissen ist wahrlich bedauerlich. Die Shen'dralar müssen unermüdlich daran gearbeitet haben, diese Buchbände in ihren Regalen zusammenzustellen, nur um den Löwenanteil davon schließlich in den Flammen des Krieges brennen zu sehen.

Aber das liegt wohl in der Natur des Krieges, nicht wahr? Nur selten fügt er sich den Absichten seiner Urheber und ganz sicher niemals, ohne eine unermessliche Spur der Zerstörung zu hinterlassen... insbesondere, wenn die Horde und die Allianz die maßgeblichen Beteiligten in einem solchen Konflikt darstellen. Kann man wirklich behaupten, der Sieg sei den zu zahlenden Preis wert?

Vielleicht ist das in einigen Fällen so, aber zu diesem Urteil zu kommen, ist nicht so einfach, wie ich es mir früher vorgestellt hatte.


Zerfledderte Tagebuchseite #16

Nach all der Zeit, die ich in Pandaria verbracht habe, habe ich erst vor Kurzem die Bekanntschaft der Lehrensucher gemacht. Die ungeheure Menge an Wissen, die ihre Schriftrollen bergen, ist einfach phänomenal. Lehrensucher Cho hat mir viel über die Legenden um das Schwarze Imperium erzählt. Zwar ist er manchmal etwas... ausholend, aber wer die Geduld aufbringt, seinen Ausführungen zu folgen, wird mit wertvollem Wissen belohnt.

Die Shado-Pan hingegen finden nur wenig Zeit für Gespräche, die nicht unmittelbar mit der Verteidigung der Pandaren im Zusammenhang stehen. Ihre Omniagelehrten haben im Laufe der Jahrhunderte ein fundiertes Wissen um den Kampf gegen die dunklen Mächte des Sha angesammelt, ohne ihrem Einfluss zu unterliegen. In Anbetracht der Tatsache, dass das Sha der Essenz von Y'Shaarj entstammt, könnte sich die grundlegende Wirkweise ihrer Techniken als effektiv dabei erweisen, dem Flüstern der Alten Götter zu widerstehen.

Ich muss gestehen, dass ich mich den Shado-Pan auf eine Weise verbunden fühle, die ich so nicht erwartet hätte. Die Pandaren unterhalten kein stehendes Heer und damit sind die Shado-Pan ihre einzige Verteidigung gegen die Mantis und das Sha.

Sie haben zwar gelernt, ihre Gefühle zu verbergen, aber sie umgibt eine Aura der Einsamkeit, die ich nur zu gut kenne. Es ist nicht einfach, sich allein gegen die Dunkelheit zu stemmen, damit andere sich im Lichte sonnen können.

Aber jemand muss diese schwere Pflicht erfüllen. Die Shado-Pan können sich keine Schwäche erlauben.


Zerfledderte Tagebuchseite #25

Es gibt nur wenige Mysterien, die mich mehr faszinieren als das verlorene Wissen und die technologischen Hinterlassenschaften der Titanen. Der Eifer, mit dem ich in der Vergangenheit ihren Geheimnissen auf der Spur war, grenzte vielleicht an Besessenheit, aber die Mission an sich muss fortgeführt werden. Ich weiß mit Sicherheit, dass die Schmiede des Ursprungs der Schlüssel zum Sieg über die Alten Götter ist, auch wenn ich noch nicht herausfinden konnte, wie genau sie dafür eingesetzt werden kann.

Meine Hoffnung war, dass Archavons Kammer die Antworten auf meine Fragen bergen würde. Und tatsächlich bietet die Kammer reichlich Material, das ich hierzu studieren könnte. Leider aber waren die Riesen, die jetzt dort zu Hause sind, über meine Ankunft nicht gerade begeistert... Angesichts der Begegnungen mit vorherigen "Besuchern" von der Allianz und der Horde kann man es ihnen wohl nicht verdenken.

Es ist ein seltsames Gefühl, dass diese Ereignisse meinem eigenen Schlüpfen vorausgegangen sind. Während ich die Tiefen dieses seit Äonen vergessenen Wissens erkunde, haben andere Krisen durchlebt, die ich nur aus historischen Berichten kennen werde. Es muss in Azeroth jemanden geben, der über das Wissen verfügt, das ich benötige. Und vielleicht sollte ich mich als Nächstes auf die Suche nach ihm machen.

Es ist sehr bedauerlich, dass die früheren Aspekte mir kein Vertrauen schenken wollen. Selbst nach all meinen Forschungen übersteigt ihre Vertrautheit mit den Werken der Titanen meine eigene. Aber angesichts der problematischen Vergangenheit meines Drachenschwarms... Todesschwinge, Onyxia, Nefarian... und nicht zuletzt meiner selbst... kann ich ihnen deshalb keinen Vorwurf machen.


Zerfledderte Tagebuchseite #58

Es ist unmöglich, auf Karazhan zu blicken, ohne sich die dunkle Geschichte seines Meisters zu vergegenwärtigen. Wie es seinem Titel gebührte, hat der letzte Wächter von Tirisfal eine riesige Sammlung an Schriften und Artefakten zusammengetragen, neben der sich selbst jene der Kirin Tor wie ein kleines Häufchen ausnimmt.

Dank der Erkenntnisse, die ich in der Turmbibliothek gewinnen konnte, habe ich einen regelrechten Durchbruch erzielt: Es ist mir gelungen, einen Trank herzustellen, der nach Genuss einen kleinen Teil der Verderbnis der Alten Götter auslöscht und ihr Flüstern eindämmt. Dies ist wohl nur der erste Schritt auf dem Weg zum endgültigen Sieg über sie, aber nichtsdestotrotz ein Grund zum Feiern.

Ich wusste zwar, dass in Karazhan wertvolle Informationen auf mich warten würden, aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich sie während meiner Unterhaltungen mit dem rastlosen Geist von Medivh erhalten würde. Er berichtete mir von seinen Leiden unter Sargeras' Einfluss, als der dunkle Titan seine Seele von innen heraus zu zersetzen suchte. Und ich fragte mich, ob auch Neltharion von solchen Gedanken geplagt wurde, während er in den Wahnsinn abglitt.

Allerdings sprach Medivh auch von der Rückkehr seines Geistes in die Welt der Sterblichen und wie er die Champions von Azeroth gegen jene Mächte unterstützt hat, die ihn selbst verderbt hatten. Er sagte etwas, das mir nach wie vor nicht aus dem Kopf gehen will: "Ich kann meine vergangenen Taten niemals ändern, aber ich kann ein neues Vermächtnis schaffen und hinterlassen."

Ein neues Vermächtnis. Vielleicht ist es am Ende das, wonach ich in Wahrheit suche. Eine Möglichkeit, das Versagen meines Vaters wiedergutzumachen... und mein eigenes. Ein Vermächtnis, das der ursprünglichen heiligen Pflicht des schwarzen Drachenschwarms würdig ist: der Verteidigung von Azeroth. Dem Ende der Alten Götter.

Ich hoffe, dass Euch diese Seiten von Nutzen waren, <Name>. Ich möchte mir nur ungern vorstellen, dass meine Agenten ihre Zeit damit verschwendet haben, sie Euch pflichtgemäß auszuhändigen. Ihr habt mein Wort, dass ich Euch im Kampf gegen N'Zoth unterstützen werde, wenn die Zeit gekommen ist. Die Zeit für den großen Kampf um Azeroth.

Oh, und eine letzte Bitte: Verbrennt dieses Tagebuch. Es ist an der Zeit, dass ich Taten sprechen lasse.

Anmerkungen[]

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