Die Wächter der Titanen (auch Behüter[1], Hüter[2][3], Wächter[4], Bewahrer[5], Titanenwächter[6][7], Titanenhüter[8]) sind Schöpfungen der Titanen[9], welche nach der Ordnung Azeroths durch die Titanen weiterhin auf dem Planeten verblieben und die Schöpfung im Auge behielten. Für die meisten einheimischen Völker Azeroths wurden sie über die Jahrhunderte zu Legenden und Mythen.[10] Ihre Macht so wie ihre Befugnisse unterscheiden sich von Wächter zu Wächter. Die bekannten Wächter wirken meist sehr steinern. Von Tyr ist wiederum bekannt, dass er blutete, nachdem ihm Galakrond die Hand abgerissen hatte.[11][12]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kampf gegen das Schwarze Imperium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu jener Zeit, als in den Tiefen des Kosmos die Welt Azeroth entstanden und nach urzeitlichem Wüten der Elementarlords an die Alten Götter gefallen war[13], stieß Aggramar auf die junge Welt, welche den Titanen bis dahin verborgen geblieben war und lauschte dem Gesang ihrer Weltenseele. Noch schien jene nicht der Korruption durch die Alten Götter anheim gefallen zu sein und Aggramar berichtete dem Pantheon von seiner Entdeckung. Dieses beschloss schließlich, vor allem aufgrund von Eonars Bemühen, Azeroth um jeden Preis zu schützen und das "Schwarze Imperium" der Alten Götter zu vernichten. Aggramar hatte allerdings Bedenken ob der gigantischen Gestalt der Titanen, welche dem Planeten bei einem direkten Eingriff schaden könnten.[14] Khaz'goroth schuf daher die "Titanengeschmiedeten", die Vanir und die Aesir, welche die Kämpfe für sie austragen sollten und von den Wächtern angeführt wurden. Die Wächter wurden von den jeweiligen Titanen mit besonderen Kräften gesegnet und, selbst wenn sie nach und nach ihre eigenen Persönlichkeiten entwickeln sollen, blieb doch immer etwas von dem ursprünglichen Titanen an ihnen haften.[9]

Wächter Odyn.

Die Alten Götter wurden von der Ankunft und der Macht der Titanengeschmiedeten überrascht und schickten die Elementarlords für sich in den Kampf. Sich der Macht einer vereinten Elementararmee bewusst entschieden die Wächter, ihre Streitkräfte aufzuteilen und die Elementare einzeln zu bekämpfen.[9] Wenngleich Ragnaros, Al'Akir, Therazane und Neptulon geschlagen werden konnten dämmerte den Wächtern, dass sie die Wesen nicht wirklich töten konnten, da sie an Azeroth gebunden waren. Ra folgte Sargeras' Gefängnisbeispiel und schuf gemeinsam mit der titanengeschmiedeten Zauberin Helya die Elementarebene, auf welche die Elementarlords verbannt wurden. Anschließend richtete sich der Zorn der Wächter gegen die Aqir, welche in erbarmungslosen Kämpfen fast vollständig vernichtet wurden.[15]

Schließlich bekämpften die Titanengeschmiedeten das Herz des Schwarzen Imperiums, Y'Shaarj selbst. Der Alte Gott war weitaus mächtiger als angenommen und das Pantheon befürchtete, dass seine Diener überwältigt werden könnten. Daher kam Aman'Thul zu dem Entschluss, Y'Shaarj aus Azeroths Oberfläche herauszureißen. Dies bedeutete zwar das Ende des Alten Gottes, riss aber eine derartige Wunde auf, dass das Pantheon von weiteren Aktionen dieser Art absah. Stattdessen wurde beschlossen, die übrigen Alten Götter einzusperren. Archaedas schuf die unterirdischen Tunnelgewölbe, Mimiron kolossale Maschinerien und Loken die entsprechenden Zauber, um die Alten Götter unschädlich zu machen.[16] In den erbitterten Kämpfen gegen Yogg-Sarons C'Thraxxi wären sie fast unterlegen, hätte nicht Odyn seine verbliebene Macht dazu genutzt, die Titanengeschmiedeten zu inspirieren. Loken schuf anschließend eine gigantische Illusion, welche die C'Thraxxi und Yogg-Saron derart verwirrte, dass sie in sich selbst den Gegner sahen. Schließlich konnte dann auch der letzte Alte Gott eingesperrt werden.[17]

Die Ordnung Azeroths[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wächter Ra.

Nach dem Sieg über das Schwarze Imperium blickte Azeroth einem zaghaften Frieden entgegen. Die dringlichste Aufgabe der Wächter war zunächst die Versiegelung der schrecklichen Wunde, welche Aman'Thul durch das gewaltsame Entfernen Y'Shaarjs in den Planeten gerissen hatte. Aus dem Riss strömte konstant Arkane Energie aus, welche laut den Wächtern den Planeten irgendwann zerstört hätte. Nachdem sie Tag und Nacht geschuftet hatten, blieb am Ende ein glitzernder See umgeben von magischen Barrieren übrig, welcher als Brunnen der Ewigkeit bekannt werden sollte. Um die Weltenseele zusätzlich zu stabilisieren, schufen Archaedas und Mimiron die Seelenschmiede sowie die Schmiede des Ursprungs.[17] Ra zog anschließend mit einer neuen Generation Titanengeschmiedeter, den Mogu, den Anubisath und den Tol'vir, nach Süden. Nachdem die Mogu mit der Bewachung von Y'Shaarjs Überresten beauftragt worden waren, schufen der Hochwächter und seine Gefolgsleute Uldum sowie Ahn'Qiraj.[18] Zu ebenfalls neuen Titanengeschmiedeten zählten die Irdenen, die Mechagnome, die Vrykul und die Riesen, welche bei der Gestaltung der Landschaften zum Einsatz kamen. Während die Titanengeschmiedeten die Welt formten schickte sich Freya an, diese mit Leben zu füllen und erschuf den Smaragdgrünen Traum.[19] Zur Unterstützung ihrer Wächter schufen die Titanen zudem die Säulen der Schöpfung, welche im späteren Verlauf der Geschichte Azeroths verloren gingen. Als die Titanengeschmiedeten mit ihrem Werk schließlich zufrieden waren, gaben sie der Hauptlandmasse den Namen "Kalimdor" ("Land des Ewigen Sternenlichts").[20] Das Pantheon zog sich anschließend ins Große Dunkle Jenseits zurück. Wenngleich die Wächter traurig über die Abreise ihrer Schöpfer waren, erfüllte sie ihre Aufgabe mit Stolz. Mimiron und Loken schufen die Scheiben von Norgannon, welche die Geschichte Azeroths weiter aufzeichnen sollten, so das Pantheon wieder zurückkehren würde.[21] Über die Zeit allerdings wurden die meisten Wächter apathisch und kümmerten sich mehr um ihre eigenen Angelegenheiten, als um den Schutz Azeroths.[22]

Die Weisung der Drachenschwärme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galakrond und die Protodrachen.

Nachdem sich Tyr gemeinsam mit den Protodrachen und späteren Aspekten Malygos, Ysera, Neltharion, Nozdormu und Alexstrasza gegen die Bedrohung Galakronds gestellt hatte, wurden auch die übrigen Wächter aus ihrer Lethargie gerissen. Sie reisten in die nördlichen Gegenden Kalimdors, in welchen die entscheidende Schlacht stattgefunden hatte, da sich die fünf Drachen aufgrund ihres Heldenmuts das Recht verdient hätten, als Wächter Azeroths zu agieren. Lediglich Odyn, welcher in den Protodrachen nur primitive Lebensformen sah, sprach sich dagegen aus, wurde aber überstimmt. So übertrugen die Wächter die ihnen gegebenen Kräfte des Pantheons auf die fünf Drachen:[23]

Die Macht des Pantheons führte zu einer Veränderung der Gestalt der Protodrachen hin zu jener Drachenform, in welcher sie heute bekannt sind.[23] Zudem veränderten die Wächter hunderte an Protodracheneiern und schufen damit die eigentlichen Drachen. Schließlich errichteten sie in den eisigen Weiten im Norden den Wyrmruhtempel, welcher als Zusammenkunftsort und Symbol der Einheit der Schwärme gelten sollte. Anschließend zogen sich die Wächter wieder zu ihren eigenen Festungen zurück. Die Entscheidung der Segnung führte letztlich zum Bruch mit Odyn, welcher einen Teil Ulduars abspaltete, um seine eigene Armee zu erschaffen: die "Hallen der Tapferkeit".[24]

Das Ende des Pantheons und Lokens Verrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Sargeras sich einen Kampf kosmischen Ausmaßes mit den Titanen geliefert hatte, zerstörte er die physischen Gestalten des Pantheons und Norgannon gelang es gerade noch rechtzeitig, deren Geister in die Tiefen des Großen Dunklen Jenseits zu schleudern.[25] Die Seelen der gefallenen Titanen erreichten schließlich Azeroth, wo sie in ihre Schöpfungen, die Wächter, stürzten. Entzückt über dieses Geschenk der Macht aber gleichsam verwirrt versuchten die Wächter, das Pantheon zu kontaktieren, erhielten aber keine Antwort. Die Stille verunsicherte sie, was dem eingesperrten Yogg-Saron sehr gelegen kam. Er begann, Loken fiebrige Träume zu schicken, als der Wächter durch die Stille immer weiter in die Verzweiflung getrieben wurde[26] und wandelte dessen Liebe zu Sif in eine gefährliche Obsession um. Thorim wurde vom Tod seiner Gefährtin derart getroffen, dass er sich nach einem bitteren Krieg gegen die Frostriesen völlig zurückzog und Loken bemerkte zu spät, dass er eine Marionette Yogg-Sarons geworden war. Die Seelenschmiede war korrumpiert und der "Fluch des Fleisches" befiel die titanischen Schöpfungen.[27]

Der Fall der Wächter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Versiegelung der Hallen der Tapferkeit[28] kehrte Loken nach Ulduar zurück. Inzwischen hatte Mimiron begonnen, Anomalien an den neuen Titanengeschmiedeten festzustellen. Loken sah dies entsprechend als Bedrohung für seine Machenschaften und versuchte, den Wächter in einem "Unfall" ums Leben kommen zu lassen. Mimiron hatte Glück im Unglück: seine Mechagnome konnten seinen Geist retten und schufen ihm einen neuen, metallenen Körper. Das Ereignis prägte den Wächter allerdings nachhaltig und Mimiron zog sich völlig in seine Werkstätten zurück. Aus Angst, Mimirons Schicksal könnte weitere Wächter hellhörig werden lassen, beschloss Loken auch gegen jene vorzugehen. Während er Freya unterwarf, belagerten Ignis und Volkhan Hodir. Weder Tyr noch Archaedas fielen Lokens Machenschaften zum Opfer, allerdings war Tyr auch bei Weitem nicht in einer Position, Loken direkt anzugreifen.[29] Gemeinsam mit Ironaya zogen sie sich an die Ausläufer der Sturmgipfel zurück. Loken blieb indessen in Ulduar unter welchem ein nur mehr schwach gebändigter Yogg-Saron sich deutlicher zu rühren begann. Ra zog sich unterhalb des Tals der Ewigen Blüten zurück, zu betroffen vom Fall des Pantheons, um weiter zu agieren.[30]

Bekannte Wächter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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