Die Vrykul bevölkern die eisigen Ebenen Nordends und gelten als Vorfahren der Menschen[1], bevor jene vom Fluch des Fleisches befallen wurden.

Sie sahen wie Menschen aus - wenn Menschen denn größer als Tauren gewesen wären und eine Haut gehabt hätten, die mit Eis bedeckt war oder aus Metall oder Stein bestanden hätte. Sie waren äußerst brutal und ausgesprochen kräftig.[2]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehen der Vrykul[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Im Zuge der Ordnung Azeroths durch die Titanen wurden die Vrykul als eine neue Art der Titanengeschmiedeten in der Seelenschmiede in den Sturmgipfeln erschaffen, um bei der Gestaltung des Planeten behilflich zu sein. Wie auch die Tol'vir wurden die Vrykul vornehmlich als Wächter titanischer Stätten eingesetzt.[3]

Die Hallen der Tapferkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Nachdem die Protodrachen im frühzeitlichen Azeroth Galakrond besiegt hatten, überzeugte Tyr die übrigen Wächter, fünf auserwählten Drachen einen Teil ihrer titanischen Macht zu schenken, auf dass sie Azeroth bewachen sollten.[4] Die Segnung der zukünftigen Aspekte fand allerdings ohne Odyns Einverständnis statt, welcher sich daraufhin wütend nach Ulduar zurückzog. Seiner Ansicht nach würden die Aspekte bei ihrer Aufgabe versagen und so beschloss er, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und Wächter zu schaffen, die dieses Namens auch würdig waren. Dazu wandte er sich an die Vrykul, welche für ihn den Inbegriff des Kriegers verkörperten. Entgegen den Einwürfen der anderen Wächter ließ sich Odyn nicht von seinem Kurs abbringen und unterstützt durch Helya siegelte er einen Teil Ulduars als Basis für seine neue Armee ab, welcher sich schließlich in die Lüfte erhob und später als "Hallen der Tapferkeit" bekannt werden sollte. Die Vrykul ließ er wissen, dass all jene, welche einen glorreichen Heldentod sterben würden, in diesen Hallen weiterleben würden.[5] Diese Valarjar sollten, Odyn zufolge, als Azeroths Hauptwächter fungieren.[6]

Der Winterskornkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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In den Jahrhunderten nach Lokens Verrat verteilten sich die aus Ulduar verstoßenen Titanengeschmiedeten über ganz Kalimdor. Die Vrykul lebten zumeist in verschiedenen Stämmen unter einem brüchigen Frieden, welcher von Loken schließlich zerstört werden sollte. Um die Sturmgipfel zu erobern übernahmen Lokens Schöpfungen Volkhan und Ignis die Kontrolle über den besonders kriegerischen Stamm der Winterskorn.[7] Letztlich scheiterten Lokens Pläne an einem Eingreifen der Drachenaspekte und Ysera versetzte die Winterskornkrieger in einen tiefen Schlummer. Als jene wieder aufwachen sollten, waren sie längst zu Kreaturen aus Fleisch und Blut geworden.[8]

Tyrs Fall - Tirisfal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Vrykul und Tyrs Silberne Hand.

Als Loken, einer der anderen Wächter, der Verderbnis anheimfiel, stahlen Tyr und seine Verbündeten die Scheiben von Norgannon, um herauszufinden, wie weit Lokens Verrat reichte. Loken bemerkte den Diebstahl und hetzte Tyrs Gruppe schreckliche Monster auf die Fersen, doch opferte Tyr im Kampf mit den Kreaturen sein Leben, während seine Kameraden mit den Scheiben entkamen. Sein Hammer ging zusammen mit ihm irgendwo unter dem Land verloren, das nun Tyr zu Ehren den Namen Tirisfal trägt.[9]

Ironaya gab dem Gebiet ursprünglich den Namen "Tyrs Fall", was in der Sprache der Vrykul schließlich zu "Tirisfal" wurde. Jene beschlossen, in Tirisfal zu bleiben, um über das Grab ihres großen Retters bis ans Ende ihrer Tage zu wachen. Ironaya und Archaedas ehrten die Wünsche der Vrykul und zogen ohne sie mit den Mechagnomen und Irdenen nach Süden weiter. Jene Sterblichen, welche schließlich Tirisfal bewohnten, fühlten sowohl die Macht Tyrs als auch die dunklen Energien des erschlagenen C'Thrax Zakazj.[10]

Der Fluch des Fleisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Während der Winterskornstamm schlummerte und viele Irdene innerhalb Uldamans versiegelt waren, verbreiteten sich die restlichen Vrykulstämme im nördlichen Kalimdor. Über die Zeit bildeten sich unterschliedliche Stammeskulturen heraus und die sogenannten Drachenschinder wuchsen zu einem der mächtigsten Klans heran. Unter König Ymiron gelang es ihnen, ihre Todfeinde, die Jalgar, in die südlich gelegeneren Wälder Kalimdors zu vertreiben.[11] Als die ersten Menschen geboren wurden, galten sie unter den Vrykul als hässlich und schwächlich, so dass König Ymiron befahl, sie umbringen zu lassen. Überzeugt davon, die Wächter der Titanen seien Schuld an der Schwäche schworen die Vrykul ihren "Göttern" ab, welche sie bis dahin verehrt hatten.[12]

Allerdings konnten nicht alle das harsche Urteil vollstrecken und ihre eigenen Kinder töten und jene beschlossen, den Legenden nachzugehen wonach es weiter südlich einen Vrykulklan gäbe, der vor langer Zeit mit Ironaya und Archaedas aufgebrochen war. So reisten einige Drachenschinder nach Süden und überließen ihre Kinder schweren Herzens jenen Vrykul, welche sich in Tirisfal niedergelassen hatten. Sie sollten sich schließlich zu den Menschen entwickeln.[13]

Die Eiskrone und der Frostthron (ab ~8 nDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Als die Horde während des Zweiten Krieges besiegt wurde, scheiterte damit auch der Plan der Brennenden Legion, Azeroth zu erobern.[14] Als Ner'zhul das sterbende Draenor durch eines seiner Portale verließ, geriet er in Kil'jaedens Gefangenschaft, welcher bereits einen neuen Plan geschmiedet hatte: aus Ner'zhul wurde der Lichkönig, welcher Azeroth unterwerfen sollte.[15][14][16]

Durch eine gewaltige Kraftanstrengung öffnete die Legion ein kleines Portal und der eisige Sarg des Lichkönigs schlug in einen abgeschiedenen Teil des Eiskronengletschers im frostigen Kontinent Nordend auf. Während Ner'zhul vorsichtig begann, seine Kräfte zu erproben, begannen die Schreckenslords, die ihn bewachten, mit der Errichtung von Wehranlagen, welche zu einem furcheinflößenden Bollwerk heranwuchsen: der Eiskronenzitadelle. Nach und nach fielen isolierte Stämme und Bestien Nordends, Eistrolle und schließlich auch Vrykul unter die Kontrolle des Lichkönigs, der seine wahre Macht vor den Schreckenslords verbarg.[17][18] Über die Vrykul gelangte der Lichkönig auch an die Val'kyr, welche seine Kontrolle über die dunklen Mächte des Untods noch weiter ausbauten.[19]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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