Todesschwinge, Anführer des Schwarzen Drachenschwarms, hörte ursprünglich auf den Namen Neltharion und war als solcher einer der fünf großen Aspekte der Drachen. Archaedas segnete ihn mit Khaz'goroths Herrschaft über die Erde und das Gestein.[2] Bei den Orcs ist er als Schatten des Blutes bekannt[3], bei den Hochelfen als Xaxas.[4] Ungeachtet der vielen Katastrophen, die Azeroth über die Jahrtausende heimsuchten, galt Todesschwinge aus Sicht der Drachen selbst als die schlimmste Bedrohung.[5]

Entlang von Deathwings Kehle und seinem Rumpf wurde während der abrupten Bewegung unter den sich verschiebenden Metallplatten etwas sichtbar, das an ein weit verzweigtes Adernetz erinnerte, gefüllt mit flüssigem Feuer. Die Legende besagte, dass man bei der Berührung einer dieser Feueradern tatsächlich Gefahr lief, zu verbrennen. Manche vertraten die Ansicht, eine säurehaltige Absonderung des Drachen sei dafür verantwortlich, doch war in anderen Geschichten die Rede von tatsächlichem flüssigem Feuer, das in Deathwing zirkulierte und jedem zum Verhängnis werden konnte.[4]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Protodrachen und die Entstehung der Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roman.png Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.

In einem frühzeitlichen Azeroth gehörte Neltharion, wie die übrigen späteren Aspekte, zu den sogenannten Protodrachen. Wie auch Malygos und Alexstrasza und Ysera war er, im Gegensatz zu vielen Protodrachen, des Sprechens mächtig. Bei einer Karibujagd, im Zuge welcher Galakrond die Protodrachen in Angst und Schrecken versetzte, so dass sie sich erst rührten, als der "Vater der Drachen" wieder in den Wolken verschwunden war, machte sich Neltharion über deren Angst lustig und flog lachend durch die Lüfte.[6] Malygis und Neltharion kamen überein, dass es kein gutes Zeichen sei, wenn Galakrond in "ihrem Revier" ihre Beute jagen würde.[7]

Als sich Galakronds Angriffe auf andere Protodrachen mehrten, beschlossen die intelligenteren Protodrachen, eine Zusammenkunft abzuhalten.[8] Während Malygos in einer Höhle, in welcher er Unterschlupf gesucht hatte, auf Alexstrasza, Ysera und Tyr traf lieferten sich Neltharion und Nozdormu außerhalb ein Gefecht mit dem Leviathan und wirkten - zu Tyrs Freude - dabei sehr koordiniert. Tyr beschloss, den Protodrachen im Kampf beizustehen.[9] Nach einigen Rückschlägen kämpften die fünf zukünftigen Aspekte beherzt und koordiniert, jeder auf seine Stärken bedacht. Letztlich erstickte Galakrond an einem Felsbrocken, den ihm Malygos und Neltharion fest im Rachen verankert hatten.[10]

Nach dem Kampf traten weitere Wächter der Titanen auf die Gruppe zu und kamen überein, dass sie ihre Pflichten vernachlässigt hätten und die fünf Protodrachen mit der Aufgabe der Bewachung der Welt beauftragen wollten, da sich diese als wahrhaft würdig erwiesen hätten. Alle bis auf Neltharion stimmten sofort zu. Der zukünftige Aspekt der Erde schien zunächst in die Ferne zu starren, als würde er jemandem lauschen, bevor auch er sein Einverständnis gab. [11] Schließlich wurde er von Archaedas mit Khaz'goroths Herrschaft über die Erde gesegnet und war fortan als "Erdwächter" bekannt. Die Macht des Pantheons führte zu einer Veränderung der Gestalt der Protodrachen hin zu jener Drachenform, in welcher sie heute bekannt sind.[2] Zudem veränderten die Wächter hunderte an Protodracheneiern und schufen damit die eigentlichen Drachen.[12]

Der Winterskornkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

In den Jahrhunderten nach Lokens Verrat verbreiteten sich die aus Ulduar ausgestoßenen Titanengeschmiedeten über ganz Kalimdor, bis der verdorbene Wächter erneut Expansionspläne hegte. Volkhan und Ignis übernahmen die Kontrolle über den Stamm der Winterskorn, um die Sturmgipfel einzunehmen. Diese Vrykul galten als besonders kriegerisch und aggressiv und hatten eine entsprechende Kultur entwickelt in der Hoffnung, als würdige Krieger in die Hallen der Tapferkeit aufzusteigen.[13] Die Irdenen, welche von den Vrykul derart heftig angegriffen wurden, wandten sich an Tyr, Ironaya und Archaedas. Selbst die Wächter mussten sich angesichts der Brutalität und Entschlossenheit ihrer Gegner immer wieder zurückziehen und Tyr wandte sich schließlich an die fünf Drachenaspekte, mit deren Hilfe Lokens Armee letztlich doch noch geschlagen werden konnte.[14]

Krieg der Ahnen (10.000 vDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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In der Zeit vor dem Ausbruch des Krieges der Ahnen galt Neltharion als respektierter Wächter der Erde und war eng mit Alexstrasza befreundet. Es ist unklar, wann genau die Korrumpierung der Alten Götter in vollem Maße zuschlug, allerdings wirkte er bereits vor dem Einfall der Legion verändert.[15] Möglicherweise ist Neltharions Lauschen in der Ferne, noch als Protodrache kurz vor der Segnung zum Aspekt, bereits ein Indiz für ein erstes Abrutschen.[11] In jedem Fall kam der Anführer des Schwarzen Drachenschwarms zu der Überzeugung, dass alle anderen befleckt sein, die Nachtelfen die Macht des Brunnens der Ewigkeit entfesselt hätten und sich alle gegen ihn wenden würden.[16]

Todesschwinge.jpg

Sein Abstieg in den Wahnsinn brachte ihn dazu, die Drachenseele, welche später treffender "Dämonenseele" genannt wurde, zu erschaffen.[17] Er überzeugte die anderen Aspekte, ihm zu helfen und alle zeigten sich einverstanden, einen Teil ihrer Energien in das Kleinod einfließen zu lassen, um es anschließend gegen die Legion einzusetzen.[18] Als Malfurion über den Smaragdgrünen Traum hinter Neltharions wahre Machenschaften kam, belegte er den jungen Druiden mit einem Zauber, der es ihm unmöglich machte, darüber zu sprechen.[19]

Die Drachenschwärme beteiligten sich schließlich an einer großen Schlacht zwischen den Nachtelfen und der Legion um Zin-Azshari. Neltharion ergriff die Drachenseele, kanalisierte seine zerstörenden Energien und dezimierte die meisten Dämonen mit einem Schwingen leuchtender Magie. Der Jubel der Nachtelfen wurde jäh unterbrochen, als der Erdwächter die wahre Bestimmung der Drachenseele offenbarte und sie sowohl gegen die anderen Drachen als auch gegen die Nachtelfen und ihre Verbündeten richtete.[20][17] Die wachsende Verderbtheit in Neltharions Herzen verdarb seinen Körper: seine Schuppen barsten und sein flüssiges Herz und Magma und Feuer floß aus seiner Brust. Todesschwinge, der Zerstörer, geboren. Der Blaue Drachenschwarm, der fast zur Gänze dezimiert wurde, sollte sich nie ganz von diesem jähen Angriff erholen[21] und seinen Anführer Malygos für Jahrhunderte in eine tiefe Trauer stürzen.[17]

Todesschwinge zog sich in sein Lager unter einem Berg zurück. Seine Nähe zur Dämonenseele zerriss seinen Körper, also schmiedeten Goblins unter Meklos Leitung eine Rüstung aus Adamantit, die seine rasenden Energien im Zaum halten sollte.[22] Erneut über den Smaragdgrünen Traum gelang es Malfurion, die Dämonenseele aus Neltharions Lager zu stehlen. Malfurion konnte die Stimmen der Alten Götter hören, die aus der Dämonenseele zu kommen schienen und ihn baten, die Macht der Scheibe auszuüben. Illidan und Varo'then, zwischenzeitlich ebenfalls auf der Suche nach der Dämonenseele, nahmen Malfurion gefangen und das Artefakt an sich.[23]

Nach der Großen Teilung versteckten die übrigen Drachenschwärme die Drachenseele und belegten sie mit Zaubern, so dass sie weder Todesschwinge noch ein anderer Drache je wieder benutzen könnte.[24][25] Für den Schwarzen Drachenschwarm bedeutete Neltharions Verrat ein Leben im Versteck, stets auf der Flucht vor jenen, die Rache dafür nehmen wollten.[17]

Das Dunkle Portal und Todesschwinges Erwachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Nach den Ereignissen des Krieges der Ahnen brauchte Todesschwinge Zeit, um sich von seinen Wunden zu erholen und wieder zu Kräften zu kommen. Die unglaubliche Menge an Energie, die nötig gewesen war, um das Dunkle Portal zu öffnen, riss ihn schließlich aus seinem Schlummer. Fasziniert beobachtete er, wie sich Sturmwind und die Horde bekriegten, und gelangte zu der Überzeugung, dass die Orcs genau das Werkzeug waren, das er brauchte, um seinen angeschlagenen Schwarzen Drachenschwarm zu alter Größe zurückzuführen.[25] Wenn es der Horde gelang, die Königreiche von Azeroth zu brechen, könnte Todesschwinge sich ganz auf die unausweichliche Konfrontation mit den übrigen Aspekten konzentrieren.[26]

Die Alten Götter drängten ihn, nur kleine Schritte zu unternehmen, damit die übrigen Drachenschwärme keinen Verdacht schöpfen würden und so nahm er als erstes die Gestalt eines Adeligen aus Sturmwind an. In dieser Form besuchte er Lordaeron und manipulierte die Aristokraten mit Gerüchten, so dass sie Sturmwind nicht helfen würden. Tatsächlich waren seine Lügen glaubwürdiger, als die verzweifelten Hilfsgesuche aus Sturmwind. Um auch jene zu überzeugen, die den Meldungen aus Sturmwind Glauben schenkten, griff Todesschwinge auf seine magischen Fähigkeiten zurück und beeinflusste ihre Gedanken.[27]

Sobald er sicher war, dass Lordaeron Sturmwind keine Hilfe schicken würde, zog er nach Süden und schlüpfte in die Rolle eines Schwarzfelsorcs und studierte die Gesellschaft der Orcs von innen, während er über Monate hinweg unter ihnen weilte. Allerdings war die Horde durch den Ersten Krieg geschwächt und selbst wenn sie weitere Feinde besiegen würden, würden die Drachenaspekte der Bedrohung ein Ende setzen. Todesschwinge begann, Zuluhed Visionen der Dämonenseele zu schicken, denn selbst wenn kein Drache das Artefakt benutzen konnte - die Orcs konnten es. Nachdem er die Orcs ins Rotkammgebirge gelockt hatte, wo die Drachenseele versteckt worden war, nahm Nekros Schädelberster das Kleinod an sich.[27][28]

Die Versklavung des Roten Drachenschwarms (~5 nDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Während sich die Horde für einen neuen Krieg rüstete, schickte Todesschwinge Nekros Träume und Visionen, welche es ihm ermöglichten, Alexstrasza selbst mit Hilfe der Dämonenseele zu versklaven. Damit zwang der Orc des Drachenmalklans auch sämtlichen Roten Drachen seinen Willen auf. Die Kreaturen wagten es nicht, sich dem Drachenmalklan zu widersetzen, aus Furcht, dass ihre Königin gefoltert oder gar getötet werden könnte.[29]

Aus der Ferne erfreute sich Todesschwinge an der Versklavung Alexstraszas. Er beriet Nekros weiter auf subtile Weise und zeigte ihm, wie er die Dämonenseele einsetzen musste, um die Roten Drachen zu kontrollieren. Der Horde eine so mächtige Waffe in an die Hand zu geben, diente seinem Plan, den Schwarzen Drachenschwarm wiederauferstehen zu lassen; gleichzeitig barg es aber noch einen weiteren Vorteil. Er wusste, dass es der Lebensbinderin das Herz brechen würde, mitanzusehen, wie ihre Sprösslinge als Werkzeuge des Krieges missbraucht wurden und er kostete jeden Moment ihres Leids aus.[29]

Die Alterac-Krise und das Bündnis mit der Horde (~8 nDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Kurz nach dem Ende des Zweiten Krieges tauchte Todesschwinge zunächst unter. Obschon sein Plan gescheitert war und die Orcs Azeroth nicht hatten erobern können, hatte er dich einige Erfolgserlebnisse gehabt. Der Rote Drachenschwarm befand sich weiterhin unter der Kontrolle des Drachenmalklans und die menschlichen Königreiche brauchten Zeit, sich vom Krieg zu erholen. Als die Orcs erneut nach Azeroth kamen, beschloss er, eine menschliche Gestalt anzunehmen und Einfluss darauf zu nehmen, wie die Allianz auf die erneute Bedrohung reagieren würde.[30]

Eine Gelegenheit dafür bot ihm die sogenannte "Alterac-Krise": Die Allianz war erzürnt über Alteracs Verrat im Zweiten Krieg, und es wurde darüber diskutiert, wie das Königreich bestraft werden sollte. Ihren Ursprung hatte die Diskussion in Lordaeron. Todesschwinge gab sich als Adeliger namens Lord Daval Prestor aus, einen entfernten Verwandten von König Perenolde, und riet König Terenas, das Kriegsrecht über Alterac zu verhängen, bis die Frage der Thronfolge geklärt sei. Dieses Manöver spaltete die Allianz und schwächte ihre Reaktion auf die neue Invasion der Horde.[31][32][33]

Prestor war über zwei Meter groß, aber obwohl schlank, konnte man ihn nicht schlaksig nennen. Die blauschwarze Uniform stand Prestor vortrefflich, er sah wirklich wie der Inbegriff eines kämpferischen Helden aus. [...] Hier war ein Mann, an den jeder glauben konnte, dem man in allen Dingen zu vertrauen und Respekt entgegenzubringen vermochte.[31]

Zudem plante er immer noch, den Schwarzen Drachenschwarm wieder zu seiner früheren Macht zurückzuführen und da ein solches Erstarken auf Azeroth zu viel Aufmerksamkeit erregen würde, kam ihm stattdessen Draenor in den Sinn. Daher beschloss er, einmal mehr Kontakt zur Horde aufzunehmen und suchte Teron Blutschatten auf. Er bot an, ihm seine Schwarzen Drachen zur Verfügung zu stellen und im Gegenzug würde die Horde "wertvolle Gegenstände" für ihn nach Draenor bringen. Als Zeichen seines Vertrauens verriet Todesschwinge Blutschatten auch, wo sich das Auge von Dalaran und das Szepter des Sargeras befanden.[33][34] Überdies beauftragte er seinen Sohn, Nefarian, mit der Unterwerfung von Rend Schwarzfausts Orcs.[35]

Gruul fordert Todesschwinge zum Kampf.

Nachdem Blutschattens Artefaktbeschaffung erfolgreich gewesen war, zeigte sich auch Todesschwinge zufrieden. Er hatte ihnen gewaltige Wagen gebracht, beladen mit seiner "wertvollen Fracht", und bald würde die Horde zahlreiche Eier der Schwarzen Drachen mit nach Draenor nehmen.[36][37] Gemeinsam mit Teron Blutschatten suchte er Ner'zhul - als Orc getarnt - in der Höllenfeuerzitadelle auf. Todesschwinge forderte den Schamanen auf, ihm den Schädel des Gul'dan zu überlassen, was Ner'zhul zunächst widerstrebte. Anschließend versicherte er Ner'zhul die weitere Unterstützung einiger seiner Kinder und zog sich nach Gorgrond zurück. Todesschwinge wollte die Energien nutzen, die dem Schädel innewohnten, um seinen Schwarm zu stärken und seine Eier und neugeborenen Drachen schneller heranreifen zu lassen.[38][39]

Todesschwinges Auftauchen erregte das Aufsehen und vor allem das Missfallen der in Gorgrond ansässigen Gronn, welche sich unter Gruuls Führung sogleich gegen die Schwarzen Drachen wandten. Todesschwinge ignorierte die Gronn, in denen er wenig mehr als lästiges Ungeziefer sah und konzentrierte sich darauf, Verstecke für seine ungeschlüpften Kinder zu finden. Diese Arroganz sollte seine Pläne zum Scheitern verurteilen. Während Todesschwinge abgelenkt war, trafen die Söhne Lothars ebenfalls in Gorgrond ein und verbündeten sich mit Gruul gegen den Schwarzen Drachenschwarm. Nachdem die Söhne Lothars in einem der kargen Täler viele der ungeschützten Eier zerstört hatten, ließ Todesschwinge flammenden Zorn auf die Eindringlinge herabregnen.[40][41]

„Meine Kinder!", heulte der Drache, seine Stimme klang wie ein Feuer, das Holz verzehrte. Wie Metall, das über Knochen schabte. Eine tiefe Trauer schwang darin mit. „Meine Kinder wurden ermordet!" Sein Schwanz erhob sich, knallte zu Boden, und ein Riss lief durch die Erde. „Tretet vor, ihr widerlichen, feigen Schurken, Mörder wehrloser Kinder, und lernt Folter und Wahnsinn kennen, bevor ich euch fresse! Wer will als Erster zu Asche verbrannt werden?"[41]

Gruul warf sich gegen Todesschwinge in den Kampf, während Khadgar begann, die Metallplatten am Rücken des Schwarzen Drachenaspekts zu zerstörten. Todesschwinges Körper begann, auseinanderzubrechen, und Feuer und Magma ergossen sich über Gorgrond. Der Schmerz war so groß, dass der Drache den Schädel des Gul'dan fallen ließ und hätte er nur ein paar weitere Wunden erlitten, wäre er vermutlich gestorben. Er gab seine Pläne auf und flog geradewegs durch das Dunkle Portal nach Azeroth zurück.[40]

Der Tag des Drachen (~10 nDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Die Niederlage der Horde war auch für den Drachenaspekt Todesschwinge und seinen Schwarzen Drachenschwarm ein schwerer Schlag.[42] Die Zukunft der Schwarzen Drachen schien gemeinsam mit Draenor untergegangen zu sein, doch noch war nicht alles verloren. Die Drachenmalorcs hielten Alexstrasza noch immer gefangen, und mit ihr viele ihrer Eier und neugeschlüpften Jungen. Zunächst allerdings musste er sicherstellen, dass der orcische Klan nicht von der Allianz ausgelöscht wurde und so nahm er abermals die Gestalt von "Lord Daval Prestor" an.[43] Den menschlichen Herrschern erschien Prestor als charmanter, sympathischer und erfrischend pragmatischer Gesprächspartner und nur den Magiern Dalarans war er suspekt.[44]

So wurde er wieder Mitglied des Hofes in Lordaeron und gab vor, der Allianz helfen zu wollen, sich von den Kriegsfolgen zu erholen. Insgeheim rief Todesschwinge seinen Sohn und seine Tochter, Nefarian und Onyxia, ebenfalls in der Gestalt menschlicher Adeliger, zu sich, und sähte Misstrauen und Zwietracht. So blieb die Bedrohung durch den Drachenmalklan den Augen der Allianz zunächst verborgen, während Todesschwinge Nekros Schädelberster finstere Träume schickte, in welchen die Allianz den Drachenmalklan auslöschte. Um diese Bedrohung glaubwürdig erscheinen zu lassen, unterstützte er einen kleinen Trupp der Allianz, angeführt von dem Magier Rhonin dabei, das Versteck des Drachenmalklans zu finden.[4][43][45][46][47]

Nekros geriet in Panik und befahl seinen Orcs, Grim Batol zu verlassen und sich in den Bergpass von Dun Algaz zurückzuziehen. Die Orcs aus ihrer mächtigen Festung zu vertreiben war genau die Entwicklung, die sich Todesschwinge erhofft hatte, und so machte er sich selbst auf den Weg nach Grim Batol.[43][48] Kaum, dass der Drachenmalklan von Grim Batol nach Dun Algaz aufgebrochen war, griff er an und schlachtete zahllose Orcs ab. Er hatte nicht vor, sie oder die erwachsenen Drachen am Leben zu lassen; allein die Eier des Roten Drachenschwarms waren für ihn von Nutzen. Das Schlachtenglück war allerdings nicht auf seiner Seite, denn sobald sich Alexstrasza aus ihren Ketten befreit hatte, richtete sie ihren Zorn gegen Todesschwinge, unterstützt von Ysera, Nozdormu und Malygos.[49][48]

Nach Rhonins Zerstörung der Dämonenseele hatte Todesschwinge seinen widererstarkten Gegnern nichts mehr entgegenzusetzen und er wurde in die Flucht geschlagen. Als er sich zurückzog, verschwand auch "Lord Daval Prestor" vom Hof in Lordaeron und seine Tochter Onyxia setzte sein Werk fort.[49]

Nordend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wrath-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf das Addon Wrath of the Lich King.

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[...]

Das Ende des Erdenwächters[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cataclysm-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf das Addon Cataclysm.

Totgeglaubte leben bekanntlich länger, und dies trifft auch auf Todesschwinge zu. Sein Ausbruch aus Tiefenheim hatte verheerende Auswirkungen auf Azeroth. Viele Landstriche wurden verwüstet und machten große Veränderungen durch. Als gravierendste Folge des Kataklysmus' für Azeroth ist vermutlich die Zerstörung der Weltensäule zu nennen, eine Säule aus Stein, welche das Gewicht der Welt trug. Nur durch ein beherztes Eingreifen des Irdenen Rings konnte die Katastrophe - das vollständige Einbrechen Tiefenheims in die normale Ebene - verhindert werden.[Quelle?]

Wie beiläufig riss er sie in seinem Wahn in Stücke. Der angerichtete Schaden und der verursachte Schmerz waren ihm egal.[50]

Unter Todesschwinges Führung sollte der "Vater des Zwielichts" den Zwielichtdrachenschwarm sowie seine Kultisten zum Wyrmruhtempel führen, und die Drachen vernichten. Stattdessen zogen jene nach der Niederlage und dem Verlust der eigenen Sankten davon, woraufhin der Schattenhammerkult den Tempel für sich einnahm - nicht unbedingt zu Todesschwinges Freude. Insbesondere Yseras Flucht und die damit verbundene Möglichkeit, Thrall zu kontaktieren, bereitete dem Leviathan Sorgen. Einer Prophezeiung zufolge könnte Thrall in der Tat derjenige sein, der ihn besiegen könnte. Um genau das zu verhindern, sollte sich der "Vater des Zwielichts" darum kümmern, besagten Orc völlig aufzulösen.[51] Die Ereignisse überschlugen sich, aber nach der freudigen Nachricht, dass Chromatus lebte, zeigte sich Todesschwinge zumindest erfreut. Die Freude währte allerdings nur kurz, denn Arygos war nicht, wie geplant, Aspekt des Blauen Drachenschwarms geworden, sondern Kalecgos, und somit konnte Arygos ihm auch nicht den Blauen Drachenschwarm ausliefern. An Thralls Tod im Zuge der Schlacht am Wyrmruhtempel glaubte er, im Gegensatz zum Vater des Zwielichts, nicht, und verlangte dessen Leichnam.[52]

Um der Bedrohung durch Todesschwinge etwas entgegenzusetzen, schmiedeten die vereinten Drachenaspekte zusammen mit dem früheren Kriegshäuptling Thrall einen riskanten Plan. Mit der Hilfe von Nozdormu, dem Aspekt der Zeit, gelang es, das einzige Artefakt zu bergen, mit dem man Todesschwinge Schaden zufügen könnte. Die Drachenseele. Dieses Artefakt war von den Aspekten selbst erschaffen worden und ein jeder von ihnen - Todesschwinge ausgenommen - hatte einen Teil seiner eigenen Essenz hineingelegt. Die entscheidende Schlacht trug sich schließlich in Nordend am Wyrmruhtempel zu, als dieser von den letzten Streitkräften des Schattenhammers angegriffen wurde. Im Laufe der Schlacht konnten die Drachenaspekte und Thrall die Drachenseele derart mit Macht erfüllen, dass es ihnen schließlich gelang Todesschwinge am Mahlstrom - dem Ort, von dem aus er den Kataklysmus eingeläutet hatte - zu vernichten.[Quelle?]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Ich hatte dich gewarnt …"[15]
  • "Ich werde nicht aufgeben, was mir zusteht! Nur ich habe das Recht zu herrschen!"[19]
  • "Hört zu, wertloses Getier! Richtet eure Gebete an mich, denn ich bin Neltharion, euer Gott!"[20]
  • "Narren! Werft mir entgegen, was ihr habt, es wird nichts ändern. Ich bin die wahre Macht! Ihr seid nicht mehr als Schatten der Vergangenheit!"[48]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Ultimate Visual Guide, S. 57
  2. 2,0 2,1 Chroniken, Bd. 1, S. 46
  3. Das Erwachen, Kap. 6
  4. 4,0 4,1 4,2 Der Tag des Drachen, Kap. 9
  5. Der Untergang der Aspekte, Teil I, Kap. 4
  6. Der Untergang der Aspekte, Teil I, Kap. 3
  7. Der Untergang der Aspekte, Teil I, Kap. 4
  8. Der Untergang der Aspekte, Teil II, Kap. 2
  9. Der Untergang der Aspekte, Teil IV, Kap. 3
  10. Der Untergang der Aspekte, Teil V, Kap. 4
  11. 11,0 11,1 Der Untergang der Aspekte, Teil V, Kap. 5
  12. Chroniken, Bd. 1, S. 47
  13. Chroniken, Bd. 1, S. 60
  14. Chroniken, Bd. 1, S. 61
  15. 15,0 15,1 Die Quelle der Ewigkeit, Kap. 16
  16. Die Dämonenseele, Kap. 1
  17. 17,0 17,1 17,2 17,3 Chroniken, Bd. 1, S. 101
  18. Die Dämonenseele, Kap. 7
  19. 19,0 19,1 Die Dämonenseele, Kap. 13 Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „KdA2 Kap13“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  20. 20,0 20,1 Die Dämonenseele, Kap. 20
  21. Die Dämonenseele, Kap. 21
  22. Das Erwachen, Kap. 4
  23. Das Erwachen, Kap. 11
  24. Das Erwachen, Kap. 21
  25. 25,0 25,1 Chroniken, Bd. 2, S. 139
  26. Chroniken, Bd. 2, S. 139-140
  27. 27,0 27,1 Chroniken, Bd. 2, S. 140
  28. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 2
  29. 29,0 29,1 Chroniken, Bd. 2, S. 155
  30. Chroniken, Bd. 2, S. 185
  31. 31,0 31,1 Der Tag des Drachen, Kap. 2
  32. Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 7
  33. 33,0 33,1 Chroniken, Bd. 2, S. 186
  34. Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 10
  35. Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 8
  36. Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 12
  37. Chroniken, Bd. 2, S. 189
  38. Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 15
  39. Chroniken, Bd. 2, S. 190
  40. 40,0 40,1 Chroniken, Bd. 2, S. 193
  41. 41,0 41,1 Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 22
  42. Chroniken, Bd. 3, S. 21
  43. 43,0 43,1 43,2 Chroniken, Bd. 3, S. 22
  44. Der Tag des Drachen, Kap. 6
  45. Der Tag des Drachen, Kap. 10
  46. Der Tag des Drachen, Kap. 11
  47. Der Tag des Drachen, Kap. 13
  48. 48,0 48,1 48,2 Der Tag des Drachen, Kap. 18
  49. 49,0 49,1 Chroniken, Bd. 3, S. 23
  50. Thrall: Drachendämmerung, Kap. 1
  51. Thrall: Drachendämmerung, Kap. 4
  52. Thrall: Drachendämmerung, Kap. 17
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