Schamane P&P

Schamanen sind Wirker elementarer Energie, welche in ihrer eigentlichen Ausprägung sich vor allem dadurch von beispielsweise Magiern unterscheiden, indem sie für alles, was sie tun, die Elemente bitten, ihnen zur Seite zu stehen.[1] Jene, welche diesen Einklang suchen nutzen dazu die kosmische Kraft des "Geistes" (von den Mönchen als "Chi" bezeichnet).[2] Die Elemente zu versklaven ist nicht die übliche Variante.[1] Jene Schamanen, welche dennoch diesem Weg folgen nutzen Kräfte des Verfalls.[2]

Darüberhinaus sind Schamanen nicht von sich aus mit Magie durchtränkt, sondern nutzen ihre Kräfte über zeremonielle Totems.[3] Totems sind eine Möglichkeit, die Elemente zu kontaktieren, herbeizurufen und ggf. auch zu kontrollieren.[4] Werden Totems zerstört, kappt das zwar nicht zur Gänze die Verbindung zu den Elementen, aber es entzürnt sie.[5]

Die Kultur des Schamanismus findet sich bei einer Vielzahl an Völkern wieder, in mehr oder minder ausgeprägter Form. Ein großer Zusammenschluss an Schamanen verschiedenster Völker nennt sich "Irdener Ring" und ist an diversen Brennpunkten Azeroths tätig.

Offizielle Klassenbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Schamanen haben sich der spirituellen Führung und Kunst verschrieben, jedoch nicht des Göttlichen, sondern der Elemente selbst. Im Gegensatz zu anderen Mystikern verkehren Schamanen mit Mächten, die nicht ausschließlich gutartig sind. Die Elemente sind chaotisch. Überlässt man sie ihrem Willen, stürzen sie sich in niemals endendem urtümlichem Zorn aufeinander. Es ist die Bestimmung des Schamanen, Gleichgewicht in dieses Chaos zu bringen. Als Vermittler zwischen Erde, Feuer, Wasser und Luft ruft der Schamane Totems herbei, um den Elementen zu befehlen, die Verbündeten des Schamanen zu unterstützen oder seine Feinde zu bestrafen.

Diese Meister der Elemente können die elementaren Mächte auch direkt anrufen, um Ströme aus Lava oder Blitzschläge auf ihre Gegner niedergehen zu lassen. Die Elemente können erschaffen, vernichten, unterstützen und hindern.

Erfahrene Schamanen bringen diese ursprünglichen Mächte mit verschiedenen ganz unterschiedlichen Fähigkeiten ins Gleichgewicht, die den Schamanen zu einem vielseitigen Helden und wertvollen Mitglied in jeder Gruppe machen.

  • Heilung: Indem sie ihre spirituellen Mächte anrufen, können Schamanen die Gesundheit von verletzen Verbündeten wiederherstellen.
  • Nahkampfschaden: Schamanen verbessern ihre Waffen mit Elementareffekten, um ihre Feinde bei einem Treffer zu verbrennen, einzufrieren oder anderweitig zu beeinträchtigen.
  • Fernkampfschaden: Der Schamane kann seine elementaren Mächte einsetzen, um Feinden aus der Ferne mit Blitzschlägen, Erdbeben und Lavaströmen Schaden zuzufügen.
  • Totems: Von einem Schamanen aufgestellte Totems können eine Vielzahl von positiven Effekten gewähren, darunter eine verbesserte Wiederherstellung, mehr Schaden, schnellere Angriffe und vieles mehr."[6]

Spezialisierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Einige Schamanen setzen alles daran, eine möglichst tiefe Verbindung zu den Elementen aufzubauen. Sie haben über die Elementarebene hinaus geblickt und dort Bilder einer uralten Vergangenheit gesehen, als unbeständige Energien sich manifestierten und zügellos auf Azeroth wüteten. Durch gewissenhaftes Lernen und mit viel Einsatz schafft es der Elementarschamane, derartige Kräfte in destruktive Zauber umzusetzen. Blitze fließen durch den Körper des Schamanen wie in einem Gewitter und Feuer bricht aus ihm hervor wie aus der geschmolzenen Erdkruste. Sie beeinflussen das Land selbst und rufen Geister aus Erde, Feuer und Sturm zu Hilfe. Wer gegen einen Elementarschamanen kämpft, steht einer Naturgewalt gegenüber."[7]

"Nicht nur Elementarschamanen gehen enge Verbindungen mit Feuer, Erde, Luft und Wasser ein. Verstärkungsschamanen haben ein in vielerlei Hinsicht ähnliches Verhältnis zur Natur und nutzen ihre Kraft auf dem Schlachtfeld. Ihre Ausbildung wie auch ihre Verbindung mit den Elementen unterscheidet sich durch ihre Kampfmethodik. Diese Schamanen bevorzugen es, physische Angriffe mit Elementarenergien zu verstärken und ihren Feinden Auge in Auge gegenüberzutreten. Mit ihren magisch verstärkten Waffen, mächtigen Elementarangriffen und entscheidenden Totems schrecken sie nicht davor zurück, an vorderster Front zu kämpfen."[7]

"Einige Schamanen ruhigeren Temperaments fühlen sich zu den heilenden Eigenschaften des Wassers hingezogen. Diese Schamanen sind nicht unbedingt Anhänger des Lichts oder des Göttlichen, doch sie fühlen eine ausgeprägte spirituelle Verbindung mit dem Ursprung allen sterblichen Lebens. Ihr Bund mit dem Wasser ist so stark, dass diese Schamanen Krankheiten heilen und Leben wiederherstellen können. Sie beherrschen zum Ausgleich auch die anderen Elemente, finden Harmonie in der Natur und reinigen ihre Verbündeten wie eine Flutwelle, die über eine sandige Küste spült."[7]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der "alte Weg" der Orcs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Die Ursprünge des Schamanentums bei den Orcs von Draenor finden sich im Schattenmondklan. Sie waren die Ersten, die sich den Elementen widmeten, welche sie an Gronds Schädel kennengelernt hatten und teilten schon bald ihre Lehren mit anderen Orcs. Beinahe jeder Klan übernahm ihre Praktiken. Junge Orcs wurden von Geburt an dazu erzogen, standhafte und entschlossene Verbündete der Elementargeister zu sein, und wenn sie das Erwachsenenalter erreichten, reisten diese angehenden Schamanen zum Thron der Elemente, wo sie den Segen der Geister zu erhalten hofften. Manche wurden für würdig befunden, andere nicht. Zudem erhaschten einige Orcs unfreiwillig einen Blick in ein Reich jenseits Draenors: die Leere. Die meisten verloren den Verstand und jene, die überlebten, wurden von ihren Klans verstoßen und mussten ein abgeschiedenes Dasein in den Höhlen unter Nagrand fristen. Weiße Totenschädel wurden auf ihre Gesichter tätowiert, um zu zeigen, dass sie für ihr Volk "tot" waren.[8]

Beim Kosh'harg-Fest, welches ursprünglich als Schamanenversammlung begonnen hatte, fungierten die Vertreter ihrer Zunft als eine Art "Streitschlichter", welche die Konfliktparteien im Falle von Auseinandersetzungen dazu anhielten, ihren Streit friedlich zu lösen oder andernfalls des heiligen Geländes verwiesen zu werden. Zudem begaben sie sich, nach dem Eröffnungsritual des Festes, auf den heiligen Berg Oshu'gun und schließlich in dessen Höhlen, geleitet von den Ahnen.[9] Sie wurden derart geschätzt, dass lediglich das Wort eines Häuptlings schwerer wog, als ihres.[8] Der Tod war für die Schamanen Draenors keine Wüste des Leids wie für normale Orcs, da die das Privileg genossen, durch den Kontakt zu den Ahnen in der Gegenwart der geliebten Toten weiterzuleben.[10] Ein tätowierter Schädel auf dem Gesicht galt überdies lange als ein von den Schamanen benutztes Symbol, um gescheiterte Schüler zu markieren, die für ihr Volk "tot" waren.[11]

Drek'Thar erklärte einem jungen Thrall viele Jahrzehnte später, dass die wichtigsten Eigenschaften eines Schamanen Demut und Stolz seien[12], und dass man ihre Zaubersprüche, zu welchen auch Heilsprüche zählen[13] sowie die Möglichkeit, über den Wind Botschaften zu senden[14], als "Rufe" bezeichnet.[15]

Die alte Horde und der Verlust der Ahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roman.png Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.
Das Schamanentum war bei den Orcs auf Draenor weit verbreitet, bis Ner'zhul und Gul'dan andere Pläne für die Orcs und die neugegründete Horde hatten. Nachdem Ner'zhul auf die fälschlichen Ahnengeister gehört hatte, verloren die Schamanen der Orcs zunehmend ihre Verbindung sowohl zu den tatsächlichen Ahnen als auch zu den Elementen.[16] Unter Gul'dan wurden die meisten - wenngleich nicht alle - zu Hexenmeistern "fortgebildet". "Doch die meisten waren auf Gul'dan eingegangen. Und dann hatten sie sich verändert, waren größer geworden und düsterer. Als reflektierten ihre Körper die Verderbnis."[17] Als sich im Zuge des Kriegs gegen die Draenei nach wie vor einige zweifelnde Orcs weigerten, ihre alten Wege aufzugeben, beschloss Gul'dan, das Schamanentum zu unterbinden.[18]

Schamanen bei den Goblins[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cataclysm-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf das Addon Cataclysm.
Goblin-Schamanen sind ein Auswuchs ihrer vollkommen auf Profit ausgerichteten Gesellschaft; für einen Goblin-Schamanen sind Elementare potenzielle Kunden. In ihren Verhandlungen sind die Goblins etwas nachdrücklicher als es den anderen schamanistische Völker (insbesondere den Tauren) gefallen würde, wobei sie erheblich weniger „nachdrücklich“ vorgehen als die Taunka in Nordend (Es sei denn, ein Elementar versucht, sich aus seinem Vertrag herauszuwinden. Elementare haben in der Regel keine Knie, die gebrochen werden können und deswegen müssen Goblins auf andere Methoden zurückgreifen, um die Kontrolle zu wahren.). Im Hinblick auf die „mechanischen“ Totems der Goblins sollte beachtet werden, dass es sich dabei lediglich um Manifestationen der kleinen Totems handelt, die sie basteln/anfertigen, um sich mit den Geistern der Elemente zu verbinden. Anstatt große Totems mit sich herumzuschleppen, haben Goblin-Schamanen einen Ring (wahrscheinlich den gleichen Ring, an dem sie auch die Schlüssel zu ihrem Haus und ihrem Motorrad aufbewahren) mit kleinen Totems, die sie als Verbindung mit den Elementaren, mit denen sie Geschäfte machen, angefertigt haben.[19]

Dunkelschamanen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MoP-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf das Addon Mists of Pandaria.
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Bekannte Schamanen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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