Orgrim Schicksalshammer Drachendämmerung Warlords of Draenor Zitate

Für die gleichnamige Waffe, siehe Schicksalshammer (Waffe).

Orgrim Schicksalshammer zählt wohl zu den bekanntesten Orcs überhaupt. Schicksalshammer war während des Ersten Krieges die rechte Hand Schwarzfausts[3][5], sowie späterer Anführer des Schwarzfelsklans.[2] Seine legendäre Waffe, der "Schicksalshammer", wurde später von Thrall geführt.[6]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit und Jugend auf Draenor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roman.png Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.
Als junger Bursche nahm Orgrim, wie auch viele andere Orcs, am Kosh'harg-Fest teil, welches zweimal jährlich in Nagrand gefeiert wurde. Seine Familie gehörte zum Schwarzfelsklan und obwohl sie nicht den Häuptling stellte, genoss sie großes Ansehen. Im Zuge der Feierlichkeiten traf er auf den jungen Durotan und gemeinsam wollten die neugierigen jungen Orcs den Gesprächen "der Erwachsenen" lauschen, von welchen sie üblicherweise ausgeschlossen waren. Beide wurden allerdings enttäuscht: es ging nur um Fieber und Suppen. So beschlossen beide, ihre geheimen nächtlichen Ausflüge anders zu verbringen und forderten sich in allerlei sportlichen Wettbewerben heraus. Durotan schlug schließlich vor, sie sollten etwas Unglaubliches tun, nämlich Klansübergreifend Freunde werden.[4] Obwohl Freundschaften zwischen verschiedenen Klans gegen alte Traditionen verstießen, billigten die Ältesten der Schwarzfels- und Frostwolforcs die Verbundenheit zwischen Orgrim und Durotan.[7]

Bei einem ihrer Ausflüge in die Wälder von Terokkar um 13 vDP wurden sie von einem Oger entdeckt und in die Flucht gejagt. Rettung in letzter Sekunde erreichte die jungen Orcs durch die Rangari. Restalaan, der Anführer der Gruppe der Draenei, bot den beiden an, über Nacht die Gastfreundschaft der Draenei in Anspruch zu nehmen und in Telmor zu verweilen, um am Morgen danach wohlbehalten zu den jeweiligen Klans zurückzukehren.[8] Als große Ehre sollten sie anschließend mit Velen zu Abend essen und in seinem Haus übernachten.[9][10]

Aufstieg der Horde (ab 7 vDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roman.png Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.
Einige Zeit nach dem Ausflug zu den Draenei nahmen Orgrim und Durotan das erste Mal als Erwachsene am Herbst-Kosh'harg teil.[11] Nachdem Kil'jaeden Gul'dan auf seine Seite gezogen[12] und Ner'zhul manipuliert hatte[13], berief der Häuptling eine Zusammenkunft am Oshu'gun ein, um von "Rulkans" prophetischer Warnung zu berichten, dass die Draenei alle Orcs abschlachten wollten und man sich daher, wie damals gegen die Oger, zusammenschließen müsse. Grommash, wie auch Kargath und Schwarzfaust, stimmten sofort zu, während Widerworte vor allem von Durotan und Zagrel kamen. Als die Häuptlinge im Morgengrauen nach zahlreichen Debatten wieder zusammenkamen, sprachen sich schließlich fast alle dafür aus.[14][15][16][17]

In den Monaten nach der Gründung der Horde kam es vermehrt zu Angriffen auf Jagdgruppen der Draenei, welche ihrerseits wiederum in die Defensive gingen.[18][15] Nachdem Schwarzfaust um 5 vDP zum Kriegshäuptling aufgestiegen war, umgab er sich mit mächtigen Hauptleuten, von denen jeder selbst einen erfolgreichen Häuptling abgegeben hätte. Dazu zählten, nebst Schicksalshammer, auch Etrigg und Varok Saurfang. Sie wachten über die Kriegsmaschinerie der Horde, als sie brüllend zum Leben erwachte.[19] Wenngleich Schicksalshammer insgeheim Gul'dans Vorführungen der Teufelsmagie zwar missbilligte, so verhielt er sich dennoch still.[5] Schwarzfausts Bündnis mit den Ogern, welche seit Jahrzehnten die Feinde der Orcs gewesen waren, bereiteten Schicksalshammer zwar Unbehagen, aber letztlich stellte er seinen Kriegshäuptling nicht in Frage.[20][19]

Als Gul'dan die Klans nach der erfolgreichen Eroberung Karabors zusammenrief, um ihnen den Kelch der Einheit mit Mannoroths Blut anzubieten, weigerte sich Orgrim.[21] Um allerdings kein Misstrauen zu erregen, behauptete er schlicht, dass er nicht würdig sei, am selben Kelch zu nippen, wie Schwarzfaust.[22]

Erster Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Nach der Fertigstellung des Dunklen Portals, welches, so Medivh, die Rettung der Orcs vor ihrer sterbenden Welt Draenor sein würde[23], begleitete Orgrim die orcische Horde in die neue Welt Azeroth. Bei einer frühen Spähmission traf er auf Waldtrolle unter Zul'jin, die er jedoch nicht von einer Zusammenarbeit mit der Horde überzeugen konnte.[24]

Nachdem Gul'dan den Frostwolfklan kurz nach der Ankunft verbannt hatte[25], nutzte Drek'Thar seine schamanistischen Fähigkeiten, um Orgrim ausfindig zu machen und ihn zu einem Treffen mit Durotan an den Ufern des Loch Modan zu bitten. Orgrim erzählte Schwarzfaust nichts von dem Treffen und wie Durotan hegte auch er Zweifel an der Teufelsmagie, an Gul'dan und an seinem Kriegshäuptling. Er missbilligte die Verstoßung der Frostwölfe und sah darin einen weiteren Beleg dafür, wie verdorben die Anführer der Horde waren.[26] Orgrim war von Durotans Ausführungen zwar erschüttert, aber nicht wirklich überrascht und gemeinsam mit Draka kamen die drei zur Ansicht, dass Gul'dan und Schwarzfaust unter allen Umständen Einhalt geboten werden musste.[27][28][29] Orgrim würde alleine zur Horde zurück und fürs Erste weiter den Plänen seiner Anführer folgen. Anschließend befahl er seinen Wachen, die Frostwölfe auf ihrer Rückreise zu begleiten. Diesen Fehler sollte Orgrim den Rest seines Lebens bereuen, denn die Wachen waren nicht ihm gegenüber loyal, sondern dem Schattenrat, und sollten Durotan und Draka auf der Rückreise umbringen. Als Orgrims Wachen nach mehreren Tagen noch immer nicht zurückgekehrt waren, kam dem Orc ein Verdacht und seine Späher machten schließlich eine grausige Entdeckung. Glücklicherweise gelang es ihm zumindest, die Attentäter ausfindig zu machen, so dass Gul'dan noch nichts von seinen aufrührerischen Absichten erfuhr.[29]

Der zweite Kriegshäuptling[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Nachdem Gul'dan in ein plötzliches Koma gefallen war, sah Orgrim seinen Moment gekommen, um die Verderbnis auszumerken, die das Volk der Orcs befallen hatte. Im Schattenrat herrschte Chaos und Schwarzfaust hatte sich noch nicht von dem gescheiterten ersten Angriff auf Sturmwind erholt, als er von Orgrim zum Mak'gora herausgefordert wurde. Nach mehreren Stunden des Kampfes beendete Orgrim das Duell, indem er Schwarzfaust mit dem Schicksalshammer den Schädel einschlug.[30][3][24][2] Die versammelten Orcs knieten vor dem Sieger nieder und erklärten Schicksalshammer zu ihrem neuen Anführer. Orgrim verkündete, dass Gul'dan und die Hexenmeister nicht das ware, was sie vorgaben zu sein, und dass er die Horde von der grässlichen Dunkelheit reinwaschen würde. Dementsprechend bestand seine erste Amtshandlung darin, die Ausübung von Teufelsmagie unter Androhung der Todesstrafe zu verbieten. Die Mitglieder des Schattenrats waren indes geflohen und Orgrim konzentrierte sich zunächst auf einen weiteren Angriff auf Sturmwind.[30] Die Orcs entschieden die zweite Belagerung von Sturmwind tatsächlich für sich und während Anduin Lothar mit Überlebenden entkommen konnte, widmete sich Schicksalshammer wieder der Horde selbst.[31]

Die Auslöschung des Schattenrats (4 nDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Die Horde hatte ihren Sieg unter schweren Verlusten errungen und Schicksalshammer musste das eroberte Land erst sichern, bevor sich die Horde neuen Feinden zuwenden konnte. Er ließ Boten nach Draenor schicken, um die verbliebenen Orcklans ebenfalls nach Azeroth zu rufen, und festigte seine Kontrolle über die Horde. Höchste Priorität hatte dabei die Vernichtung des Schattenrats.[31] Schicksalshammer ließ Garona foltern, um das geheime Versteck der Hexenmeister herauszufinden[3] und eine große Streitmacht stürmte den Schwarzfels, wo sich die Hexenmeister verborgen hatten.[31]
Die Gesichter der Hexenmeister zu sehen, als er in ihre Versammlung platzte, wäre nicht mit Gold aufzuwiegen gewesen. Und erst das Gefühl, während er sie einen nach dem anderen erschlug... Doomhammer hatte die Macht des Schattenrats an jenem Tag gebrochen. Niemals würde er wie Blackhand kontrolliert werden.[2]

Eines der wenigen Ratsmitglieder, das überlebte, war Cho'gall, der sogleich seinen Nutzen unter Beweis stellte, indem er Orgrim mit den Dunkeleisenzwergen bekannt machte, die tief im Innern des Berges lebten und der Horde Zugang zur Schwarzfelsspitze gewährten.[32][33] Zudem gelangte die Dämonenseele in Zuluheds Besitz und alsbald würde sich die Horde erneut zum Krieg rüsten.[34][35]

Der Zweite Krieg (ab 4 nDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Während sich der Staub des Ersten Krieges legte, sinnierte Orgrim Schicksalshammer über die Zukunft seines Volkes. Er träumte von einer Zeit, da die Orcs zu ihren alten Traditionen und Bräuchen zurückkehren könnten, frei von der Teufelsmagie und den anderen verderblichen Einflüssen, die Gul'dan und Schwarzfaust über die Klans gebracht hatten. Dieser Traum lag jedoch in weiter Ferne und zunächst musste Orgrim den Orcs eine Heimat in Azeroth sichern. Die Eroberung Sturmwinds reichte dafür nicht aus, denn die anderen Reiche der Menschen würden niemals Frieden mit der Horde schließen. Die einzige Möglichkeit, das Überleben seines Volkes sicherzustellen, bestand in einem Erstschlag, ehe seine Feinde für einen weiteren Krieg gewappnet wären.[36]

Durch Verhöre der Gefangenen hatten die Orcs von Lordaeron erfahren und Schicksalshammer glaubte, dass wenn Lordaeron fallen würde, die anderen Königreiche einen Krieg aufgeben würden. Während der Drachenmalklan daran arbeitete, die Geheimnisse der Dämonenseele zu entschlüsseln, näherten sich Orcs und Amani an. Die Waldtrolle betrachteten die Orcs als potenzielle Verbündete und deuteten sogar an, dass sie sich der Horde anschließen würden - im Gegenzug für Schicksalshammers Hilfe bei der Befreiung ihres Herrschers, Zul'jin. Gul'dan war zudem aus seinem Koma erwacht und versuchte, Orgrim von seiner Nützlichkeit zu überzeugen.[3][37][24]

Schicksalshammer traute Gul'dan zwar nach wie vor nicht, gewährte ihm aber die Chance, seinen Nutzen zu beweisen. Um 5 nDP hatte der Hexenmeister schließlich erfolg, indem er die Seelen des Schattenrats mit den Körpern gefallener Soldaten Sturmwinds verschmolz. Teron'gor, nunmehr Teron Blutschatten, war der Erste dieser neuen "Todesritter". Ihr Anblick erfüllte Orgrim mit Ekel, doch er konnte ihr Potenzial nicht leugnen. Nachdem er seine Optionen abgewogen hatte, nahm Schicksalshammer diese unheiligen Krieger in die Horde auf. Gleichwohl befahl er dem Schwarzfelsklan, die neuen Soldaten im Auge zu behalten.[38][33]

Anschließend widmete er sich der Aufstockung der Vorräte der Horde und seine Wahl fiel auf Khaz Modan, welches reich an Erzen und Ölen war.[33] Die Zwerge und Gnome vermochten zwar, den Ansturm der Orcs zu verlangsamen, nicht aber ihn wirklich aufzuhalten.[39] Allerdings sollte es den Orcs nicht gelingen, Eisenschmiede und Gnomeregan einzunehmen, und die Verluste wurden so hoch, dass Orgrim die Belagerungen wieder abbrechen ließ. Stattdessen sollte der Klan des Blutenden Auges die Bewohner beider Städte unter Kontrolle halten, während die Horde die Bodenschätze ausbeutete.[40] Nachdem er den Großteil Khaz Modans erobert hatte, plante Schicksalshammer die nächste Phase seines Feldzuges. Die Route über Land war gefährlich und er beschloss, das Unerwartete zu tun: Er würde eine Flotte von Schiffen bauen und mit einem Überraschungsangriff ins Herz der menschlichen Territorien vordringen. Unterstützt wurden die wenig seetauglichen Orcs dabei von den Ogern, Amani und neuen Verbündeten, den Goblins.[41]

Nachdem Nekros Schädelberster und der Drachenmalklan Alexstrasza gefangengenommen hatten, befahl er dem Klan, Grim Batol einzunehmen.[42][34] Die orcische Flotte wurde indes fertiggestellt und stach schließlich in See. In der Nähe der Insel Zul'Dare kam es zu einem ersten Gefecht mit der Flotte Daelin Prachtmeers, den die Orcs dank der unfreiwilligen Hilfe von drei Roten Drachen für sich entscheiden konnten. Die Orcs gingen schließlich 6 nDP im Vorgebirge des Hügellandes an Land.[43] Es kam zu mehreren kämpferischen Auseinandersetzungen und Gefechten, doch Schicksalshammer wusste, dass das nicht ewig so bleiben würde. Je länger die Orcs hier zurückgehalten wurden, desto mehr Zeit hatte die Allianz von Lordaeron, Verstärkung herbeizuholen.[44] Während die Schlachten überall im Hügelland weitertobten, brach Orgrim selbst mit einem Stoßtrupp auf, um Zul'jin zu befreien und sich die Hilfe der Amani zu sichern. Dieser wiederum verlangte, dass die Orcs den Trollen gegen ihren alten Erzfeind, Quel'Thalas, beistehen würden. Ein Angriff auf das Reich der Hochelfen bedeutete zwar eine weitere Verzögerung des Angriffs auf Lordaeron, aber es war notwendig, da er die Unterstützung der Trolle dafür brauchte.[45]

Als die Orcs ins Hinterland einmarschierten, setzten sich die Wildhammerzwerge unter Kurdran Wildhammer zur Wehr. Schicksalshammer führte seine Soldaten gegen den Nistgipfel und zwang Kurdran und seine Greifenreiter so, sich bei ihrer Hauptstadt zu sammeln. Als die Schlacht vor den Stadtmauern entbrannte, rief Orgrim die Hälfte der Horde zurück, um weiter nach Norden ins Hohe Reich der Elfen zu marschieren.[45] Nach der Entweihung der Runensteine durch Gul'dan stürmten Orgrims Truppen Silbermond entgegen, unterstützt von den Drachenmalorcs auf ihren Roten Drachen. Ein Feuersturm hüllte die Wälder von Quel'Thalas ein und zwang die elfischen Verteidiger, in Silbermond Schutz zu suchen.[46][47] Mit Hilfe des Sonnenbrunnens erschufen sie einen mächtigen Schild, den die Horde nicht zu durchdringen vermochte und Orgrims Geduld neigte sich dem Ende. Die elfische Hochburg zu vernichten war nie sein oberstes Ziel gewesen und es würde Jahre dauern, bis sich die Elfen von dem Schlag gegen ihr Reich erholen würden. So begann er, die nächste Phase seines Feldzuges zu planen.[48][49]

Orgrim wählte die Route durch das Alteracgebirge, um die Allianz erneuz zu überraschen, doch nicht alle Verbündete waren mit seinem Plan einverstanden. Zul'jin und die Amani verweigerten den Befehl und sie wollten die Belagerung Silbermonds nicht aufgeben. Gul'dan überzeugte Orgrim, dass er und sein Sturmrächerklan den Schutzschild brechen könnten, aber sie bräuchten einige Tage Zeit und könnten anschließend wieder zu den restlichen Streitkräften aufschließen. Orgrim gefiel der Gedanke zwar nicht, noch weitere Truppen zurückzulassen, aber Gul'dans Worte überzeugten ihn.[50][51] Schicksalshammer ließ Gul'dan und seine Sturmrächer zurück und befahl dem Drachenmalklan, ein Auge auf die Hexenmeister zu haben. Glück im Unglück erwartete ihn im Alteracgebirge. Aiden Perenolde war des Kampfes gegen die Invasoren müde geworden und glaubte, dass die Orcs eine unbesiegbare Macht seien. Um sein Königreich vor Verwüstungen zu schützen, bot er Orgrim freies Geleit.[51][52]

Die Belagerung konnte endlich beginnen und Orgrim bewunderte die Beharrlichkeit Lordaerons, doch es würde ihnen nichts nützen. Mit jedem Tag rieb Ogrim die Verteidigung der Stadt weiter auf; mit jedem Tag zerbröckelten die Mauern weiter unter dem Hagel seiner Belagerungsmaschinen. Der Kriegshäuptling war sich sicher, dass die Hauptstadt fallen würde, sobald die Verstärkung aus Quel'Thalas eintreffen würde. Gleichwohl, diese Verstärkung sollte er nie erhalten. Lediglich die Drachenmalorcs kamen vor der Hauptstadt an und berichteten von Gul'dans Verrat. Orgrim brach die Belagerung ab und befahl seinen Truppen, sich nach Khaz Modan zurückzuziehen. Den Klan des Grinsenden Schwarzzahns sandte er derweil aus, um Jagd auf Gul'dan zu machen.[53][54]

Anduin Lothar und Turalyon jagten der fliehenden Horde nach und ohne Flotte blieb Orgrim nichts anderes übrig als der Rückzug zu Fuß. Lange Worte harter Märsche und wiederholter Kämpfe forderten ihren Preis. Die Nachricht von Gul'dans Tod erfüllte Orgrim zwar mit Genugtuung, doch die Zufriedenheit verblasste, als er eine Bestandsaufnahme seiner Truppen machte. Der Krieg hatte mehr als die Hälfte seiner Armeen ausgelöscht und in diesem Zustand waren sie nicht einmal in der Lage, Khaz Modan zu halten. Orgrim schickte einen Boten los, um Verstärkung aus Draenor zu holen, und befahl seinen Soldaten, sich an der Schwarzfelsspitze zu sammeln.[55][56]

Von der Schwarzfelsspitze aus beobachtete Schicksalshammer, wie sich der Heerzug der Allianz als silber-goldene Schlange in die Brennende Steppe wand. Er hatte nur zwei Optionen: in Azeroth eine Heimat für die Orcs zu schaffen oder nach Draenor zurückzukehren und zu sterben. Doch falls ihm der Tod vorbestimmt war, wollte er ehrenhaft im Kampf sterben, anstatt an Hunger und Krankheit zugrunde zu gehen. Er schwor seine Truppen auf einen letzten Angriff ein und führte den selbstmörderischen Sturmangriff selbst an. Ihm war klar, dass er die geballte Streitmacht der Allianz nie besiegen könnte, daher rückte er stattdessen auf Lothar vor in der Hoffnung, dass ein Sieg über Lothar den Willen seiner Soldaten brechen würde. Orgrim entschied den Zweikampf für sich: er zerschmetterte Lothars Breitschwert mit einem Hieb seines Kriegshammers, und der Kommandant der Allianz fiel auf die Knie. Mit seinem nächsten, gnadenlosen Schlag zerstrümmerte Schicksalshammer Lothars Schädel. An Lothars Stelle trat Turalyon, der nicht bereit war, sich Trauer und Hoffnungslosigkeit zu ergeben. Er nahm Lothars zerbrochenes Schwert auf und schlug den Kriegshäuptling bewusstlos.[57][55][58] Nach der Niederlage der Horde wurde Schicksalshammer am Hof von König Terenas eingesperrt und als Kuriosität dem Spott und Hohn der Soldaten freigegeben.[59]

Ein Kriegshäuptling im Exil (~8 nDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Wenngleich die Allianz von Lordaeron in Schicksalshammer den gefährlichsten in Gefangenschaft lebenden Orc sah und ihn streng bewachte, gelang dem ehemaligen Kriegshäuptling die Flucht, indem er seine Wärter überlisten konnte.[60] Anschließend schlich Schicksalshammer so weit von den Städten der Menschen fort, wie er nur konnte. Entgegen der Befürchtungen der Allianz hatte er nicht vor, die Horde erneut um sich zu scharen und den Krieg gegen Azeroth fortzusetzen. Er verbrachte mehrere Jahre in Abgeschiedenheit und traf sich nur gelegentlich mit den Frostwölfen. Er kämpfte gegen die Lethargie an, die auch ihn befiel, war dabei aber nur teilweise erfolgreich und fristete sein Dasein als Eremit.[61][62]
Weil ich allein sein musste, um zu verstehen, was geschehen ist. Um nachzudenken. Um mich daran zu erinnern, wer ich bin, wer wir als Volk sind. Von Zeit zu Zeit tat ich, was ich heute tat. Ich näherte mich den Lagerfeuern, nahm ihre Gastfreundschaft an, lauschte ihren Erzählungen. Und lernte.[63]

Der Lord der Clans (~15 nDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roman.png Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.

Am Scheiterhaufen des gefallenen Orcs zollt Thrall Orgrim Schicksalshammer seinen Respekt.

Nachdem Thrall aus Aedelas Schwarzmoors Internierungslager in Burg Durnholde geflohen war[64][65][66], machte sich der Sohn Durotans auf die Suche nach weiteren Orcs.[67] So stieß er zunächst auf Grommash Höllschrei und die Überreste des Kriegshymnenklans, die in ihm einen Waisen des Frostwolfklans erkannten und ihm den Weg zum Alteracgebirge wiesen, wo die Frostwölfe nunmehr wohnten.[66][68]

Durch Grom erfuhr auch Orgrim von Thrall und machte sich auf den Weg zum Frostwolfklan.[69] Thrall kennenzulernen ließ schmerzhafte Erinnerungen in dem ehemaligen Kriegshäuptling aufleben, gleichzeitig schenkte die Begegnung seiner Seele aber auch Frieden. Dass Thrall überlebt hatte, wärmte dem älteren Orc das Herz und er brachte Thrall bei, wie ein Orc zu kämpfen und wie ein Orc zu leben.[70]

Thralls Optimismus und Anpassungsfähigkeit weckten in Orgrim zudem die alte Hoffnung, den Stolz und die Ehre der Orcs wiederherzustellen. Er machte den jungen Schamanen zu seiner rechten Hand, und nachdem sie sich mit Grom Höllschrei und dem Kriegshymnenklan verbündet hatten, starteten sie einen Feldzug, um die Orcs aus den Internierungslagern zu befreien.[63][70] Schicksalshammer fiel in der Schlacht, als sie eines dieser Lager befreiten, und mit seinem letzten Atemzug erklärte er, dass Thrall der neue Kriegshäuptling der Horde werden sollte.[6][71][70]

Externe Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Ultimate Visual Guide, S. 121
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Im Strom der Dunkelheit, Kap. 2
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 Im Strom der Dunkelheit, Zweiter Prolog Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „ToDPro2“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  4. 4,0 4,1 Aufstieg der Horde, Kap. 1
  5. 5,0 5,1 Aufstieg der Horde, Kap. 13
  6. 6,0 6,1 Der Lord der Clans, Kap. 16
  7. Chroniken, Bd. 2, S. 57
  8. Aufstieg der Horde, Kap. 2
  9. Aufstieg der Horde, Kap. 3
  10. Chroniken, Bd. 2, S. 57-58
  11. Aufstieg der Horde, Kap. 5
  12. Chroniken, Bd. 2, S. 68
  13. Chroniken, Bd. 2, S. 70
  14. Aufstieg der Horde, Kap. 7
  15. 15,0 15,1 Aufstieg der Horde, Kap. 8
  16. Chroniken, Bd. 2, S. 73-74
  17. Aufstieg der Horde, Kap. 6
  18. Chroniken, Bd. 2, S. 75
  19. 19,0 19,1 Chroniken, Bd. 2, S. 82
  20. Aufstieg der Horde, Kap. 16
  21. Aufstieg der Horde, Kap. 19
  22. Chroniken, Bd. 2, S. 89
  23. Chroniken, Bd. 2, S. 113-114
  24. 24,0 24,1 24,2 Im Strom der Dunkelheit, Kap. 4
  25. Chroniken, Bd. 2, S. 121
  26. Chroniken, Bd. 2, S. 127
  27. Der Lord der Clans, Kap. 1
  28. Das Dunkle Portal und der Untergang von Sturmwind
  29. 29,0 29,1 Chroniken, Bd. 2, S. 128
  30. 30,0 30,1 Chroniken, Bd. 2, S. 134
  31. 31,0 31,1 31,2 Chroniken, Bd. 2, S. 136
  32. Chroniken, Bd. 2, S. 137
  33. 33,0 33,1 33,2 Im Strom der Dunkelheit, Kap. 6
  34. 34,0 34,1 Im Strom der Dunkelheit, Kap. 9
  35. Chroniken, Bd. 2, S. 142
  36. Chroniken, Bd. 2, S. 146
  37. Chroniken, Bd. 2, S. 146-147
  38. Chroniken, Bd. 2, S. 147-149
  39. Chroniken, Bd. 2, S. 149
  40. Chroniken, Bd. 2, S. 150
  41. Chroniken, Bd. 2, S. 151
  42. Chroniken, Bd. 2, S. 155
  43. Chroniken, Bd. 2, S. 157
  44. Chroniken, Bd. 2, S. 158
  45. 45,0 45,1 Chroniken, Bd. 2, S. 160
  46. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 10
  47. Chroniken, Bd. 2, S. 163
  48. Chroniken, Bd. 2, S. 164
  49. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 14
  50. Chroniken, Bd. 2, S. 165
  51. 51,0 51,1 Im Strom der Dunkelheit, Kap. 15
  52. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 16
  53. Chroniken, Bd. 2, S. 167
  54. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 17
  55. 55,0 55,1 Im Strom der Dunkelheit, Kap. 21
  56. Chroniken, Bd. 2, S. 169
  57. Chroniken, Bd. 2, S. 172
  58. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 22
  59. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 2
  60. Chroniken, Bd. 3, S. 20
  61. Chroniken, Bd. 3, S. 21
  62. Der Lord der Clans, Kap. 13
  63. 63,0 63,1 Der Lord der Clans, Kap. 15
  64. Der Lord der Clans, Kap. 6
  65. Weltenbeben, Kap. 25
  66. 66,0 66,1 Chroniken, Bd. 3, S. 32
  67. Der Lord der Clans, Kap. 7
  68. Der Lord der Clans, Kap. 11
  69. Der Lord der Clans, Kap. 14
  70. 70,0 70,1 70,2 Chroniken, Bd. 3, S. 34
  71. Weltenbeben, Kap. 32


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