Die Aldor Wiki
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Molly Morgan Geschichte

Datei:Sonnenaufgang1.jpg
Kapitel 1
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Die Entführung:[]

Das Gespräch mit Jin hat Molly ganz schön mitgenommen. Was fällt Iva nur ein, Ihr hinterher zu spionieren und es Jin erzählen? Molly war im Gespräch mit Jin außer sich. Sie wusste nicht, ob sie wütend war weil Iva und Jin sich in ihre Angelegenheiten einmischten oder doch eher Froh, das die beiden sich Sorgen machen. Nichts desto Trotz, saß sie wieder an ihrem Schreibtisch und kümmerte sich um die grüne Mappe der Apotheke. Neben ihr eine Flasche Pinot Noir und eine Schachtel mit Nervenwohl, die diesen Abend unangetastet blieben.

Schon etwas schläfrig klopft es an der Zimmertüre der Rose. "Aye?" Eine rauchige Stimme erklingt daraufhin: "Molly Malone?" Molly´s Augenbraue hoben sich skeptisch an als sie sich erhebt. "Aye wer ist da?" Die rauchige Stimme räuspert sich ein wenig: "Ich habe eine dringende Nachricht an Euch"

Als Molly die Türe ein Spalt öffnet, drückt sich ihr die Türkante entgegen und zwei ungepflegte Kerle mit einem großen Teppich auf der Schulter stürmen ins Zimmer, von dem eingerollten Teppich wird Molly einfach auf das Bett gestoßen. Sogleich wird der Teppich fallen gelassen und die Türe wieder verschlossen. Molly reißt dabei erschrocken die Augen auf und kaum auf dem Bett gelandet, greift sie sich ihren Degen, der genau am Nachttischschränkchen lehnte.

Beide der Kerle ziehen daraufhin einen Dolch und versuchen Molly, die sich auf die andere Seite des Bettes aufgestellt hat, zu umzingeln. Als einer der beiden zum Angriff übergeht, springt sie wieder auf das Bett und sticht mit ihrem Degen zu als in diesem Moment die Faust des zweiten Angreifers sie hart im Gesicht trifft. Benommen verliert sie das Gleichgewicht und stürzt vom Bett herab. Bevor sie auf den harten Boden aufschlägt, landet sie auch schon in den Armen des ersten Angreifers. Dieser hält sie dann im festen Griff und wirft sie wieder zurück auf das Bett. Bewusstlos von der Wucht der Faust bleibt sie regungslos auf dem Bett liegen. Der erste Angreifer beugt sich dabei wieder über Molly und grinst sie musternd an.

"Das Spiel ist vorbei Malone, du hast verloren!" Sein breites grinsen zeigt die ungepflegten Zähne, sowie seine dunkelbraunen Augen nun ihre Oberweite in beobachtung nimmt.

"Lass den Scheiß du Idiot, der Alte will die Rache, nich wir!" ...ertönt die rauchige Stimme wieder und gibt dem anderen einen heftigen Tritt mit, sodass dieser von Molly herunterrollt.

"Los, fass mit an, wir wickeln sie ein und dann weg von hier" "Ach manno... nie darf ich mein Spaß haben...ist ja gut"

Die Kerle wickeln daraufhin Molly in den Teppich ein und tragen diesen einfach zum Zimmer hinaus und die Treppen hinab. Allison sieht die zwei Kerle dabei an: "Ihr nehmt den Teppich wieder mit?"

Der Kerl mit der rauchigen Stimme nickt: "Aye, der war zu groß, passt nich, müssen ihn verkleinern"

Allison seufzt daraufhin: "Ach schade, der hatte doch ein schönes Muster, hätte wetten können der würde Molly zusagen." "Er sagt schon zu... aber ist wohl zu groß für Sie" ...nickend und mit einem schiefen Lächeln verlassen die zwei Kerle die Rose.

Allison sieht nachdenklich den Kerlen hinterher, macht aber dann ihre Arbeit wieder weiter.

Mit verschwommenem Blicke, kommt Molly wieder langsam zu sich. Ihr Blick wandert langsam von den Dielen auf dem Boden an ein Fass und enge Holzwände. Langsam zu sich kommend, spürt Molly auch sogleich das bekannte Schaukeln und das Geräusch des Meeres. Kaum Zweifel daran hegend, das Molly sich auf einem Schiff befindet, versucht sie sich über das Gesicht zu reiben... doch es geht nicht. Sie bemerkt, das ihre Hände hinter dem Rücken zusammengefesselt wurden. Das Seil verursachte ein schmerzhaftes brennen an den Handgelenken. Auch die Kopfschmerzen, waren kaum auszuhalten.

Wenige Augenblicke später trampelten laute Schritte auf Molly zu. Nachdem eine Kette durch das Türschloss gezogen wurde, prallte das helle Tageslicht durch die Luke auf den Eingang ihres Gefängnisses. "Raus mit Dir, der Käp will dich sehen!" mit einem unsanften Tritt in ihre Magengegend sackte Molly wieder in sich zusammen. Der Matrose zog sogleich ihren Kopf an den Haaren empor und blickte grinsend in ihre Augen. "Ich sagte, aufstehen du Misststück" Noch von dem Tiefschlag hustend raffte sich Molly auf und holt zu einem Kopfschlag gen den Matrosen aus. Daraufhin knackste es an der Nase des Matrosen, woraufhin dieser benommen zurückkippte, aus dem Verschlag hinaus. Molly erhob sich sofort und sprang über den am Boden liegenden Matrosen aus dem Verschlag. Doch die Wucht einer heransausenden Faust im Gesicht stoppte ihren Fluchtversuch schlagartig. Bewusstlos sank Molly auf die Bretter des Unterdecks.

Erneut öffnete Molly langsam die Augen und fand sich an Deck des Schiffes wieder. Ein Zweimaster ohne eine Fahne. Die Segel glichen alten Leichentüchern und die Flanken des Schiffes waren wohl schon öfters ausgebessert worden. Im Sekundentakt kam ein Geräusch wieder auf sie zu: *Plock, Plock, Plock* Molly hob den Blick etwas an und sah auf einen Mann dessen Hemd ein hohen Kragen aufwies, sowie auf dem Kopf ein Dreispitz thronte und sich eine lange tiefe Narbe über das Gesicht bis in den grauen Vollbart hinein zog. Ein breites grinsen in Richtung Molly, zeigte seine fahlen und dunkelgefärbten Zähne, wovon einer davon Schwarz wie ein dunkler Edelstein schien. "Na Püppchen, siehst so Hilflos aus, wie fühlt man sich denn so dabei... hmmm??" beugte sich der Mann zu ihr herunter.

"Was verdammt nochmal wollt ihr Dreckschweine von mir?" erwiderte Molly mit angehobenen und vor Wut zitternden Lippen. "Nun... entschuldigt meine Manieren. Dann werde ich der Madam mal auf die Sprünge helfen müssen" Der Mann erhob sich wieder und blickte einen Moment über das Deck, dann wieder zu Ihr hinab. "Ich bin Käptain Fahlbart, ich kommandiere die Arelia hier. Ein kleines Schiff was ich erbeutete... nachdem DU Hure mein Schiff zerstört hast!!!" Die Lippen zuckten nun wütend nach den letzten Worten und sein Blick verengte sich scharfsehend auf Molly. "Dein Schiff? ...was redet ihr für einen Mist?" Molly versuchte sich dabei zu erheben, doch dank den Eisenfesseln und der kurzen Kette die am Mast befestigt war, kam sie nicht weiter wie in die Knie. "Die Windrose... ich weiß das DU ihr letzter Käpt´n warst. Und nun... mal sehen was ich noch mit Dir vorhabe..." Fahlbart erhob sich wieder und streichte sich nachdenklich über seinen Bart. "Vielleicht Kiel holen lassen... den Männern mal wieder Spaß haben lassen... dich auspeitschen... ach mir wird schon noch was einfallen bis heute Abend." ruckartig drehte Fahlbart sich wieder von ihr weg und plockte mit dem Holzbein auf dem Deck davon. Molly biss die Zähne zusammen und nach mehreren Versuchen, sich von den Fesseln zu lösen sackte sie erschöpft auf den Boden zurück. Worauf auch schon ein Matrose mit einer verschobenen Nase auf sie aufmerksam wurde. Um das dunkelgefärbte Nasenjoch befand sich noch einiges von Blutresten. "Verdammte Hure!!!" Sogleich holte er auch schon mit der Faust aus, die kurz darauf das Gesicht von Molly wieder traf. Das ganze zweimal wiederholend, sackte Molly erneut Bewusstlos auf die Bretter.

Von den stechenden und drückenden Schmerzen geplagt, kommt Molly wieder hustend zu sich. Diesesmal schmerzt ihr ganzer Körper und an den Handgelenken bilden sich Blutergüsse. An einen Deckenbalken angekettet, befinden sich mehrere Schlafmatten um sie herum. Ihr Körper voller Striemen und blau-grünen Druckstellen. Ihr Haar zersaust, die Kleidung zerrissen. Benebelt von den starken Kopfschmerzen und den unwirklichem Lärm in ihrem Traum sieht sich Molly um, ungläubig der Realität und mit verlassenen Kräften sackt ihr Kopf wieder hinab und ihre Augen schließen sich schmerzerfüllt.

Kühles Salzwasser brennt nun plötzlich an ihrem ganzen Körper, als Maat Foley, Molly unsaft mit mehreren Eimern Wasser zu sich kommen lässt. Geblendet von der heißen Sonne und mit schmerzerfüllten Blicken versucht Molly wieder aufzusehen. Diesesmal befand sie sich wieder an den Ketten auf dem Deck, vor dem Mast. Zum reden kaum im Stande, bewegen sich nur ihre ausgetrocknete Lippen, dennoch kommt kein lauter Ton hervor.

"Nun kleine Malone, das Leben scheint wohl Gerechtigkeit eingefordert zu haben, ne?" Mit krankem und psychotischem Unterton tritt der Käptain wieder an sie heran. "Wir sind bald da, ich habe dir noch ein letztes Geschenk"

Molly zog die Augenbrauen zusammen und blickte erschöpft und trotzdem wütend den Käptain an. Heraus kam ein hauchendes: "W..w..was?" Fahlbart lies Molly dann einfach fallen und erhob sich mit Gelächter. "Was? Warum so ungeduldig? Überraschung!" seine Stimme verebbte dann im gemeinsamen Gelächter der Mannschaft und dem Kapitän.

Sie brachte nichtmal mehr ein seufzen über die Lippen, als sie sich dann wieder dicht an den Mast kauerte, sich den anzüglichen Blicken der Matrosen mit tief zwischen den Armen und den Knien vergrabenem Kopf zu umgehen versuchte, spürte sie den wärmlichen Südwind an ihren Wunden. Wie auf Wolken gleitend verfiel sie erschöpft in ihre Träume.

Verschwommen sieht sie auf, als das kleine Schiff plötzlich mit Kanonenangriffen bombardiert wird. Salzwasser peitscht aus allen Richtungen in Ihr Gesicht. Sie erkennt dabei ein gräuliches mit Algen und Muscheln verziertes Schiff. Dreiläufige Kanonen zerfetzen das kleine Schiff binnen Minuten, die Piraten konnten kaum Gegenwehr leisten so schnell wie das Schiff von der See nun verschluckt werden würde. Untote gestalten wandeln plötzlich auf dem Deck umher die grausam die Piraten hinrichten. Molly´s Lippen formen sich dabei zu einem Schmunzeln, doch schnell verebbt ihr Gesicht wieder in Panik. Denn niemand kümmert sich um Sie. An den Mast gefesselt versucht sie sich zu befreien, doch vergebens... Wasser dringt an ihre Füße, sekunden später an ihre Brust und schon ist ihr Kopf Unterwasser. Mit aller Gewalt, versucht sie sich zu befreien doch alle Mühe scheinen vergebens. Das Wasser dringt in iher Lungen ein...als...sie dann ein Tritt in die Seite vernimmt.

"Wach auf Miststück, wir sind gleich da!" brummte der Maat sie an. Hustend kam Molly zu sich und sah sich entsetzt um. Es war alles beim alten... ein verdammter Traum.. ihre Gedanken spielten sich darum, ob der Traum nicht die bessere Alternative gewesen wäre, als das ganze hier.

"Malone, Malone, Malone..." tritt Fahlbart an Molly heran. "Deine Zeit ist hier zu Ende hübsche Hure" Molly blickte mit hasserfülltem Blick gen den Mann auf und trotz ihrer trockenen Kehle gelang es ihr, diesem ins Gesicht zu spucken. '"dreckiger Pir..." ' Kaum die Worte in den Mund gelegt, wird ihr reden sofort mit einer Ohrfeige eines Matrosen wieder unterbrochen.

Dabei reibt sich Fahlbart über das Gesicht. "Foley!!" sieht er zu seinem Maat hinüber und winkt diesen herbei. "Stech dieser dreckigen Misthure die Augen heraus und wirf sie über Bord!" erzürnt klangen die Worte des Kapitäns an den Maat, worauf dieser sich einfach von Molly abwendete.

"Nein...Nein...Lasst mich los ihr Schweine... Ihr werdet es büßen... Drecksp.." erneut bekam sie wieder die Wucht einer Faust zu spüren. Zwei Matrosen pressten die sich mit aller Kraft wehrende Molly auf das Deck, während der Maat einen Dolch von seinem Gürtel nahm.

Molly versuchte sich zu winden und zu wehren, kam dennoch nicht gen die Kraft der kräftigen Matrosen an. Schmerzerfüllt schrie sie auf als die Klinge sich in ihr rechtes Auge bohrte. Tränen mit Blut gemischt floß ihr die Wange herab. Bitterlich und voller Schmerzen flehte Molly nun den Maat an: "Nein... bitte... nein... nicht!!" als sich die Klinge nun zu ihrem linken Auge bewegte. Die zwei kräftigen Matrosen hatten alle Mühe, Molly zu fixieren. Sie pressten die Hände auf ihre Stirn um sie festzuhalten. Während die Klinge sich ihrem linken Auge näherte, wurde das Schiff mit einem lauten krachen erschüttert.

"Schiff Steuerbord!!!" klang eine grelle, erschrockene Stimme aus dem Krähennest. Der Maat schaut zur Steuerbordseite und riss die Augen auf als ein Geschoss auf ihn zuflog und knapp über Molly hinweg den Maat von ihr herunter Riss. Schockähnlicher Zustand machte sich nun auch bei den Matrosen breit. Sie ließen Molly los und rannten zur Steuerbordseite.

"Beim Klabautermann, wo kommt dieses Schiff nun her?" " ...an die Kanonen ihr Schlappschwänze!" die Stimme des Kapitains überschlug sich dabei. Erneut flogen Geschosse über das Deck und durchschlugen alles was ihnen im Weg stand. Lärm, Geschrei und Qualm... Molly konnte mit ihrem linken vertränten Auge nur noch schemenhaft erkennen was passierte. Sie fühlte aber nun, das sich der Metalanker der Kette gelöst hat. Sofort blickte Molly wieder prüfend um sich... alle waren panisch beschäftigt und keiner der sie nun aufhalten könnte. Sie nahm alle Kraft zusammen und erhob sich, so schnell sie konnte rannte sie zur Backbordseite los und sprang über die Reling.

Kapitel 2[]

Der Überlebenswille:[]

Molly´s wimpern öffneten sich langsam und mühsam. Kaum zu sich gekommen, brannten die Schmerzen sich in ihren Kopf. Ihr ganzer Körper fühlte sich Krampfhaft an. Eine Last als würde sie einen Elefanten auf dem Rücken tragen. Eine Mischung aus Salzwasser und Sand drang immer wieder an ihre spröden Lippen. Die Sonne brannte auf ihrer Haut und in den Wunden. Jeder Blick schmerzte und fühlte sich wie ein erneuter Stich in ihr rechtes Auge an.

Immer mehr nahm sie das Rauschen der Wellen wahr und hob letztendlich erschöpft aber neugierig ihren Kopf an, etwas zu sehen. Verschwommen nahm sie Palmen und ein Sandstrand wahr. Alles wirkte wie in einem Traum. Ihr linkes Auge getrübt vom Salz, ihr Blick durch das rechte Auge blieb Ihr verwehrt und Dunkelheit breitete sich damit aus. Es brannte als würde ein heißes Eisen darin stecken. Angestrengt robbte Molly sich mit gefesselten Füßen und Händen den Sandstrand hinauf. Nach gefühlten Stunden, erreichte sie ein kleines Dickicht, das sie wohl sicherlich zu Fuß in wenigen Augenblicken geschafft hätte und blieb erschöpft im schützenden Schatten vor der brennenden Sonne darunter liegen.

Als sie erneut wieder zu sich kommt, sind ihre Gedanken weit entfernt. Iva...Jin.. Mara.. und all die anderen... wenn Molly nun kein Überlebenswillen zeigt, wird sie alle nie wieder sehen. Sie Begriff, das dies nicht nur Leute waren, die wegen Geld oder Arbeit bei ihr waren... es waren Freunde. Die Worte Jin´s hinterließen Eindruck nun. Molly blinzelte kurz und blickte sich dann um. An einem Stamm einer Palme presste sie ihren Rücken dagegen und robbte sich in eine sitzende Position. Um sie herum nur Palmen und dunkles Dschungel-Dickicht, vor ihren Füßen der Strand und das wie Diamanten glitzernde Meer.

Sie fing an, die Handfesseln an der Palme zu reiben... doch es war vergebens, das Metal war stärker wie das Holz. Seufzend und Hilflos sackte sie wieder in sich zusammen als sie ein schnelles und näher kommendes Rascheln hinter sich vernahm.

Molly hielt den Atem an und presste sich gen die Palme. Ihren Blick gespannt zur Seite legend was da auf sie zu kam. Erst ein Stock dann ein Fischartiges Wesen was sich aus dem Gebüsch schlich. Sein Blick wohl bemerkt auf den Strand gerichtet, dreht der Murloc seinen Kopf gen Molly. "Mrrrgrggrl" sofort versuchte der Murloc nach Molly zu schnappen. Molly jedoch wehrte sich wehemend mit den Füßen und erwischte den Murloc mit einem beherzten Tritt an seiner Schnauze. Nach einem schmerzenden Gurgeln lies dieser dann ab und flüchtete wieder zurück in den Dschungel.

Molly seufzte erschöpft. Sie mußte nun weg von hier... ehe die Kreatur mit mehreren zurückkommt. Immer wieder versuchte sie sich dabei, aus den Fesseln zu lösen, doch außer Schmerzen änderte sich nichts an ihrer Lage. Mit kleinen Dribbelschritten schaffte sie es, sich fortzubewegen. Nach einem Tagesmarsch durch das Dickicht des Dschungels, kam ein sanfter kühler Wind auf. Kurz darauf hörte sie auch schon ein lautes prasselndes Geräusch auf den Blättern über ihr. Regen fiel Augenblicke später auf die Fauna nieder. Molly schloß die Augen und genoss das kühle Nass. An einem Blatt rinnte das Wasser wie ein kleiner Wasserfall herab. Molly öffnete ihren Mund und stellte sich unter das Blatt. Molly trank immer mal wieder von dem Regenwasser. Durchnässt setzte sie sich daraufhin auf einen entdeckten Fels in der Nähe. "Fels.. Fels!" einleuchtend fing sie damit an ihre rostigen Handschellen an dem Stein zu wetzen. Dennoch, verließ sie ihre Kraft irgendwann und sie kippte erschöpft um und schlief ein.

Tag 2:

Als sie zu sich kommt, gab es nur eine Aufgabe für sie... diese Handschellen los zu werden. Erneut begann sie am Stein zu scheuern. Tiefe furchen hinterlies das Eisen im Stein, bis es endlich knackte und die Fessel sich löste. Molly hob die Hände vor sich und betrachtete die entzündeten und abgescheuerte Haut an den Handgelenken. "Endlich... nun seid Ihr dran.." sie beugte sich daraufhin vor und beschäftigte sich mit ihren Fußfesseln. Was nun mit Hilfe ihrer Hände und stabilen Steinspitzen schneller gelang. Der Abend war schon wieder im Anmarsch und Molly konnte sich nun nach einiger Suchzeit ein Lager und ein wärmendes Feuer basteln.

Nach einer Nacht voller Stechfliegen, feuchtem Boden und den Schmerzen am ganzen Körper kam Molly wieder langsam zu sich. Das mühevoll angelegte Feuer ist erloschen und die schwüle Hitze des Dschungels macht ihr nun zu schaffen. Irgendwo muß doch etwas zu finden sein, wo sich eine Zivilisation herumtreibt. Molly erhob sich sachte und humpelte angstrengt und voller Schmerzen weiter. Alles sah so gleich aus... als würde sie im Kreis gelaufen sein. Ihr Zustand machte ihr immer mehr zu schaffen. Alles verschwamm vor ihren Augen... sie sah an jeder Ecke plötzlich die Kerle auf dem Schiff, wie sie, sie anblickten. Tiefe Dunkelheit begann hinter jedem Baum. Schweiß perlte von ihrer Stirn ab und Schwindel überkam sie. Die Arme noch tastend vor sich her haltend stoplerte sie über eine Wurzel und Schlug auf den mit Blätter und Moosbedeckten Boden auf. Die Dunkelheit vor Augen überkam sie wieder ...

Tag 3:

Nach einer Nacht voller Stechfliegen, feuchtem Boden und den Schmerzen am ganzen Körper kam Molly wieder langsam zu sich. Das mühevoll angelegte Feuer ist erloschen und die schwüle Hitze des Dschungels macht ihr nun zu schaffen. Irgendwo muß doch etwas zu finden sein, wo sich eine Zivilisation herumtreibt. Molly erhob sich sachte und humpelte angstrengt und voller Schmerzen weiter. Alles sah so gleich aus... als würde sie im Kreis gelaufen sein. Ihr Zustand machte ihr immer mehr zu schaffen. Alles verschwamm vor ihren Augen... sie sah an jeder Ecke plötzlich die Kerle auf dem Schiff, wie sie, sie anblickten. Tiefe Dunkelheit begann hinter jedem Baum. Schweiß perlte von ihrer Stirn ab und Schwindel überkam sie. Die Arme noch tastend vor sich her haltend stoplerte sie über eine Wurzel und Schlug auf den mit Blätter und Moosbedeckten Boden auf. Die Dunkelheit vor Augen überkam sie wieder.

Die Dämmerung setzte ein, der leichte Wind der durch die Fauna bläst gibt heulende Geräusche von sich und das Nachtleben in der Wildnis begann. Molly kam wieder zu sich, vor ihrer Nase eine herabgefallene Bananenstaude, als hätte jemand diese vor sie hingelegt. Mollys Hand streckte sich nach einer fast reifen Banane aus als sie ein Zischen vernimmt. Haarige Beine, eines um das andere taucht plötzlich hinter der Staude auf. Die großen schwarzen Augen auf dem behaarten Insekt blickte Sie nun an, ehe die Vorderbeine sich in die Höhe reckten. Eine Tarantel ging auf Angriffsposition. Molly schreckte zurück und blieb wie ein Stein sitzen. Nur ihre Augen bewegten sich suchend umher. Unweit von Ihr griff sie blitzschnell einen Ast und schwang diesen auch gleich in Richtung der Tarantel die im selbigen Moment den Angriff wagte. Die Wucht des Astes traf das Spinnentier und schleuderte es einige Schritte zurück. Benommen die Beine umherfuchtelnd, ergriff sie letzendlich die Flucht.

Vorsichtig näherte sich Molly wieder der Staude und riss drei reife Bananen ab. Es wurde wieder Zeit ein Nachtlager zu finden, bevor es gänzlich Dunkel wird. In der Nacht, wäre sie jeglichem Tier hilflos ausgesetzt. Mit Stöckchen und einem gefunden stück Holz sowie trockene und gesammelte Ästchen machte sie sich wieder ein Feuer. Wohlig seufzend, als gäbe es nichts genüsslicheres, isst sie die Bananen dann auf. Dem Flammenspiel zuschauend verloren sich ihre Gedanken wieder.

Tag 4:

Das Feuer glimmte vor sich hin, der Tau der Blätter fiel in Molly´s Gesicht als sie erwachte. Vereinzelte Sonnenstrahlen drangen auf die kleine Lichtung und erwärmte das Umfeld. Immer noch schwach aber nun gestärkt ihren Weg fort zu setzen, machte sich Molly daran, ihren Weg durch den Dschungel weiterzugehen. Die Gedanken in ihrem Kopf kämpfen gegeneinander. Nach alldem was passiert ist, würde sie am liebsten ihr Leben alleine hier im Dschungel verbringen. Doch ohne einen Arzt, wird sie wohl nicht lange genug Überleben, geschweige denn wird sie mit der aktuellen Lage nur als Tiernahrung enden. "Menschen..." angewiedert schüttelt sie den Kopf und blickt hinter dem liegenden Baumstamm hervor um die momentane Lage einzuschätzen. "Warum gerade ich, warum haben sie mich nicht gleich einfach im Zimmer umgebracht..." War er der Überlebenswille, der sie dazu bringt, immer weiter zu gehen und weiter zu kämpfen? Eigentlich könnte sie nun sterben... und alles hätte ein Ende... vielleicht sieht sie Gregory dann wieder... doch als sie in die Ferne blickt, realisiert sie plötzlich das Geräusch von knackenden Ästen hinter sich, gefolgt von einem tiefen und markerschütternden Grollen. Molly drehte langsam den Blick hinter sich und riss die Augen auf. Ein schwarzer Panther dessen Schulterhöhe nicht viel geringer ist als sie selber und Reißzähne die so lange sind wie ihr Unterarm, schnüffelt den letzten Pfad von Ihr entlang, geradewegs auf das Lager zu.

Molly begab sich erst schleichend vom Lager weg und wurde dann immer schneller. Die Geräusche hinter sich kamen nun näher, ein Brüllen das ein Trommelfell platzen könnte und das leichte Beben der donnernden Tatzen auf dem Boden lies Molly nun rennen. Ihr Blick huschte wieder nach hinten um zu sehen wie weit ihr Verfolger weg ist. Blätter und Äste peitschten ihr beim gerade aus schauen wieder ins Gesicht, als helles Sonnenlicht und wurzeln auf dem Boden sie fast zu Fall brachten. Stolpernd und mit dem Gleichgewicht kämpfend versuchte sie ihren Sprint abzubremsen als die Klippe wie aus dem nichts vor Ihr auftauchte. Der Abgrund kam näher und Molly rutschte über die Kante hinweg, genau in Richtung des tosenden und reißenden Flusses.

Wie eine Hand die nach ihr Griff bekam sie eine herausstehende Wurzel zu fassen und klammerte sich mit all ihrer Kraft die ihr noch blieb daran fest. Ein wildes Schnauben lies Molly´s Blick erstarrt nach oben sehen. Der Panther schürfte mit den Pfoten auf dem Boden herum als folgend dessen Nase sich in ihr Blickfeld über die Kante drängte. Molly sah wieder nach unten... sie war in der Falle. Den Sprung ins Wasser oder der Panther? Beides war Aussichtslos.

Als es merkwürdig ruhig wurde und sie außer dem tosen des Wassers nichts vernehmen konnte, zog sich Molly angestrengt und mit ihrer allerletzten Kraft nach oben und lugte vorsichtig über die Kante hinweg. Der Panther war plötzlich weg. Molly zog sich mit stöhnenden und erschöpften Geräuschen nach oben. Heftig Atmend und mit einem rasenden Puls sah sie wieder in den Dschungel. "Nur weg hier" war ihr erster Gedanke. Am Fels entlang verlief ein kleiner Pfad, sie stützte sich dabei nahe an den Fels ab, unbemerkt dessen, das ihre Hände schon ganz blutig waren vom festhalten und hochklettern der groben Wurzeln und Felsen. Erschöpft und kraftlos sackte Molly an einem breiteren Stück auf die Knie. Jeder Atemzug schmerzte und der Puls pochte in Ihr wie die Tritte eines Elefanten.

Molly konnte sich einfach nicht mehr auf den Knie´n halten, verlor das Gleichgewicht und sackte auf den Boden nieder, wo die Dunkelheit der Bewusstlosigkeit sie wieder überkam.

Ein verschwommenes Gesicht baute sich kurze Zeit später schemenhaft vor Molly´s Augen auf. Iva? Nein! Das kann nicht sein... nur ein Traum! Stimmen... von Iva.. Jin.. und Irving? Sieht so das Reich der Toten aus? Aber... wenn Molly Tod ist... sind es die anderen auch? Nein... Niemals...

"Molly... Molly... ich bin´s... Iva..!" schallte es immer wieder in ihrem Kopf. Ivanya´s Worgengesicht wurde immer klarer. Es konnte kein Traum sein. Plötzlich spürt sie die Hände in den Achseln und wird angehoben. Sie sieht sich um und sieht das Gesicht eines Pandaren. Angestrengt versucht sie sich ein Überblick über die Situation zu machen... doch es wurde nur Dunkelheit daraus.

Molly kam auf Palmwedel gebettet wieder zu sich... Ivanya über Ihr gebeugt, diesesmal mit ihrer Menschlichen Form. Sie legte die Hand auf Molly´s Schultern und redete immer wieder gutes zu, was sie nicht richtig registrierte dann. Molly zuckte bei jeder Berührung zusammen, die Muskeln verhärteten sich und alles in ihr zog sich zusammen dabei. Der Atem und ihr Puls raste. Dennoch gewöhnte sich Molly an Iva´s vertrautes Gesicht. Bis tief in die Nacht war sie die einzige bisher, an dessen Berührung sich Molly nun gewöhnt hatte.

Immer wieder wachte sie panisch stöhnend und schweißgebadet auf. Die Augen aufgerissen und nur geradeaus starrend. Ob diese Alpträume jemals enden werden? Die Tage waren ihr fast so Dunkel wie die Nächte, gezählt hatte sie sie nicht. Jincheng trug sie als wäre sie eine handliche Umhängetasche. Immer wieder wachte sie in den Armen und dem weichen Fell des Pandaren auf. Sie blickte auf sein Kinn und das Gesicht das einen recht konzentrierten Eindruck machte und diszipliniert umher blickte. Wohin es ging, konnte sie nicht herausfinden... ihre Blicke trafen immer wieder Ivanya und Mold. Doch nachdenken... daran war nicht zu denken. War es Hass, Traurigkeit, Schamgefühl... es war irgendwie alles zugleich. Sie drückte sich dann wieder in das Pandarenfell als würde sie sich darin verstecken wollen

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