Die Aldor Wiki
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Das Königreich Lordaeron war einst eines der mächtigsten Menschenkönigreiche und befindet sich im Norden der Östlichen Königreiche, südlich von Quel'Thalas. Der Name geht auf einen General Thoradins zur Zeit der Trollkriege zurück: Lordain opferte sich in einem selbstlosen Akt, um den Menschen und Hochelfen zum Sieg zu verhelfen und ein fruchtbarer Landstrich Tirisfals wurde ihm zu Ehren "Lordaeron" genannt.[1] Lordaeron fiel im Dritten Krieg durch die Geißel[2] und wurde fortan von mehreren Fraktionen beansprucht: den Verlassenen unter Sylvanas Windläufer[3], dem Scharlachroten Kreuzzug[3], den Überresten der Geißel[3] sowie jüngst auch dem Argentumkreuzzug unter Tirion Fordring.[4]

Hintergrund[]

Lordaerons Aufstieg (1.200 vDP)[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Im Laufe der Zeit gewannen Arathors ursprüngliche Außenposten zunehmend an Autonomie und die Kontrolle Stroms schwand. Während sich Kul Tiras auf seine Flotte konzentrierte und Gilneas gemeinsam mit Alterac Unternehmungen bis Khaz Modan unternahm, zogen viele Adelige aus dem gebirgigen Arathor weiter in die fruchtbaren Täler nördlich von Strom und begründeten ihren eigenen Stadtstaat: Lordaeron. Die Adeligen nutzten ihren Reichtum, um zahlreiche Landstriche aufzukaufen, welche in früheren Zeiten besiedelt wurden, darunter Agamands Mühlen und die Bauernhöfe der Familien Balnir und Solliden.[5] Die Grenzen des Stadtstaates um Capital City weiteten sich rasch aus und Lordaeron wuchs zu einem richtigen Königreich heran.[6]

Nach den Trollkriegen begannen zudem einige menschliche Priester, Visionen von engelsgleichen Wesen zu erhalten. Ihnen war nicht bewusst, dass sie mit einem der Naaru in Kontakt getreten waren, der einige Menschen auf den Pfad des Lichts führte und ihnen beibrachte, das Licht zur Heilung zu nutzen. Diese Priester begründeten auch eine religiöse Bewegung, welche auf Gerechtigkeit, Frieden und Altruismus basierte und beim gemeinen Volk rasch an Beliebtheit gewann und Pilger anzog.[6] Jene Kleriker verbreiteten ihren Glauben auch über Lordaerons Grenzen hinaus und einige von ihnen reisten bis in das südliche Sturmwind und legten damit den Grundstein für die Kleriker von Nordhain.[7] Darüberhinaus hielten sich die Beziehungen zu dem südlichsten aller Menschenkönigreiche allerdings in Grenzen.[8]

Vor dem Ersten Krieg (~21-18 vDP)[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Während ein junger Medivh im Koma lag, genoss Azeroth eine Zeit relativen Friedens, auch wenn dies nicht bedeutete, dass die Welt sicher war. Konflikte bestimmten auch weiterhin das tägliche Leben: Stämme bekämpften andere Stämme, Dörfer stritten mit anderen Dörfern und Königreiche spionierten andere Königreiche aus. In den Östlichen Königreichen betrieben die Menschen regen Handel mit Zwergen, Gnomen und Hochelfen. Manche Nationen, wie etwa Lordaeron, dienten als regionale Führungsmächte und Vorreiter. Sie schlichteten Streitigkeiten zwischen kleineren Königreichen und setzten ihr mächtiges Militär ein, um die Ordnung im Land zu wahren.[9]

Zweiter Krieg (~4/5-7 nDP)[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Lordaeron war im Ersten Krieg als solches nicht beteiligt, allerdings das Ziel der Überlebenden des gefallenen Sturmwinds unter Anduin Lothar. Terenas hieß die Flüchtlinge willkommen und beschloss, die Nachbarkönigreiche über das Berichtete zu informieren.[10] Nach Lothars Schilderungen einer ihm unbekannten Rasse, den "Orcs", beschloss Terenas, dass Varian an seinem Hof verbleiben könnte und sicherte ihm die Unterstützung bei der Rückeroberung seines Throns zu.[11] Zugleich nahm er die Warnung Lothars vor dieser "Horde" sehr ernst und ließ die Könige der Nachbarreiche zusammenrufen, um sich auf einen neuen Krieg vorzubereiten.[12]

Die Horde ließ dann auch nicht allzulange auf sich warten. Nach ihrem Einfall in Khaz Modan[13][14][15][16] zog die Horde weiter nach Norden und lieferte sich mit der neuen Allianz von Lordaeron Gefechte im Vorgebirge des Hügellandes[17][18][19], zur See[20], im Hinterland[21] und in Quel'Thalas.[22][23][24][25][26] Gul'dans Verrat zwang Orgrim Schicksalshammer schließlich dazu, die Belagerung Lordaerons abzubrechen und den Rückzug nach Süden zur Schwarzfelsspitze anzutreten.[27][28][29] Anduin Lothar und Turalyon schlossen wiederum ihre Truppen zusammen und jagten mit vereinten Armeen hinter der fliehenden Horde her.[30][31] Der Zweite Krieg endete schließlich mit der Zerstörung des Dunklen Portals.[32][33]

Schicksalshammer wurde von Turalyon in Terenas' Obhut gebracht, welcher Angriffe auf die Kreatur verbot. Spott und Buhrufe waren freilich gestattet, denn es wurde für gut befunden, die Moral der Truppen dadurch zu stärken.[34]

Die Asche zweier Kriege (ab ~8 nDP)[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Nach dem Ende des Zweiten Krieges fanden in jeder Allianzstadt Siegesfeiern statt. Menschen, Zwerge, Gnome und Hochelfen zelebrierten ihren Triumph, bevor die harte Realität sie wieder einholte. Der Krieg hatte die Östlichen Königreiche verheert und zahllose Dörfer und Städte waren von der Horde in Schutt und Asche gelegt worden. Die Herrscher erklärten sich bereit, ihre Mittel zu bündeln und die vom Krieg verwüsteten Nationen zu heilen. Zudem galt es zu klären, wie man mit Alterac verfahren sollte, welches im Krieg die Horde unterstützt hatte.[35][36][37]

Auch die Internierungslager, in welche man die gefangenen Orcs eingesperrt hatte, sorgten für Spannungen aufgrund der entstandenen Kosten. Einige Angehörige des großen Bündnisses plädierten dafür, die Orcs wie wilde Tiere einfach abzuschlachten, während andere für eine lebenslange Gefangenschaft waren.[38] Zudem

Jahre vergingen, in denen die Spannungen nachließen und Frieden in Lordaeron herrschte. Die Menschen arbeiteten unermüdlich daran, das Königreich neu aufzubauen und die verbliebenen Nationen der Allianz zu unterstützen. Die Paladine bewahrten Recht und Ordnung im Land, indem sie zivile Dispute schlichteten und Aufstände im Keim erstickten. Auch Prinz Arthas, der einzige Sohn des Königs, wurde in den heiligen Orden aufgenommen.[39] Trotz der Jahre des Friedens wuchs in Lordaeron allerdings die Angst vor erneuten Kämpfen, nachdem Orgrim Schicksalshammer entkommen war.[39]

Kel'Thuzad und der Kult der Verdammten (ab ~15 nDP)[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Kel'Thuzad am Frostthron.

Während die Orcs allmählich in eine tiefe Lethargie verfielen[40], begann der von Kil'jaeden erschaffene Lichkönig bereits in Nordend, seine Macht auszubauen[41] Sein Ruf wurde unter anderem von Kel'Thuzad vernommen, einem Mitglied im Rat der Sechs aus Dalaran, welcher begonnen hatte, Nekromantie zu studieren.[42][43]

Als Kel'Thuzad auf Geheiß des Lichkönigs Lordaeron erreichte, gab er sich als Heiliger aus und predigte über die Verheißungen einer neuen Religion. Mit Demagogie gewann er die unteren Schichten für sich, während er Adelige und Landbesitzer mit dem Versprechen gewaltiger Macht und Unsterblichkeit lockte. Als die Jahre vergingen, schlossen sich mehr und mehr Menschen Kel'Thuzads Sache an und begründeten damit den "Kult der Verdammten" bekannt. Die Kultisten errichteten ihr Hauptquartier in den Katakomben einer uralten Festung namens Scholomance. Dort unterwies Kel'Thuzad seine loyalsten Kultisten in der Totenbeschwörung.[44][43]

Über die Jahre breitete der Kult der Verdammten zudem seine Kontrolle über den Ostwald, die Kornkammer Lordaerons, aus. Der Geheimbund kontrollierte viele wichtige Orte, allen voran Andorhal, den wichtigsten landwirtschaftlichen Umschlagplatz der Region.[45]

Thrall und die Neue Horde[]

Roman.png Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.

Am Scheiterhaufen des gefallenen Orcs zollt Thrall Orgrim Schicksalshammer seinen Respekt.

Nachdem Thrall aus Aedelas Schwarzmoors Internierungslager in Burg Durnholde geflohen war[46][47][48], machte sich der Sohn Durotans auf die Suche nach weiteren Orcs.[49] So stieß er zunächst auf Grommash Höllschrei und die Überreste des Kriegshymnenklans[48][50] und schließlich auf den Frostwolfklan.[51] Durch Grom erfuhr auch Orgrim von Thrall und machte sich auf den Weg zum Frostwolfklan.[52]

Gemeinsam mit Thrall vereinte Orgrim Schicksalshammer die verbliebenen Stämme wieder zu einer schlagkräftigen Armee mit dem erklärten Ziel, die Internierungslager zu erstürmen und die Orcs aus ihrer Gefangenschaft zu befreien.[53] Thralls Entschlossenheit brannte die Lethargie, die die Orcs so unterwürfig gemacht hatte, Stück für Stück hinweg, und mit jedem gestürmten Lager wurde die neue Horde größer und stärker.[54][55] Mit fast zweitausend Mann[56] marschierte die Horde, an deren Spitze nach Schicksalshammers Tod nun Thrall stand, schließlich gegen Aedelas Schwarzmoors Festung Durnholde.[57]

Durch die Eroberung Durnholdes kam die Verwaltung in den Gefangenenlagern schlagartig zum Erliegen und die neue Horde hatte keine Mühe, die Insassen im Rest der kleineren und abgelegeneren Lager Lordaerons zu befreien. Thrall setzte seine Streitmacht allerdings nicht ein, um Krieg gegen Lordaeron selbst zu führen. Stattdessen zog er mit seinem Volk durch die Östlichen Königreiche auf der Suche nach einer neuen Heimat.[54] Für die Allianz von Lordaeron war die Zerstörung der Lager wiederum der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.[54][58] Mehrere Königreiche verkündeten indes allerdings auch, dass sie nicht bereit waren, einfach zuzuschauen, wie die Allianz zerbrach - dazu gehörte auch Lordaeron.[59]

Die Dunkelheit breitet sich aus[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Nachdem die Allianz geschwächt war und Sturmwind mit inneren Konflikten zu kämpfen hatte, schien der perfekte Zeitpunkt gekommen, um die Pläne des Lichkönigs umzusetzen. Kel'Thuzad und seine Totenbeschwörer setzten die Seuche des Untodes in den Kornkammern Andorhals frei, ohne dass die Einwohner erkannten, welche Bedrohung nun in ihren Nahrungsmittelvorräten lauerte. Die Verderbnis des Getreides war nach außen hin nicht zu erkennen. Händler transportierten ihre tödliche Fracht auf den üblichen Handelsrouten, und unschuldige Bürger verzehrten das frisch eingetroffene Getreide. Mehrere Tage vergingen, ehe die ersten Anzeichen darauf hindeuteten, dass etwas nicht stimmte. Es begann in den Dörfern und Städtchen, die Andorhal am nächsten lagen: Beschwerden über Müdigkeit und leichtes Fieber wurden laut, vor allem unter den Jüngsten und den Ältesten, bevor ganze Familien und schließlich ganze Dörfer erkrankten.[45]

Der Dritte Krieg[]

Die Geißel von Lordaeron und Medivhs Warnung[]

WC3Logo.png Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.

In Lordaeron breitete sich die Seuche des Untodes immer weiter aus. Heilsalben und -tränke konnten der Krankheit nicht beikommen, und nicht einmal die ansässigen Priester vermochten das Leid der Opfer durch heilige Magie zu lindern, es sei denn, sie behandelten die Infektion bereits in ihrem frühesten Stadium. Schon bald erreichten die Berichte über die Seuche auch Lordaerons Hauptstadt, aber niemand wusste, was davon zu halten war. Terenas wollte keine Ressourcen für die Untersuchung dieser Seuche anwenden, bis er über mehr Informationen verfügte. Es widerstrebte ihm, Soldaten zu entbehren, damit sie Dörfer unter Quarantäne stellten, wo in anderen Teilen seines Königreichs befreite Orcs umherstreiften. Die Horde war in seinen Augen die unmittelbare Bedrohung.[60] Medivh, der zurückgekehrt war, um die Menschheit vor dem drohenden Unheil zu warnen[45][61], stieß bei Terenas entsprechend auf taube Ohren, als er den König davon überzeugen wollte, nach Kalimdor zu segeln.[62][63]

Medivh an Terenas' Hof.

Terenas waren die befreiten Orcs ein beständiger Dorn im Auge. Die Vorstellung, dass ihre größten Feinde Die Vorstellung, dass ihre größten Feinde frei durchs Land streiften, hatte die Nationen der Allianz zu den Waffen greifen lassen, und auch Terenas hatte seine Truppen entsandt, einschließlich der Paladine, um die Orcs zu besiegen. Medivhs Worte waren für ihn wenig mehr als das Gerede eines Wahnsinnigen.[64][65][66]

Es dauerte nicht lange, bis die Seuche in Lordaeron die ersten Leben forderte. Freunde und Familien trauerten um die Opfer, nichtsahnend, dass sie ihre Lieben nicht zum letzten Mal gesehen hatten. Die Zahl der Opfer stieg und Meldungen über seltsame Vorkommnisse machten in den entlegenen Winkeln Lordaerons die Runde. Manche sagten, die Leichen von Seuchenopfern würden des Nachts verschwinden; andere behaupteten, die Toten würden sich als stumpfsinnige, wandelnde Leichname aus ihren Gräbern erheben. Kel'Thuzad beobachtete zufrieden, wie das Schicksal des Ostwalds besiegelt wurde. Eine schreckliche Armee nahm vor seinen Augen Gestalt an, bestehend aus untoten Lakaien und den fanatischen Anhängern seines Kults der Verdammten. Kel'Thuzad taufte diese Streitmacht die "Geißel", denn sie war eine Peitsche, mit welcher der Lichkönig Lordaeron züchtigen und die Menschheit in die Knie zwingen würde.[60][43][67]

Die verheerenden Auswirkungen der Seuche[]

WC3Logo.png Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.

Schließlich konnte auch Terenas die Seuche nicht länger ignorieren und da er wusste, dass die Kirin Tor Jaina Prachtmeer zu Untersuchungen schicken würden, erschien es ihm weise, sie dabei zu unterstützen. Entsprechend schickte er mehrere Abgesandte los, angeführt von seinem Sohn Arthas, die Jaina unterstützen und mit ihr gemeinsam den Ursprung der Seuche erkunden sollten.[62][68][69][70]

Die Beschaulichkeit, die den Ostwald einst auszeichnete, war verschwunden und ein Schatten war über das Land gekrochen, der Furcht und Paranoia mit sich gebracht hatte. Für viele der armen Seelen, auf die Arthas und Jaina trafen konnten sie nichts mehr tun, als ihnen aufmunternde Worte zuzusprechen.[70] Im Lauf der Zeit enträtselten Arthas und Jaina das Mysterium der Seuche mehr und mehr und konnten Kel'Thuzad schließlich in Andorhal stellen.[71][72][73][74]

Die Vernichtung von Stratholme[]

WC3Logo.png Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.

Prinz Arthas Menethil in Stratholme.

Nach Kel'Thuzads Tod brachen Jaina Prachtmeer und Arthas Menethil nach Stratholme auf, um den Schreckenslord Mal'Ganis zu stellen, welcher Kel'Thuzad zufolge der Anführer der Untoten sei. Als Arthas entdeckte, dass die Bewohner Stratholmes bereits durch die Getreidelieferungen infiziert waren, fasste er den schweren Entschluss, die Stadt zu säubern. Uthers Weigerung, sich zu beteiligen, wertete Arthas als Hochverrat an Lordaeron. Er richtete ein schreckliches Gemetzel an und legte die Stadt in Trümmer, stets in dem Glauben, das Richtige für die Rettung seines Volks zu tun, doch der Schreckenslord entwischte.[75][76][77]

Während Arthas Mal'Ganis nach Nordend verfolgte[78][79], kehrte Jaina und Uther nach Stratholme zurück. Ein Großteil der Stadt war bis auf die Grundmauern niedergebrannt, und Leichen säumten die Straßen. Jaina brach anschließend nach Dalaran auf und Uther reiste in die Hauptstadt, um Terenas von den Taten seines Sohnes zu informieren.[80] Ein königlicher Abgesandter, der auf Uthers Bestreben anschließend nach Nordend geschickt wurde, um Arthas zurückzubeordern, wurde von dem Prinzen ignoriert.[81]

Erbe des Throns[]

WC3Logo.png Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.

Arthas' Rückkehr nach Lordaeron.

Die Östlichen Königreiche während des Dritten Krieges.

Nachdem Frostgram in Nordend Arthas' Seele verschlungen hatte und er zu einem Diener des Lichkönigs geworden war, fasste der Prinz den Entschluss, nach Lordaeron zurückzukehren.[82] Zur gleichen Zeit traten die Untoten den Rückzug aus dem Ostwald an und verschwanden außer Sicht. Die meisten Menschen hielten dies für ein Zeichen, dass Arthas' in Nordend erfolgreich gewesen war und hießen ihn als triumphierenden Helden willkommen. Die Kunde von Arthas' Nahen sprach sich in ganz Lordaeron herum und seine Gegenwart schien die Hoffnungen vieler zu bestätigen, dass der Prinz sie von der Geißel erlöst habe.[83]

Ein Fest zu Ehren der Rückkehr des Prinzen wurde zu einem Kampf ums Überleben für die Bewohner Lordaerons: Arthas tötete seinen eigenen Vater und lieferte Lordaeron der Geißel aus. Hier und da verblieben zwar kleine Widerstandsnester der Allianz, doch diese konnten nichts tun, außer mit ihrer Sturheit das Unvermeidliche hinauszuzögern.[84][85][86][87] Die Seuche breitete sich nach Terenas' Tod großflächig aus und Lordaeron war nur noch ein Schatten seiner einstigen Größe, als Arthas von Tichondrius beauftragt wurde, den Kult der Verdammten zusammenzurufen und Kel'Thuzads Leiche aus Andorhal zu bergen.[88] Der einst fruchtbare Kornkammer des Ostwaldes existierte nicht länger. Ein Schleier lag über Andorhal und der umliegenden Region und die Energie der Seuche erstickte das Land in giftigem Nebel, der das Sonnenlicht aussperrte. Die Pflanzen verwelkten, das Vieh und die wilden Tiere gingen ein und die Region erhielt einen neuen Namen: die Pestländer.[89]

Die Flucht nach Kalimdor[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Als sich die Geißel Dalaran näherte, drängte Antonidas Jaina, doch noch auf die Warnungen des mysteriösen Propheten zu hören, und nach Westen zu segeln. Nach langen Diskussionen gab Jaina nach und arbeitete unermüdlich darauf hin, möglichst viele Flüchtlinge um sich zu scharen. Nicht jeder, auf den sie stieß, wollte mit ihr gehen, aber viele folgten ihr, und als sie schließlich nach Kalimdor lossegelte, hatte sie Mitglieder beinahe jedes Allianzvolkes in ihrer Gruppe. Einige waren Überlebende aus Lordaeron und Quel'Thalas; andere waren Zwerge und Gnome aus dem Militär der Allianz; und wieder andere waren Menschen aus Stromgarde, Kul'Tiras und anderen Nationen der Region.[90]

Nachwehen des Dritten Krieges[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Nach dem Fall von Quel'Thalas und der Zerstörung des Sonnenbrunnens schwor Kael'thas, sein Volk und sein Königreich wieder aufzubauen. Solange allerdings die Geißel in Lordaeron wütete, konnte es keinen Frieden geben.[91] Kael'thas sammelte seine gesundesten Soldaten um sich und marschierte nach Lordaeron, wo er sich dem Kampf gegen die Untoten anschließen wollte. Zahlreiche Widerstandsnester der Allianz waren über ganz Lordaeron verstreut, wobei sich die größte Gruppe unter der Führung von Garithos im Silberwald verschanzte.[92]

Bürgerkrieg in den Pestländern[]

WC3Logo.png Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.

Nach der Schlacht am Berg Hyjal 21 nDP[93] änderte sich die Machtkonstellation in den Östlichen Königreichen. Illidan Sturmgrimm plante einen Angriff auf den Frostthron, und auch wenn sein Zauber letztlich von den Nachtelfen, die ihn verfolgten, unterbunden wurde, schwächte er den Lichkönig bedeutsam.[94][95][96] Die Essenz des Lichkönigs rann durch die Risse im Frostthron und löste sich auf, und während seine Macht schwand, entglitt ihm auch die Kontrolle über die Geißel. Sein einst so dominanter Wille verblasste allmählich aus dem Bewusstsein vieler Untoter und viele von ihnen waren verwirrt. Einige Mitglieder der Geißel sahen in der Schwäche des Lichkönigs aber auch eine Chance auf Rache und zu jenen zählte Sylvanas Windläufer.[97]

Sylvanas scharte die anderen Untoten um sich, die ihren freien Willen zurückerlangt hatten und plante, Arthas zu vernichten. Sylvanas war aber nicht die einzige, die den Todesritter auslöschen wollte. Varimathras und die anderen Schreckenslords hatten ebenfalls von der Schwäche des Lichkönigs erfahren und sie übernahmen die Kontrolle über einen Teil der Geißel.[98] Arthas war nicht in der Verfassung, diese Aufstände niederzuschlagen, denn gemeinsam mit der Macht des Lichkönigs schwand auch seine eigene Macht. Der einst so gefürchtete und nahezu unbesiegbare Todesritter sah sich nun an mehreren Fronten von Sylvanas und den Schreckenslords bedroht, während ihn der Lichkönig selbst nach Nordend rief.[99][97][100] Nachdem Arthas nur knapp einen von Sylvanas gelegten Hinterhalt überlebte, überließ er Kel'Thuzad die Kontrolle über Lordaeron.[101] Arthas' Abreise brachte der Region jedoch keinen Frieden.[102]

Zwischen dem Zentrum des gefallenen Königreichs und dem östlichen Rand der Pestländer wimmelte es von Untoten, die dem Lichkönig weiter die Treue hielten; im Südosten starteten die Überreste der Allianz unter Othmar Garithos immer wieder Offensiven und zwischen diesen beiden Fraktionen waren zwei untote Rebellenfraktionen eingeschlossen: eine unter der Führung von Sylvanas Windläufer, die andere unter dem Kommando der Schreckenslords. Sylvanas hatte nicht vor, sich einem neuen Meister unterzuordnen und erklärte den Schreckenslords den Krieg. Varimathras war der erste, der ihr unterlag und um der Vernichtung zu entgehen, gelobte er ihr treu zu dienen.[103] Bei Detheroc und Balnazzar zeigte sie keine Gnade und schließlich fiel Unterstadt an sie und ihre Anhänger, welche sie "die Verlassenen" taufte.[102]

Kultur[]

Roman.png Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.

  • Die Glocken wurden nur zu Staatsanlässen geläutet, wie beispielsweise einer königlichen Hochzeit, der Geburt eines Erben, der Beerdigung eines Königs.[85]
  • In Lordaeronischer Tradition wurden Pferde nach ihren Eigenschaften benannt. So hieß Uthers Pferd "Steadfast", das von Terenas "Courageous" und jenes von Arthas "Invincible".[34]

Anmerkungen[]

  1. Chroniken, Bd. 1, S. 131
  2. Warcraft III: Reign of Chaos
  3. 3,0 3,1 3,2 World of Warcraft
  4. World of Warcraft: Cataclysm
  5. Chroniken, Bd. 1, S. 141
  6. 6,0 6,1 Chroniken, Bd. 1, S. 142
  7. Chroniken, Bd. 1, S. 159
  8. Chroniken, Bd. 1, S. 160
  9. Chroniken, Bd. 2, S. 105
  10. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 1
  11. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 3
  12. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 1
  13. Chroniken, Bd. 2, S. 149
  14. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 6
  15. Chroniken, Bd. 2, S. 150
  16. Chroniken, Bd. 2, S. 151
  17. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 5
  18. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 7
  19. Chroniken, Bd. 2, S. 156
  20. Chroniken, Bd. 2, S. 157
  21. Chroniken, Bd. 2, S. 160
  22. Chroniken, Bd. 2, S. 162-163
  23. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 12
  24. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 13
  25. Chroniken, Bd. 2, S. 163
  26. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 14
  27. Chroniken, Bd. 2, S. 167
  28. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 19
  29. Chroniken, Bd. 2, S. 167-169
  30. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 20
  31. Chroniken, Bd. 2, S. 169
  32. Chroniken, Bd. 2, S. 172-173
  33. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 22
  34. 34,0 34,1 Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 2
  35. Chroniken, Bd. 2, S. 175
  36. Der Tag des Drachen, Kap. 1
  37. Der Tag des Drachen, Kap. 2
  38. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 6
  39. 39,0 39,1 Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 4
  40. Chroniken, Bd. 3, S. 20
  41. Chroniken, Bd. 3, S. 17-19
  42. Chroniken, Bd. 3, S. 29
  43. 43,0 43,1 43,2 Kel'Thuzad und das Entstehen der Geißel Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Formung“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  44. Chroniken, Bd. 3, S. 30
  45. 45,0 45,1 45,2 Chroniken, Bd. 3, S. 37
  46. Der Lord der Clans, Kap. 6
  47. Weltenbeben, Kap. 25
  48. 48,0 48,1 Chroniken, Bd. 3, S. 32
  49. Der Lord der Clans, Kap. 7
  50. Der Lord der Clans, Kap. 11
  51. Der Lord der Clans, Kap. 13
  52. Der Lord der Clans, Kap. 14
  53. Der Lord der Clans, Kap. 15
  54. 54,0 54,1 54,2 Chroniken, Bd. 3, S. 34
  55. Der Lord der Clans, Kap. 16
  56. Der Lord der Clans, Kap. 17
  57. Der Lord der Clans, Kap. 20
  58. Die Allianz zerbricht
  59. Chroniken, Bd. 3, S. 36
  60. 60,0 60,1 Chroniken, Bd. 3, S. 44
  61. Chroniken, Bd. 3, S. 38-39
  62. 62,0 62,1 Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 9
  63. Video.png Die Warnung
  64. Menschenkampagne 1: Verteidigung von Strahnbrad
  65. Menschenkampagne 2: Blackrock & Roll
  66. Chroniken, Bd. 3, S. 45
  67. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 10
  68. Menschenkampagne: Jainas Zusammenkunft
  69. Menschenkampagne 3: Die Verheerungen der Seuche
  70. 70,0 70,1 Chroniken, Bd. 3, S. 46
  71. Menschenkampagne 4: Der Kult der Verdammten
  72. Menschenkampagne 5: Der Marsch der Geißel
  73. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 11
  74. Chroniken, Bd. 3, S. 46-47
  75. Menschenkampagne 6: Die Auswahl
  76. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 12
  77. Chroniken, Bd. 3, S. 48
  78. Menschenkampagne: Auf ungleichen Wegen
  79. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 13
  80. Chroniken, Bd. 3, S. 48-50
  81. Chroniken, Bd. 3, S. 50
  82. Chroniken, Bd. 3, S. 52
  83. Chroniken, Bd. 3, S. 54
  84. Video.png Arthas' Verrat
  85. 85,0 85,1 Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 16
  86. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 17
  87. Chroniken, Bd. 3, S. 55
  88. Untotenkampagne 1: Der Marsch durch die Asche
  89. Chroniken, Bd. 3, S. 58
  90. Chroniken, Bd. 3, S. 64
  91. Chroniken, Bd. 3, S. 88
  92. Chroniken, Bd. 3, S. 90
  93. Chroniken, Bd. 3, S. 80-81
  94. Wächterkampagne: Malfurions Vision
  95. Wächterkampagne 7: Die Ruinen von Dalaran
  96. Untotenkampagne 1: König Arthas
  97. 97,0 97,1 Chroniken, Bd. 3, S. 94
  98. Untotenkampagne: Ein geteiltes Königreich
  99. Untotenkampagne 2: Die Flucht aus Lordaeron
  100. Bürgerkrieg in den Pestländern
  101. Untotenkampagne: Sylvanas' Abschied
  102. 102,0 102,1 Chroniken, Bd. 3, S. 100
  103. Untotenkampagne 3: Die dunkle Lady
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