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Lichkönig Zitate

Der Lichkönig (auch Dunkler Lord der Toten[1]) wurde von Kil'jaeden aus dem Geist des orcischen Schamanen Ner'zhul als Waffe der Brennenden Legion geschaffen.[2] Ursprünglich auf dem Frostthron gefangen, löste sich der Lichkönig von seinen dämonischen Befehlshabern und verschmolz im Verlauf des Dritten Krieges mit Arthas Menethil.[3] Nach einem erneuten Aufbäumen der Geißel konnte Arthas schließlich von vereinten Kräften des Argentumkreuzzugs, der Schwarzen Klinge sowie Streitern von Allianz und Horde bezwungen werden.

Den Platz als Herr über die Geißel nahm anschließend Bolvar Fordragon ein.[4] Weder Ner'zhul noch Arthas sollen je das volle Potential der Geißel ausgeschöpft haben.[5]

Hintergrund[]

Die Geburt des Lichkönigs (~8 nDP)[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Lichkönig004.jpg

Als die Horde während des Zweiten Krieges besiegt wurde, scheiterte damit auch der Plan der Brennenden Legion, Azeroth zu erobern. Doch die Dämonen ließen sich nicht beirren. Im Gegenteil, Kil'jaeden hatte eine äußerst wertvolle Lektion gelernt: Die Horde war aufgrund interner Konflikte und Verrat gescheitert - was er brauchte war eine Armee, die gar nicht erst in der Lage sein würde, vom Willen der Legion abzuweichen. Alles, was er dazu brauchte, war ein mächtiger Geist, der im Gebrauch und in der Kontrolle von Magie geübt war und Ner'zhul erwies sich als geeigneter Kandidat.[6]

Als der ehemalige Schamane die sterbene Welt Draenor durch eines der unzähligen Portale verließ, wurde er augenblicklich von Kil'jaeden gefangengenommen. Die Legion folterte Ner'zhul auf unvorstellbare Weise. So wurde Ner'zhuls Geist am Leben gehalten während sein Körper schmerzhaft zerfetzt wurde. Eine Gruppe von Schreckenslords - Tichondrius, Balnazzar, Detheroc, Mal'Ganis und Varimathras - wechselte sich darin ab, Ner'zhul den grausigsten Qualen auszusetzen. Schon bald flehte der Orc darum, sterben zu dürfen und Kil'jaeden war bereit, ihm diesen Wunsch zu erfüllen, doch nur, falls er der Legion in völliger Unterwürfigkeit als neue Waffe diente. Ner'zhul, dessen Verstand mehr und mehr zerbrach, erklärte sich schlussendlich einverstanden, woraufhin Kil'jaeden den Geist des Orcs sterben ließ, doch nur, um ihn als spektrale Wesenheit zu neuem Leben zu erwecken. Das Bewusstsein des Orcs hatte sich um das Tausendfache erweitert, was ihm außergewöhnliche psychische Fähigkeiten verlieh. Die Schreckenslords bannten seinen körperlosen Geist in eine eigens angefertigte Rüstung und eine mächtige Runenklinge, genannt Frostgram. Die Gegenstände wurden in einen diamantharten Eisblock eingeschlossen, um Ner'zhul gefangen zu halten.[2][6][7]

Die Rüstung diente zweierlei Zweck: sie hielt Ner'zhuls Geist gebunden und stellte eine verlockende Belohnung dar. Kil'jaeden versprach seinem Diener Freiheit in einem neuen Körper, falls er sich der Legion gegenüber als loyal erweisen sollte. Mehr noch, seine Rüstung würde ihn als König auszeichnen, und er würde über Azeroth herrschen. Kil'jaeden hatte freilich nicht vor, diese Versprechen einzulösen. Indes wurden auch Ner'zhuls loyale Anhänger verwandelt und erhoben sich als mächtige, untote Lichs. Ner'zhuls vergangenes Leben war ausgelöscht und das neue Wesen, der Lichkönig, erwachte in eine Existenz endloser Knechtschaft und unbeschreiblicher Macht.[6]

Die Eiskrone und der Frostthron[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Der Lichkönig inmitten des Frostthrons (Warcraft III).

Der Lichkönig, eingesperrt auf dem Frostthron.

Der Lichkönig sollte, so Kil'jaeden, eine nekromantische Seuche über das Land bringen und so jeglichen Widerstand auf Azeroth auslöschen. Die Lebenden sollten als loyale, untote Soldaten wiederauferstehen und als willenlose Diener der Brennenden Legion den Weg für eine erneute, dämonische Invasion bereiten. Da Kil'jaeden Ner'zhul nicht vollends vertraute, sollten die Schreckenslords den Lichkönig begleiten, um seine Mission voranzutreiben und um als seine Kerkermeister zu fungieren.[8][9]

Durch eine gewaltige Kraftanstrengung öffnete die Legion ein kleines Portal, das aus dem Wirbelnden Nether nach Azeroth führte und der eisige Sarg des Lichkönigs schlug schließlich in einem abgeschiedenen Teil des Eiskronegletschers in Nordend auf. Während Ner'zhul vorsichtig begann, seine Kräfte zu erproben, begannen die Schreckenslords mit der Errichtung von Wehranlagen, welche zu einem furcheinflößenden Bollwerk heranwuchsen: der Eiskronenzitadelle. Nach und nach fielen isolierte Stämme und Bestien Nordends, Eistrolle und schließlich auch Vrykul unter die Kontrolle des Lichkönigs, der seine wahre Macht vor den Schreckenslords verbarg.[9][8] Über die Vrykul gelangte der Lichkönig auch an die Val'kyr, welche seine Kontrolle über die dunklen Mächte des Untods noch weiter ausbauten.[10]

Ner'zhul hatte nicht vergessen, was Kil'jaeden ihm angetan hatte, und während er die Rolle des treuen Dieners spielte, war er insgeheim entschlossen, sich von Joch der Legion zu befreien. Er ließ die Schreckenslords in dem Glauben, dass sie die völlige Kontrolle über ihn hätten, während er tatsächlich seine Opfer studierte und ihre individuellen Stärken und Schwächen in Erfahrung brachte.[10]

Der Krieg der Spinne (ab ~10 nDP)[]

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Krieg der Spinne.

Während die Macht des Lichkönigs anwuchs, begann er, eine furchterregende Armee auf die Beine zu stellen und die meisten Bewohner Nordends ließen sich leicht durch die Seuche des Untodes verderben. Eine erste, echte Herausforderung stellten die Neruber dar. Sie kämpften mit unglaublicher Wildheit, und ihr Königreich Azjol-Nerub erstreckte sich tief unter der gefrorenen Tundra. Die Neruber hatten nicht vor, sich von ihm unterwerfen zu lassen und ihr Anführer, Anub'arak, durchkreuzte jegliche Versuche, die Seuche des Untodes in der Heimat der Neruber zu verbreiten.[11][12]

Da er keine Möglichkeit sah, die Verteidigung der Neruber zu umgehen, beschloss der Lichkönig schließlich, ihr gesamtes Königreich zu zerschmettern. Jahrelang führte die untote Armee des Lichkönigs einen Zermürbungskrieg gegen die Insektoiden und jeder Neruber, der fiel, verstärkte seine eigenen Reihen, bis er schließlich auch Anub'arak zu einem untoten Diener machte. Der frühere Herrscher war nun ein Sklave, und obgleich er sich gegen sein Joch wehrte, konnte er sich doch nicht davon befreien.[11][12]

Der Lichkönig war derart beeindruckt vom Widerstand der Neruber, dass er ihre Architektur übernahm. Er erfüllte die gezackten Zikkurats mit Magie und sie schwebten in den Himmel über Nordend empor. Zudem hatte die Rekrutierung von Kreaturen wie Anub'arak den Lichkönig gelehrt, wie nützlich es sein konnte, mächtige Wesen zu korrumpieren. So griff er mit seinem Bewusstsein in die Welt hinaus und suchte nach Wesen, die für seine Machtversprechen empfänglich waren. Bald schon sollte er Kel'Thuzad finden.[11][12]

Die Geißel von Lordaeron[]

Kel'Thuzad und der Kult der Verdammten (ab 15 nDP)[]

Roman.png Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.

Kel'Thuzad am Frostthron.

Nachdem Kel'Thuzad von den Kirin Tor den Ruf vernommen hatte, stellte ihm der Lichkönig Antworten auf all seine Fragen in Aussicht, ebenso wie Zugang zu den größten Geheimnissen der nekromantischen Künste. Dabei verbarg er seine Verbindung zur Brennenden Legion und präsentierte sich als Herr seines eigenen Schicksals. Der faszinierte Kel'Thuzad reiste nach Nordend und der Lichkönig ließ ihn vor den Frostthron in der Eiskronenzitadelle kriechen und versprach ihm, dass seine Loyalität mit unvorstellbarer Macht belohnt werden würde. Anschließend hieß er Kel'Thuzad, nach Lordaeron zu gehen und dort eine Armee getreuer Anhänger um sich zu scharen. Mit ihnen sollte er die Seuche des Untodes unter den Einwohnern der Region verbreiten, sobald die Zeit gekommen wäre. Als die Jahre vergingen, schlossen sich immer mehr Menschen Kel'Thuzads Sache an und die Anhänger wurden schließlich als Kult der Verdammten bekannt.[13][14][15]

Thralls Ausbruch aus Durnholde und die Gründung der neuen Horde[16] schwächten die Allianz von Lordaeron, da die Ereignisse zu den Austritten von Quel'Thalas, Gilneas und Stromgarde führten.[17] Sturmwind wurde zudem von inneren Konflikten durch den Aufstand der Steinmetze gepeinigt und die Menschen und die Hochelfen der Östlichen Königreiche trauten einander nicht länger. Dies machte die Nationen der Welt so verwundbar wie schon seit vielen Jahren nicht mehr und Kil'jaeden wisperte dem Lichkönig zu, dass der perfekte Moment gekommen sei, um die Seuche des Untodes in Lordaeron zu entfesseln. Der Lichkönig war bereit und dasselbe galt auch für seine Anhänger, welche begannen, das infizierte Korn zu verbreiten.[18]

Gleichzeitig haderte der Lichkönig mit seinem Sklavendasein und träumte von dem Tag, an dem er die Untoten zu seinen Dienern machen und sie gegen die Legion einsetzen konnte. Er benötigte einen mächtigen Streiter, der jenseits des Frostthrons als sein Stellvertreter agieren würde, aber er musste die Schreckenslords in dem Glauben lassen, dass er zum Wohle der Legion handelte. Allein Kel'Thuzad kannte die wahren Absichten des Lichkönigs.[19]

Der Schattenpfad[]

WC3Logo.png Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.
Arthas Menethil und Jaina Prachtmeer sollten die Begebenheiten um die Seuche schließlich untersuchen[20][21][22] und nahmen damit bereits unbewusst eine Rolle im Plan des Lichkönigs ein. Er hatte Arthas durch die Augen seiner Geißel beobachtet und der junge Mensch faszinierte ihn; er war ein geborener Anführer, charismatisch und selbstsicher. Die Berge von besiegten Untoten verrieten dem Lichkönig darüber hinaus, dass Arthas ein geschickter Kämpfer und Taktiker. Und, wichtiger als alles andere: Er wurde allmählich von seinem Zorn und seiner Verzweiflung aufgefressen.[23]

Einmal mehr manipulierte der Lichkönig auf subtile Weise die Schreckenslords, um ihre Aufmerksamkeit auf Arthas zu lenken. Sie erkannten in ihm das perfekte Ziel für ihre Verderbnis, aber es würde nicht leicht sein, ihn zu Frostgram nach Nordend zu locken. Der junge Mensch hatte den Pfad der Selbstzerstörung gerade erst eingeschlagen - ihn den Rest dieses Weges hinabzuführen, oblag nun dem Lichkönig und den Schreckenslords. Basierend auf den Ratschlägen des Lichkönigs entwickelten die Dämonen einen Plan. Sie befahlen Kel'Thuzad, sich Arthas im Kampf zu stellen und zu offenbaren, dass er lediglich der Diener von Mal'Ganis sei, der in Stratholme lauerte.[23] So kam Arthas Kel'Thuzad auf die Schliche und tötete ihn in Andorhal[24][25], bevor er sich, verzweifelter und verstörter als zuvor, auf den Weg nach Stratholme machte[23], um Mal'Ganis zu konfrontieren.[26][27] Unwissentlich dem Plan des Lichkönigs folgend, verfolgte Arthas Mal'Ganis bis nach Nordend.[28][29]

Frostgram[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Nach der Ausmerzung von Stratholme gab es für Arthas kein Zurück mehr und er war beinahe schon bereit, der größte Diener des Lichkönigs zu werden. Allerdings musste er dazu noch Frostgram an sich nehmen. Die Geißel konnte ihn nicht einfach zu der Waffe führen, da dies den Prinzen misstrauisch gemacht hätte. Stattdessen richtete der Lichkönig seine Aufmerksamkeit auf Zwerge der Forscherliga unter Muradin Bronzebart, welche nach Nordend gekommen waren, um nach legendären Artefakten zu suchen. Auf das Bestreben des Lichkönigs hin manipulierten Mal'Ganis und die Schreckenslords die Zwerge und platzierten im Geheimen Informationen über Frostgram und seinen Fundort im Lager der Zwerge. Keiner der Zwerge konnte sich erinnern, wo diese Hinweise hergekommen waren, aber die Runenklinge faszinierte Muradin und so machten sie sich auf die Suche danach.[30]

Der Lichkönig setzte anschließend die Geißel ein, um Muradin zu Arthas zu treiben, der zwischenzeitlich ebenfalls an Land gegangen war und die Geschichte über das Schwert erweckte auch das Interesse des Prinzen, welcher hoffte, damit Mal'Ganis besiegen zu können. Während die Truppen die Geißel weiter in Schach hielten, machten sich Arthas und Muradin auf die Suche nach Frostgram und wurden in einer Höhle schließlich fündig. In dem Augenblick, als Arthas nach Frostgram griff, wandte er sich für alle Zeiten vom Licht ab. Durch Frostgram konnte der Lichkönig mit Arthas' Verstand kommunizieren und sein Handeln lenken. Noch verwandelte er den Prinzen allerdings nicht in seinen Sklaven. Fürs Erste wollte er Arthas in dem Glauben lassen, er wäre der Herr seines eigenen Schicksals.[31][32]

Als Arthas in das Basislager zurückkehre, rückte die Geißel unter Mal'Ganis gerade gegen seine Truppen vor. Die Stimme des Lichkönigs flüsterte dem Prinzen durch Frostgram zu und drängte ihn, die Klinge zu nähren. Auch verriet der Lichkönig ihm, wo sich Mal'Ganis versteckte und Arthas glaubte nach wie vor, dass er Lordaeron retten könne, wenn es ihm nur gelänge, den Schreckenslord niederzustrecken. Für den Lichkönig war dies sein erster Schritt Richtung Freiheit und die Chance, einen seiner mächtigsten Aufpasser aus der Brennenden Legion zu eliminieren.[33][34][1]

Während die Überlebenden ihren hart erkämpften Sieg über den Schreckenslord feierten, zog sich Arthas in die gefrorene Wildnis Nordends zurück, wo der Lichkönig ihm die letzten Überreste seiner Menschlichkeit nahm. Dunkles Wissen füllte den Geist des Prinzen und er lernte, nekromantische Magie zu nutzen, genau wie sein neuer Meister sie beherrschte. Arthas nahm seinen Platz als erste der neuen, untoten Schöpfungen des Lichkönigs ein und wurde zum Todesritter.[33] Mal'Ganis' Tod erzürnte indes die anderen Schreckenslords, aber der Lichkönig konnte sie überzeugen, dass die Ermordung des Dämons lediglich ein unglücklicher Zufall gewesen sei, da er noch nicht die volle Kontrolle über Arthas gehabt habe. Jetzt hingegen sei Arthas sein und er versprach, dass der Todesritter nie wieder die Hand gegen die Schreckenslords erheben werde.[35]

Der Fall von Lordaeron[]

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Zur selben Zeit, als die Horde über das Große Meer segelte, traten die Untoten im Ostwald auf Befehl des Lichkönigs zunächst den Rückzug an und hielten sich im Verborgenen. So entstand der Anschein, dass Arthas, als er aus Nordend zurückkehrte, tatsächlich über die Geißel gesiegt hatte. Tatsächlich kehrte Arthas mit einer Armee aus Todesrittern und weiteren Geißeldienern nach Hause zurück und mit der Ermordung seines Vaters fiel Lordaeron an die Geißel.[36][37]

Das Auge des Sturms[]

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Nach dem Fall Lordaerons begann die Brennende Legion mit ihren eigenen Vorbereitungen für ihre Invasion Azeroths. Ein Problem stellte allerdings der Transport der Streitkräfte dar und der Lichkönig schlug den Schreckenslords vor, das Buch des Medivh zunutzen, da die Energien, die dem Buch innewohnten, welches das Dunkle Portal erschaffen hatten, und die Instruktionen ausreichen sollten, um Archimonde nach Azeroth zu holen. Seit dem Zweiten Krieg wurde das Buch in Dalaran sicher aufbewahrt. Für den Lichkönig war Kel'Thuzad der Schlüssel zum Erfolg, da er nicht nur ein begabter Magier gewesen war, sondern auch einst zu Dalarans Herrschern gehörtz hatte. Fall die Geißel Kel'Thuzad wiedererweckte, so der Lichkönig, könnte er die Verteidigung Dalarans umgehen und Medivhs Buch finden.[38]

Was der Lichkönig freilich verheimlichte war, dass der eigentliche Grund, Kel'Thuzad wiederzubeleben für ihn jener war, dass der Totenbeschwörer einer seiner loyalsten Diener war, auf den er sich verlassen könnte, wenn er entschied, gegen die Legion zu rebellieren.[39]

Pfad der Verdammten[]

WC3Logo.png Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.

Arthas wurde damit beauftragt, Kel'Thuzads Überreste aus Andorhal zu bergen. Zudem hatte der Lichkönig die Nathrezim überzeugen können, dass sie weitaus mehr tun könnten, als Kel'Thuzad lediglich wiederzubeleben. Sie könnten ihn in einen Lich verwandeln, doch dazu würde eine mächtige Energiequelle von Nöten sein: der Sonnenbrunnen der Hochelfen.[39]

Im Zuge der Zerstörungen Quel'Thalas'[40][41] und Dalarans[42][43] offenbarte der als Lich wiedergeborene Kel'Thuzad Arthas die weitreichenderen Pläne des Lichkönigs, sich von seinen Gefängniswärtern, der Legion zu befreien. Archimonde, welcher sein Augenmerk auf Kalimdor gerichtet hatte, beachtete weder Arthas noch Kel'Thuzad sonderlich[44] und nachdem der Lichkönig aus seiner Sicht seine Aufgabe erfüllt hatte, übergab er die Kontrolle über die Geißel an die Schreckenslords.[45]

Der Frostthron[]

Der Aufstand[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Nachdem die Verteidiger Azeroths die Brennende Legion allen Widerständen zum Trotz in der Schlacht am Berg Hyjal zurückgeschlagen hatten, sah der Lichkönig seine Chance gekommen, sich von der Legion zu befreien. Er widersetzte sich Kil'jaedens Befehl und rief Arthas Menethil, Kel'Thuzad und den Rest der Geißel in Lordaeron zusammen und schickte sie in den Kampf gegen die verbliebenen Schreckenslords Balnazzar, Detheroc und Varimathras.[46][47]

Illidans Angriff[]

WC3Logo.png Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.

Kil'jaeden war niemand, der den Lichkönig einfach davonkommen lassen würde. Daher hatte der Eredar Illidan beauftragt, sich um seinen verräterischen Diener zu kümmern.[48] Illidans Treiben war auch dem Lichkönig selbst nicht entgangen, und durch die Augen der Untoten hatte er Lady Vashj und die Naga in der Nähe von Dalaran entdeckt. Ihre Absichten wurden ihm klar, als Illidan selbst in den Ruinen der Stadt auftauchte und mit seinen Zaubern begann. Er zehrte von den arkanen Leylinien Dalarans, um das Auge des Sargeras zu verstärken und der Sturm arkaner Energie wurde mit jedem Tag stärker. Ihm wurde auch bewusst, dass Illidan den Zauber wohl gegen den Frostthron richten würde und seine Schwäche, dort im Eis gefangen zu sein, war offensichtlich. Die einzige Lösung, die der Lichkönig sah, war die Geißel auf Dalaran zu hetzen, aber sie erreichte Illidan nicht rechtzeitig.[49]

Viel hätte nicht gefehlt, und Illidan hätte den Herrn über die Geißel tatsächlich vernichtet, als er von den Nacht- und Blutelfen angegriffen wurde, die ihn jagten.[49][50] Tatsächlich hatte Illidans Zauber dennoch ungeahnte Folgen. Zwar hatte der Lichkönig seinen Angriff überlebt, aber Illidan hatte Risse im Frostthron verursacht. Während seine Macht schwand, verlor er zunehmend die Kontrolle über die Geißel.[51]

Bürgerkrieg in den Pestländern[]

Illidans Zauber hatte einen Riss im Frostthron verursacht, durch welchen stetig mehr Macht entfleuchte, so dass er sich hilfesuchend an Arthas wandte und ihn nach Nordend beorderte.[52] Ner'zhul hatte nicht unrecht mit der Befürchtung, dass es auch die Legion auf ihn abgesehen hatte. Im Auftrag Kil'jaedens war Illidan gemeinsam mit Lady Vashj und ihren Naga sowie Kael'thas und dessen Blutelfen nach Nordend aufgebrochen, um dem Treiben des Lichkönigs ein Ende zu bereiten. Arthas und Anub'arak erreichten gerade noch rechtzeitig den Frostthron, um sich jenen entgegen zu stellen.[53] Nachdem Arthas über Illidan triumphiert hatte, erfüllte er auch den letzten Schritt des Plans des Lichkönigs und befreite ihn aus seinem eisigen Grab, um mit ihm zu verschmelzen.[3]

Arthas ging wie in Trance den Tunnel entlang, der immer tiefer ins Innere der Erde führte. Seine Schritte schienen geleitet zu werden, und obwohl es kein Geräusch gab, niemand hier war, der ihm sein Recht, hier zu sein, streitig machen konnte, spürte er die tiefe dröhnende Macht, noch bevor er sie hören konnte. Er ging weiter, spürte, wie der Ruf der Macht ihn immer näher an seine Bestimmung heranführte. [...] Das Gefängnis des Lichkönigs lag auf einem gewundenen Turm, die Spitze bestand aus blaugrün schimmerndem Eis, das eigentlich kein Eis war. Sie ragte hoch auf und schien die Decke der Höhle durchstoßen zu wollen. Ein enger Pfad wand sich serpentinenartig um die Spitze herum und führte Arthas nach oben.[54]

Begleitet von unwillkommenen Erinnerungen an jene, die er auf dem Weg bis zum Lichkönig verraten hatte, ging Arthas unermüdlich weiter bis zur Spitze.

"Bring die Klinge zurück", erklang eine tiefe, kratzende Stimme in Arthas' Geist. Sie war fast unerträglich laut. "Schliesse den Kreis. Befreie mich aus diesem Gefängnis!"[54]

Nordendkampagne[]

Wrath-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf das Addon Wrath of the Lich King.
Nach Angriffen auf Sturmwind und Orgrimmar sowie eine Invasion durch Nekropolen beschlossen Allianz und Horde dem Treiben des Lichkönigs im kalten Norden ein Ende zu setzen.[55][56]

Der Lichkönig kurz vor seinen Untergang.

Arthas' Ende[]

Wrath-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf das Addon Wrath of the Lich King.
Nach mehreren erbitterten Kämpfen konnte der ursprüngliche Lichkönig in Gestalt von Arthas Menethil/Ner'zhul schließlich geschlagen werden. Allerdings sprach die Seele von Terenas Mentehil zu Tirion und warnte diesen, dass um die Kontrolle über die Geißel erhalten, es stets einen Lichkönig geben müsse. Ohne eine solche Kontrolle würde die Geißel rücksichtslos sämtliches Leben vernichten.[57] Obwohl Tirion zunächst selbst dieses Opfer bringen wollte, wurde er nur wenige Momente nach diesem Entschluss vom zuvor totgeglaubten Bolvar Fordragon davon abgehalten. Bolvar, dessen Gestalt auf Grund seiner Niederlage gegen den Lichkönig und des anschließenden Kontakts mit den Flammen der Roten Drachen massiv gelitten hatte, forderte Tirion auf, ihm diese Last aufzuerlegen. Trotz anfänglichen Zögerns, willigte Tirion schließlich ein und setzte die Krone des Lichkönigs auf Bolvars Kopf. Als neuer Lichkönig schwor er bis in alle Ewigkeit über die Geißel zu wachen, verlangte jedoch als Gegenleistung, dass er selbst - sowohl in seiner neuen Rolle als Lichkönig, als auch als Hochlord Bolvar Fordragon - für tot gelten und vergessen werden müsse. Über Bolvars Schicksal sowie die Existenz eines neuen Lichkönigs sind somit nur einige wenige Personen - unter anderem Tirion und Sylvanas Windläufer sowie Varian Wrynn und Jaina Prachtmeer[57] - im Bilde. Der Rest der Welt hält den Lichkönig für endgültig vernichtet.[4]

Anmerkungen[]

  1. 1,0 1,1 Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 16
  2. 2,0 2,1 Die Geburt des Lichkönigs
  3. 3,0 3,1 Video.png Video: Arthas wird zum Lichkönig
  4. 4,0 4,1 Video.png Das Ende des Lichkönigs
  5. Ask the Devs, #2
  6. 6,0 6,1 6,2 Chroniken, Bd. 3, S. 17
  7. Jenseits des Dunklen Portals, Epilog.
  8. 8,0 8,1 Chroniken, Bd. 3, S. 18
  9. 9,0 9,1 Eiskrone und Frostthron
  10. 10,0 10,1 Chroniken, Bd. 3, S. 19
  11. 11,0 11,1 11,2 Chroniken, Bd. 3, S. 29
  12. 12,0 12,1 12,2 Der Krieg der Spinne
  13. Kel'Thuzad und das Entstehen der Geißel
  14. Chroniken, Bd. 3, S. 29-30
  15. Weg der Verdammnis, S. 3
  16. Chroniken, Bd. 3, S. 32-34
  17. Chroniken Bd. 3, S. 34
  18. Chroniken, Bd. 3, S. 37
  19. Chroniken, Bd. 3, S. 39
  20. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 9
  21. Menschenkampagne: Jainas Zusammenkunft
  22. Menschenkampagne 3: Die Verheerungen der Seuche
  23. 23,0 23,1 23,2 Chroniken, Bd. 3, S. 47
  24. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 10
  25. Menschenkampagne 4: Der Kult der Verdammten
  26. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 11
  27. Menschenkampagne 6: Die Auswahl
  28. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 14
  29. Menschenkampagne: Auf ungleichen Wegen
  30. Chroniken, Bd. 3, S. 50
  31. Chroniken, Bd. 3, S. 50-51
  32. Menschenkampagne 9: Frostmourne
  33. 33,0 33,1 Chroniken, Bd. 3, S. 52
  34. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 15
  35. Chroniken, Bd. 3, S. 53
  36. Video.png Arthas' Verrat
  37. Chroniken, Bd. 3, S. 54-55
  38. Chroniken, Bd. 3, S. 57
  39. 39,0 39,1 Chroniken, Bd. 3, S. 58
  40. Sonnenbrunnen – Der Fall von Quel'Thalas
  41. Untotenkampagne 5: Silvermoons Untergang
  42. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 20
  43. Video.png Die Zerstörung Dalarans
  44. Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 21
  45. Untotenkampagne 8: Unter brennendem Himmel
  46. Chroniken, Bd. 3, S. 84
  47. Untotenkampagne 1: König Arthas
  48. Chroniken, Bd. 3, S. 85
  49. 49,0 49,1 Chroniken, Bd. 3, S. 91
  50. Wächterkampagne 7: Die Ruinen von Dalaran
  51. Chroniken, Bd. 3, S. 94
  52. Bürgerkrieg in den Pestländern
  53. Untote, Kapitel 8 (TFT): Eine Symphonie aus Frost und Flammen
  54. 54,0 54,1 Arthas: Aufstieg des Lichkönigs, Kap. 24
  55. Comic: Angriff der Geißel, #18
  56. Comic: Angriff der Geißel, #19
  57. 57,0 57,1 Weltenbeben, Kap. 7
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