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Die scharfsinnigen Gnome, die Meister der Technologie und die ehemaligen Bewohner von Gnomeregan, sind eine Rasse von kleinwüchsigen Humanoiden, die zur Zeit im Bündnis mit der Allianz vorrangig in der Zwergenhauptstadt Eisenschmiede leben und teils auch Neu-Tüftlerstadt zu neuem Glanz verhelfen.

Die cleveren, draufgängerischen und oft auch exzentrischen Gnome stellen ein einzigartiges Paradoxon unter den zivilisierten Völkern Azeroths dar. Sie sind brillante Erfinder und mit einer unverrückbar positiven Grundeinstellung gesegnet, doch hat dieses Volk Verrat, Vertreibung und einen Beinahe-Genozid erleiden müssen. Es ist dieser beeindruckende Optimismus angesichts all jener Katastrophen, der den unbeirrbaren Lebenswillen der Gnome symbolisiert.

Gnome sind ein zwergenhaftes Volk, und doch haben sie auf Azeroth dauerhaften Eindruck hinterlassen, weil sie unter Einsatz kollektiver Intelligenz und kollektiven Ehrgeizes auf vielen Gebieten Völker mit mehr Körpergröße in den Schatten stellen. Gnome sind berühmte Ingenieure, Mechaniker und Techniker und werden für ihre Beschlagenheit in den wissenschaftlichen Aspekten der Welt weithin respektiert. Zudem sind sie in der Lage, jene Beschlagenheit in die Erfindung und den Bau von Werkzeugen, Fahrzeugen, Rüstungen und Waffen umzumünzen.[1]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprung der Gnome: Die Mechagnome[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Emblem der Gnome.

Im Zuge der Ordnung Azeroths durch die Titanen schuf Mimiron in der Seelenschmiede eine Art Aufziehmechagnome, welche ihm beim Erbauen und bei der Instandhaltung seiner außergewöhnlichen Maschinen behilflich sein sollten.[2] Zu diesen ersten Schöpfungen zählt, laut eigener Aussage, Ritzelmeister Mechazod.[3] Nach Lokens Verrat und dem beinahe tödlichen Angriff auf Mimiron waren es seine Mechagnome, welche den Geist des Wächters retteten und ihm einen neuen, metallenen Körper schufen.[4] Einige Mechagnome begleiteten später Ironaya und Archaedas nach dem erfolgreichen Diebstahl der Scheiben von Norgannon nach Uldaman, wo sie Wache hielten und sich um die zahlreichen Maschinen kümmerten.[5] Bei den Gnomen selbst sind diese Details nur spärlich bekannt, da die gnomische Philosophie zum Großteil auf vorwärtsgerichtetem Denken und schöpferischen Konzepten. Der Geschichte oder nicht-wissenschaftlichen Aufzeichnungen hingegen sind nur sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden.[1]

Exodus der Gnome (3.000 vDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Mit der Zeit befassten sich Ironaya und Archaedas in Uldaman fast ausschließlich damit, den Fluch des Fleisches rückgängig zu machen und entfernten sich zunehmend von ihren Schöpfungen. Sie zogen sich gänzlich zurück und wurden über Jahrhunderte nicht mehr gesehen, während Irdene und Mechagnome den Alltag in Uldaman regelten. Die Große Teilung verursachte bei den Irdenen große Schmerzen und jene, die noch nicht schliefen, gruben sich tief in die Tunnel zu ihren Brüdern und überließen Uldaman den Mechagnomen. Über die Jahre wurden schließlich auch die Mechagnome vom Fluch des Fleisches befallen und entwickelten sich zu jenem Volk, was später "Gnome" genannt werden sollte. Nur eine Handvoll Mechagnome verblieb in Uldaman, während der Rest die tiefen Tunnel allmählich verließ. Die Gnome behielten trotz des Fluchs ihre Kreativität und ihren Erfindergeist während sie versuchten, in der harschen Umgebung gegen Wind, Wetter und Eistrolle zu bestehen. Sie konzentrierten sich auf neue Erfindungen und technologischen Fortschritt, welche ihnen das Leben erleichtern sollten und vergaßen über nur wenige Generationen, wo sie eigentlich herkamen.[6]

Menschen, Zwerge und Gnome (1.200 vDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Nachdem auch die Zwerge sich in Khaz Modan niedergelassen hatten, trafen jene bei Erkundungen ihrer neuen Heimat die Gnome und fühlten sich auf eine natürliche Weise mit ihnen verwandt. Beide Völker unterstützten sich fortan gegenseitig und schufen damit ein unerschütterliches Bündnis. Zudem waren die Zwerge bei der Errichtung Gnomeregans behilflich.[7] Im Laufe der Zeit gewannen andernorts Arathors Außenposten zunehmend an Autonomie und die Kontrolle Stroms schwand, während die einzelnen Nationen ihren eigenen Interessen nachgingen. Gilneas und Alterac unternahmen oft gemeinsame Expeditionen, um die Grenzen Arathors zu schützen und stießen in Khaz Modan dabei auf die Zwerge und Gnome. Die Menschen freundeten sich rasch mit beiden Völkern an, deren Städte Eisenschmiede und Gnomeregan sie bewunderten, trieben Handel und tauschten ihr Wissen über Schmiedekunst, Ingenieurskunst und sogar Arkane Magie aus.[8]

Vor dem Ersten Krieg (~21-18 vDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Während ein junger Medivh im Koma lag, genoss Azeroth eine Zeit relativen Friedens, auch wenn dies nicht bedeutete, dass die Welt sicher war. Konflikte bestimmten auch weiterhin das tägliche Leben: Stämme bekämpften andere Stämme, Dörfer stritten mit anderen Dörfern und Königreiche spionierten andere Königreiche aus. In den Östlichen Königreichen betrieben die Menschen regen Handel mit Zwergen, Gnomen und Hochelfen.[9]

Zweiter Krieg (4/5-7 nDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Nach dem Fall Sturmwinds musste Orgrim Schicksalshammer für Vorräte und Ausrüstung sorgen, um den Feldzug der Horde fortzusetzen, und seine Wahl fiel auf Khaz Modan. Das Land der Bronzebartzwerge war reich an Öl und Metallerzen und bevor die Orcs nach Lordaeron zogen, wollten sie sich diese Bodenschätze zu eigen machen. Inmitten eines heftigen Schneesturms marschierte die Horde in Khaz Modan ein. Die Zwerge waren bereit: Sprengmannschaften brachten die Bergtunnel zum Einsturz, die in die Region führten, und verlangsamten so das Vorankommen der Orcs. Das verschaffte den Zwergen Zeit, um ihre alten Verbündeten, die Gnome, zur Hilfe zu rufen. Die beiden Völker bündelten ihre Ressourcen und errichteten überall in Khaz Modan Verteidigungsstellungen. Trotz dieser Vorbereitungen waren sie jedoch der orcischen Armee nicht gewachsen.[10][11]

Hunderte Zwerge und Gnome fielen unter den Klingen der Orcs und die kleinen Siedlungen, Außenposten und Rüstkammern, die über die eisige Landschaft verstreut waren, fielen eine nach der anderen an die Horde. Die Verteidiger von Khaz Modan gaben schließlich unter dem Ansturm der Invasoren nach. Während sich die Gnome in ihre Hauptstadt zurückzogen, flohen die Zwerge in ihre Festungsstadt, Eisenschmiede. Schicksalshammer sah in den Zwergen die größere Bedrohung, darum setzte er den Großteil seiner Truppen darauf an, Eisenschmiede zu stürzen, doch im Gegensatz zum Rest von Khaz Modan wollte die Stadt nicht fallen. Die Verluste waren für die Orcs schließlich so hoch, dass Schicksalshammer die Belagerung abbrach. Um die Zwerge unter Kontrolle zu halten, stationierte er Orcs des Blutenden Auges vor den Toren und gab anschließend dem Schwarzfelsklan den Befehl, die Erze in den umliegenden Bergen abzubauen und die Schmieden der Zwerge zu übernehmen. Auch vor Gnomeregan war Schicksalshammer kein Erfolg beschieden und er verfuhr mit den Gnomen wie mit den Zwergen, indem sie in ihrer Stadt festgehalten wurden.[12][1]

Nach Gul'dans Verrat war die Belagerung Lordaerons durch Orgrim Schicksalshammer zum Scheitern verurteilt und ihm blieb nichts anderes übrig, als den Rückzug zu befehlen.[13] Kilroggs Klan vermochte es jedoch nicht, die Allianz wirklich aufzuhalten. Angespornt von den Paladinen unter Turalyon strömten die Truppen der Allianz nach Khaz Modan und machten kurzen Prozess mit dem Klan des Blutenden Auges. Die Paladine führten Jagdtrupps, um die Orcs aufzuspüren und aus der Region zu vertreiben. Mit ihrem Sieg über das Blutende Auge befreite die Allianz gleichzeitig Eisenschmiede und Gnomeregan. Bronzebartzwerge und Gnome traten aus ihren Festungen hervor, jubelnd und auf Vergeltung sinnend. Beide Völker schlossen sich der Allianz an, um sie im Krieg mit ihren Hämmern, Äxten und ihrer Technologie zu unterstützen.[14][15]

Der Dritte Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fall von Lordaeron[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Nachdem Lordaeron nach Terenas' Ermordung durch Arthas an die Geißel gefallen war, konnten die anderen Nationen der Allianz von Lordaeron die Nachrichten kaum glauben. Niemand dort hätte sich je so ein albtraumhaftes Szenario ausmalen können, und die meisten waren nicht darauf vorbereitet, auf eine solche Situation zu reagieren - aber sie versuchten es dennoch. So zogen auch einige Gnome aus Gnomeregan gen Lordaeron, um die Geißel zu vernichten. Doch kein Gegner konnte gegen die Geißel bestehen. Arthas eroberte alsbald Lordaeron und nur hier und da verblieben kleine Widerstandsnester der Allianz, doch diese konnten nichts tun, außer mit ihrer Sturheit das Unvermeidliche hinauszuzögern.[16]

Die Invasion von Gnomeregan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Die geringe Unterstützung der Gnome für Lordaeron, welche für ihr Talent in Wissenschaft und Maschinenbau bekannt waren und die Allianz stets mit modernsten Waffen und Kriegsgerät versorgt hatten, stieß bei den übrigen Mitgliedern auf Verwirrung und einige stellten gar die Loyalität der Gnome in Frage. Was der Rest der Allianz jedoch nicht ahnte: Gnomeregan stand unter Belagerung durch die Troggs.[1][17]

Diese barbarischen Kreaturen hatten sich erst in jüngster Zeit als Bedrohung manifestiert. Jahrtausende hatten sie in den dunklen Tiefen der uralten Festung Uldaman geschlummert, bevor sie unabsichtlich von Zwergen geweckt wurden, welche auf der Suche nach Artefakten und Wissen nach Uldaman vorgedrungen waren. Die überlebenden Forscher flohen schockiert zurück nach Eisenschmiede, während ihnen die Troggs, unbemerkt und unter der Erde, folgten. Als sie sich der Zwergenhauptstadt näherten, hörten sie in den Tiefen die großen Fabriken im Herzen Gnomeregans und waren fasziniert von dem Rumpeln der Maschinen und dem Mahlen der Zahnräder. Die Troggs gruben Tunnel nach oben, der Stadt un ihren ahnungslosen Einwohnern entgegen, und als sie schließlich die untersten Ebenen Gnomeregans erreichten, stießen sie auf keinerlei Widerstand.[17]

Rein körperlich hatten die Gnome den deutlich größeren und stärkeren Troggs wenig entgegenzusetzen, geistig waren sie ihnen jedoch haushoch überlegen. Hochtüftler Gelbin Mekkadrill postierte Soldaten und Kriegsmaschinen, doch trotz der Technologie der Gnome erwies sich ihre Armee als zu klein. Kurzzeitig erwog der Anführer der Gnome, die Allianz um Hilfe zu rufen, aber dann ließ er von diesem Gedanken ab, da er die Verteidigung Lordaerons für wichtiger erachtete und so hielt er die Nachricht von der Trogg-Invasion selbst vor seinen Verbündeten verborgen.[17]

Die Flucht nach Kalimdor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Als sich die Geißel Dalaran näherte, drängte Antonidas Jaina, doch noch auf die Warnungen des mysteriösen Propheten zu hören, und nach Westen zu segeln. Nach langen Diskussionen gab Jaina nach und arbeitete unermüdlich darauf hin, möglichst viele Flüchtlinge um sich zu scharen. Nicht jeder, auf den sie stieß, wollte mit ihr gehen, aber viele folgten ihr, und als sie schließlich nach Kalimdor lossegelte, hatte sie Mitglieder beinahe jedes Allianzvolkes in ihrer Gruppe. Einige waren Überlebende aus Lordaeron und Quel'Thalas; andere waren Zwerge und Gnome aus dem Militär der Allianz; und wieder andere waren Menschen aus Stromgarde, Kul'Tiras und anderen Nationen der Region.[18]

Scherbenwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BC-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf das Addon The Burning Crusade.
[...]

Krieg gegen den Lichkönig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wrath-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf das Addon Wrath of the Lich King.
Auf Geheiß von General Arlos errichteten die Gnome in der Boreanischen Tundra eine Luftwaffenbasis für die Allianz. Nachdem die Arbeiten anfangs unter den doch schwierigen Verhältnissen gut voranschritten, löste eine Störung an Kurbelzischs Pumpstation eine mittelschwere Katastrophe aus. Eine Verstopfung in einem der Saugrohre entpuppte sich als Ritzelmeister Mechazod, einer der ersten Gnome, welche von Mimiron geschaffen worden seien. Zum Dank dafür, dass die eifrigen Gnome ihn wieder repariert hatten gedachte er, sie vom "Fluch des Fleisches" zu erlösen, und sie somit zurück in mechanische Geschöpfe verwandelte. Kurbelzisch Vollgas und die meisten seiner Gefolgsleute fanden die Annahme, Titanenschöpfungen zu sein grotesk und zeigten sich wenig enthusiastisch bei dem Gedanken, bald aus Schrauben und Drähten zu bestehen.[3] Stattdessen versuchten sie, den Vorgang wieder rückgängig zu machen[19] und gingen gegen Mechazod und seine Dienerschaft vor.[20][21] Darüberhinaus beschäftigten sie sich mit weiteren Bedrohungen in unmittelbarer Nähe: den Magnatauren in Magmut[22][23][24] sowie der Geißel.[25][26]

Kataklysmus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cataclysm-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf das Addon Cataclysm.
Kurz vor dem Kataklysmus führte der Anführer der Gnome, Hochtüftler Gelbin Mekkadrill, einen Angriff auf die Invasoren Gnomeregans an. Das Manöver war ein erster Erfolg, aber es wird noch weit mehr Blutvergießen geben, bevor die Heimat der Gnome befreit sein wird.[1]

Bekannte Gnome[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


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