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Eine Buchreihe von Aiden Barlow[1][2].
Flammenpuffer – Brennende Steppe

Es gibt viele Orte auf Azeroth, die für die Reiselustigen einen Blick wert sein könnten. Dieses Buch bildet das elfte einer ganzen Reihe von Büchern, in welchen ich einzelne Ländereien und Regionen näher beschreibe. In diesem ersten Buch des dritten Bandes befinden wir uns nun in der ersten Region der Grenzregionen: Der brennenden Steppe.

Einst war das, was heute als „Brennende Steppe“ allgemein bekannt ist, der nördliche Teil des Rotkammgebirges unter Kontrolle der Menschen von Sturmwind. Vor über 250 Jahren jedoch starb Modimus Ambossar, der letzte Hochkönig über die vereinten Clans der Zwerge. Der Krieg der drei Hämmer brach aus, in welchem sich die Clans, die bis hierhin friedlich zusammen lebten, um die Herrschaft über Eisenschmiede bekämpften. Im Laufe des Kriegs verbündeten sich die Clans der Bronzebärte und Wildhämmer gegen den Clan der Dunkeleisenzwerge. Tief unterhalb eines Berges beschloss ihr Anführer Thaurissan, die Kräfte der Elementarebene des Feuers für sich zu nutzen. Bei seinem Zauber, bei welchem er Wut und Hass einfließen ließ, beschwor er Ragnaros, den Herren der Elementarebene des Feuers. Dessen Auftreten verwandelte den Berg in den lodernden Vulkan, den man von nun an „Schwarzfels“ nannte. Die Gegenden um diesen Vulkan herum wurden in die heißen, unwirtlichen Einöden der Brennenden Steppe und Sengenden Schlucht verwandelt. Auf die weitere Geschichte des Schwarzfels wird im nächsten Buch der Reihe eingegangen werden.

Verlässt man das heutige Rotkammgebirge nach Norden hin, vorbei an Seenhain und Renders Lager, so wandelt sich das freundliche orange-grün des Rotkamms zum tristen grau-braun der Brennenden Steppe. Ein altes, aufgebrochenes Tor von Holz und Eisen befindet sich am Zugang, „Schwarzfelspass“ genannt, riesige Ketten hindern die Tore am Umstürzen. Wie Zigarettenstummel erheben sich kleine grau-braune Auslässe aus dem Boden, qualmen ähnlich wie verbliebene Baumstümpfe unentwegt vor sich hin. Der Rauch des Schwarzfels‘ liegt dauerhaft in der Luft, färbt den Himmel und das Licht rötlich. Alte, teils steinerne Wege und Brücken aus der Zeit des ersten Kriegs führen durch aschebedeckte Landschaften, vorbei an Strömen und Tümpeln aus heißer Lava. Verkohle Felsbrocken und Holzreste säumen die gepflasterte Straße in den Tod.

Ein Trampelpfad löst sich vom Weg, führt nach Ost-Südost. Wer die Hügel erklimmt, wird schon bald eine alte, auseinanderfallende Palisade erkennen, umgeben von verkohlten Ballisten der Menschen. Hinter der Palisade befand sich einst eine kleine Siedlung mit mehreren Gebäuden und einem Magierturm, doch sind jene allesamt verfallen. Der Ort, der als „Morgans Wacht“ bekannt ist, ist alles, was die Allianz an Präsenz in der Region hat. Mehrere Zelte bieten Abenteurern einen Unterschlupf für die Nacht, nur ein kleiner Trupp hält den Ort.

Verlässt man Morgans Wacht wieder, so erblickt man das schier unendliche Tal der Asche. Wie Spieße ragen Baumstämme, deren Ast- und Laubwerk längst verbrannt ist, geschwärzt von Feuer und Ruß in die Höhe, umgeben den Schreckensfels, eine mittelgroße Erhebung mit unzähligen Lavaströmen und von Ogern und Orcs bewohnten Höhlen. Auch dieser Fels liegt nahe des gepflasterten Pfads, den jene beschreiten müssen, die von Sturmwind zu Land nach Eisenschmiede reisen. Dieser Pfad, welcher ab und an von Felsen unterbrochen ist, führt weiter in die Steppen hinein.

Weitere Ruinen, ähnlich denen in Morgans Wacht, jedoch in größerer Anzahl, finden sich bei den sogenannten „Ruinen von Thaurissan“ etwa mittig der Brennenden Steppen. Diese Ruinen, bewohnt von einigen Thaurissan-treuen Dunkeleisenzwergen mit ihren Kriegsgolems, sind alles, was von der einst so stolzen Hauptstadt der Dunkeleisenzwerge an der Erdoberfläche geblieben ist. Jene Stadt wurde ursprünglich im Zuge des Kriegs der drei Hämmer erbaut, vor der Beschwörung des Feuerlords Ragnaros und der Versklavung durch jenen. Die Kräfte, die er freisetzte, zerstörten diese Stadt, sodass nur verkohlte Ruinen blieben.

In unmittelbarer Nähe folgt ein Ort, der den meisten Reisenden jedoch sehr viel freundlicher gesinnt ist: Meißelgriff. Hier herrschen die Dunkeleisenzwerge der Thoriumbruderschaft, welche sich von Ragnaros dem Feuerlord lossagte und begann, gegen jenen zu arbeiten. Hier ist eine Unterkunft für die Nacht und auch etwas Verpflegung gegen einen gewissen Aufpreis möglich. Südlich und westlich von Meißelgriff sind die sogenannten „Felder der Ehre“ gelegen, inmitten des südlichen Bereichs liegt der „Schwarzzahnunterschlupf“, eine Siedlung, bewohnt von Ogern und Orcs des Schwarzfels‘. In den westlichen Feldern der Ehre liegt der große Truppensammelplatz vor der sogenannten „Schwarzfelsfestung“.

Der gepflasterte Pfad setzt sich nach Westen fort. Am äußersten Ende liegt der sogenannte „Altar der Stürme“, ein mächtiges Zentrum von Energien, dazu verwendet, den stumpfsinnigen Ogern Intelligenz zu verleihen. Doch abschließend folgt ein Pfad, hinauf zu einer steinernen Brücke, die über gewaltige Lavaströme und –seen hinauf zum Schwarzfels führt. Ein massives Tor von Stahl und Dunkeleisen schützt das Innere des Berges, obgleich es bereits offen steht. Der Schwarzfels wird im nächsten Buch behandelt werden.

Abschließend will ich sagen, dass die Brennende Steppe von den bisher behandelten Regionen eine der gefährlichsten ist. Drückende Hitze, stickige Luft und Lavaströme sind nur ein Teil der Gefahr. Ein weiterer, erheblicher Teil geht von den Orcs und Ogern des Schwarzfels aus, Glutworgs und giftige Riesenskorpione durchstreifen die Ebenen südlich des Schwarzfels‘. Wer immer diese Region durchreisen muss, sollte nicht alleine gehen. Auf Tiere sollte weitestgehend verzichtet werden, es sei denn, man wählt hitzebeständige Tiere wie etwa Kamele oder die heimischen Glutworgs. Nach Möglichkeit sollte eine Reise vermieden werden, etwa, indem die Tiefenbahn, der See- oder Luftweg gewählt werden.

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