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Ein schlüpfriger Romantikschmöker: Die Nachtgeborenen der lebenden Toten zählt der Reihe der Schlüpfrigen Romantikschmöker.[1]
Ein schlüpfriger Romantikschmöker: Die Nachtgeborenen der lebenden Toten

Sie nahm den Weinkelch an, die langen Wimpern schüchtern niedergeschlagen. "Ich sollte wirklich nicht, Graf Grabesbann. Meine Mutter wäre niemals einverstanden."

"Unsinn, meine liebe Elonia", antwortete der Edelmann. "Ihr seid zehntausend Jahre alt. Ich bin sicher, Eure Mutter würde Euch eine kleine Sünde verzeihen."

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Sie kicherte. "Es geht nicht um den Wein, Mylord, sondern den Gedanken, dass eine Nachtgeborene einen Abend in der Gesellschaft von jemand verbringt, der so..."

"Charmant?", schlug er hilfreich vor.

"Ich wollte eher sagen... gebrechlich ist."

"Meine Moralvorstellungen sind noch nicht gar so verfallen, das versichere ich Euch", erwiderte er und sein heiles Auge musterte ihr fließendes Gewand. "Ich bin sicher, Eure Mutter würde mich höchst liebenswert finden."

"Ach, würde ich das?", fragte eine scharfe Stimme. Crispin Grabesbann wandte sich um und sah eine weitere Nachtgeborene, die im Türrahmen stand. Obwohl ihre Kleidung weniger verführerisch war als die ihrer Tochter, waren ihr Gesicht und ihr Körper das Abbild von Elonia.

Er näherte sich ihr, verbeugte sich und trat dabei die Kniescheibe, die klappernd zu Boden gefallen war, schnell beiseite. "Ich bin Graf Crispin Grabesbann, zu Euren Diensten. Habe ich die Ehre, Lady Marina kennenzulernen?"

"Die habt Ihr", antwortete sie kalt und warf Elonia einen gestrengen Blick zu.

"Ich fürchte, Ihr treibt Schabernack mit mir, beste Dame", lächelte er, sorgsam darauf bedacht, seinen Unterkiefer an Ort und Stelle zu behalten. "Ihr seid doch sicherlich Elonias Schwester und nicht ihre Mutter."

Lady Marinas Wangen röteten sich kaum merklich. "Ihr schmeichelt mir, mein Herr." Ihre Stimme wurde sanfter. "Es ist Jahrhunderte her, dass jemand uns für Schwestern hielt."

"Papperlapapp!", beharrte er, nahm ihre Hand und geleitete sie zum Sofa. Er setzte sich zwischen die beiden blauhäutigen Elfen. "Vielleicht können wir nach einem Glas Wein herausfinden, was Ihr und Eure Tochter sonst noch gemeinsam habt."

"Oh, Graf Grabesbann!", seufzte Marina verzückt. Sie nahm Elonia bei der Hand und schenkte ihrer Tochter ein verstohlenes Lächeln. "Vielleicht ist es an der Zeit, Euch in die wahren Geheimnisse der Shal'dorei einzuweihen."

<Die nachfolgenden Seiten wurden mit Obszönitäten in der Sprache der Nachtgeborenen vollgekritzelt.>

Anmerkungen[]

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