Druide P&P

Druiden, welche mehrheitlich bei den Völkern der Nachtelfen und Tauren vorzufinden sind, wandeln auf dem Pfad der Natur. Ihre Kräfte beziehen sie aus der Natur selbst, welche es ihnen ermöglicht, natürliche Energien zu kanalisieren und diverse Tiergestalten anzunehmen.[1] Druiden kommen und gehen, wie es ihnen beliebt, und ihre Ziele haben normalerweise wenig mit denen der "zivilisierten" Welt gemein.[2]

Druiden verfügen über ein tiefgreifendes Verständnis darüber, wie alle lebenden Kreaturen voneinander abhängig sind. Wenn dieses prekäre Gleichgewicht gestört wird, ist es die selbstgewählte Aufgabe der Druiden, die Balance wieder herzustellen. Dazu kann der Druide seine Verbindung zum Smaragdgrünen Traum einsetzen, um einen beruhigenden Einfluss auf Tiere auszuüben oder sie notfalls sogar eine Zeit lang in Winterschlaf zu versetzen. [...] Aus offensichtlichen Gründen fühlt sich der Druide in der freien Wildbahn am wohlsten. Doch genauso unausweichlich verliert er einen Teil seiner Effektivität, wenn er zu lange von der Natur getrennt ist. Was nützt ein reinigender Regenschauer, wenn der Druide den Himmel nicht sehen kann? Wie sollen Wurzeln gegen einen Feind helfen, der auf einem hohen Turm steht?[2]

Offizielle Klassenbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Druiden nutzen die endlosen Mächte der Natur, um Gleichgewicht zu schaffen und das Leben zu beschützen. Erfahrenere Druiden können die rohe Gewalt der Natur entfesseln, um aus der Ferne den Zorn der Himmel auf Feinde niedergehen zu lassen, sie mit verzauberten Ranken festzuhalten oder in unnachgiebigen Wirbelstürmen zu verlangsamen. Doch diese Macht erlaubt ihnen auch, Wunden zu heilen und gefallene Verbündete ins Leben zurückzuholen. Druiden befinden sich im harmonischen Einklang mit den Tiergeistern Azeroths.

Als Meister der Gestaltwandelkunst können Druiden die Form vieler verschiedener Wesen annehmen und sich mit Leichtigkeit in einen Bären, eine Katze, eine Sturmkrähe oder einen Seelöwen verwandeln. Diese Fähigkeit erlaubt ihnen, während ihrer Abenteuer verschiedene Rollen einzunehmen. So können sie in einer Minute Feinde in Stücke reißen und schon in der nächsten das Schlachtfeld von oben überwachen. Die Wächter der natürlichen Ordnung gehören zu den vielseitigsten Helden Azeroths und müssen jederzeit bereit sein, sich neuen Herausforderungen anzupassen.

  • Vielseitigkeit: Druiden können ihre Gestalt ändern und verschiedene Rollen einnehmen. So können sie beispielsweise als Tank, als Heiler oder als Schadensverursacher dienen. Zudem stehen ihnen Gestalten zur Verfügung, mit denen sie an Land, im Wasser und in der Luft schneller reisen können.
  • Heilung: Druiden rufen die Mächte der Natur an, um im Kampf verletzte Verbündete schnell heilen zu können.
  • Verteidigung: In ihrer Bärengestalt besitzen Druiden ein dickes Fell und ein imposantes Auftreten, wodurch sie an vorderster Front kämpfen und schwächere Gruppenmitglieder ideal beschützen können.
  • Nah- und Fernkampfschaden: Druiden können die Gestalt von wilden Katzen annehmen, um ihren Feinden aus der Nähe mit Zähnen und Klauen auf den Leib zu rücken, oder als wilder Mondkin Feinde aus der Ferne in Stücke reißen."[3]

Spezialisierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Die formgebenden Elemente des Universums sind fließende Naturgewalten. Einige Wesen suchen die Macht dieser natürlichen Elemente ihrem Willen zu unterwerfen. Druiden hingegen verehren die Schutzgeister der Natur. Vor langer Zeit war die Natur aus der Balance geraten und die Welt stand Katastrophen schutzlos gegenüber, wie beispielsweise der ersten Invasion der Brennenden Legion. Gleichgewichtsdruiden nutzen die heiligen Kräfte des Mondes, der Sonne und der Sterne, um Arkan- und Naturmagie zu verwenden. Sie werden durch die Gestaltwandlung noch mächtiger, wenn sie als Mondkin gegen Missverhältnisse kämpfen, welche die natürliche Ordnung bedrohen."[4]

"Wildheitsdruiden streben ebenfalls danach, das Gleichgewicht der Natur zu bewahren. Sie beobachten die fabelhafte Komplexität des greifbaren Universums und seine fragile Struktur, in der alle Lebewesen einen Daseinszweck haben. Ob an Land oder im Meer, in einem satten Dschungel oder der brachen Wüste – der Tod ist Teil des Kreislaufs, der das Leben nährt. Das Gleichgewicht der Natur ist ein ewiger Tanz zwischen Raubtier und Beute. Als Gestaltwandler strebt der Wildheitsdruide stets danach, diese Wahrheit besser zu verstehen. Er möchte instinktiv mit der Wildnis verbunden sein und nimmt im Kampf die Gestalt einer tödlichen Raubkatze an. Wildheitsdruiden werden zu grausamen, beweglichen Pirschern. Ausgestattet mit einem vielfältigen Arsenal animalischer Taktiken beißen und zerfetzen sie ihre Gegner, bis ihr Lebensblut sie verlässt. Die Mächte des Chaos werden durch den Urfuror des Druiden gezähmt."[4]

"Wie ihre Geschwister, die Wildheitsdruiden, finden Wächterdruiden ihre Verbindung zum Gleichgewicht der Natur über das Königreich der Tiere. Sie versetzen sich in die Wildnis, um nachvollziehen zu können, wie das Leben trotz aller Widrigkeiten fortbestehen kann. Sie wissen, dass meist die Kreaturen überleben, die sich und Ihresgleichen am besten beschützen können. So erkennt der Wächterdruide einen tief greifenden und harmonischen Wert in der Standhaftigkeit, erkennt aber auch, dass sie auch Aggression bedingt, wenn Gefahr naht. Er nimmt die Gestalt eines großen Bären an und wird zu einer Wand aus Fell, Klauen, Zähnen und Wut. Die Kräfte der Natur stehen ihm zur Seite, wenn er sich zwischen die Bedrohungen und seine Verbündeten stellt."[4]

"Für die zahlreichen Geschenke der Natur muss man bisweilen auch etwas zurückgeben. Wiederherstellungsdruiden versuchen Ordnung in der Welt herzustellen, indem sie sich direkt um ihre zahlreichen Lebewesen kümmern. Sie sind Freunde der Flora und Fauna und feiern Entstehen und Wachstum von Leben. Wo Zerfall einsetzt, sorgen sie für Verjüngung. Wo etwas im Niedergang begriffen ist, lassen sie es nachwachsen. Das Leben muss nicht nur beschützt, sondern auch genährt werden. Wo die Natur sich entfaltet, gedeiht das Leben. Um diese Harmonie zu fördern, baut der Wiederherstellungsdruide eine enge Verbindung zur Flora auf. Er zieht Inspiration daraus, wie Blumen blühen, Samen sprießen, Pilzsporen fliegen und Bäume wachsen. Wie die Natur selbst besteht auch der Wiederherstellungsdruide durch Geduld und Beständigkeit – die Grundlagen für Entstehen und Fortbestand jeglichen Lebens. Er nutzt diese Kraft, um Leiden und Wunden zu heilen, damit seine Verbündeten nicht fallen."[4]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung des Druidentums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einem taurischen Mythos zufolge soll Cenarius sie als erstes in den Künsten des Druidentums unterwiesen haben.[5] Auf der anderen Seite gilt Malfurion Sturmgrimm für die Nachtelfen als erster Druide. Losgelöst von jeglichen Mythen lebte Cenarius tatsächtlich um 12.000 vDP unter den Vorfahren der Tauren, den Yaungol, als diese sich in der Nähe des Brunnens der Ewigkeit aufhielten; Malfurion war aber der erste, der in den Wegen des Druidentums um 10.000 vDP tatsächlich unterrichtet wurde, was ihn zum ersten Druiden macht.[6][7] Die Yaungol wiederum können als solches eher mit den Erntehexern aus Gilneas verglichen werden, welche zwar eine primitive Form des Druidentums durchaus praktizierten, sind aber, wie auch Talwandler Farodin, nicht als "vollwertige Druiden" anzusehen.[8]

Die Nachtelfen und der Dritte Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WC3Logo.png Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.

Die nachtelfischen Druiden befanden sich in großen Teilen in ihren Hügelgräbern, von wo sie schlafend den Smaragdgrünen Traum durchwanderten. Manchmal wurden sie im Lauf der Jahrhunderte auch erweckt, um bei der Verteidigung der Wälder behilflich zu sein. Die Druiden waren auch die ersten, die bemerkten, wie die Seuche des Untodes die Wildtiere in den Östlichen Königreichen dahinraffte. Aus dem Smaragdgrünen Traum griffen sie mit ihrem Geist in die materielle Welt hinaus, um die Plage aufzuhalten, jedoch ohne Erfolg. Einige dieser Druiden informierten Tyrande Wisperwind über die Geschehnisse, welche hinter der Seuche eine vertraute Macht spürte: die Brennende Legion.[9]

Mit der Rückkehr der Brennenden Legion und dem damit einhergehenden Dritten Krieg fasste Tyrande Wisperwind den Entschluss, ihren Gefährten Malfurion Sturmgrimm sowie die Druiden zu wecken, um die Ländereien der Nachtelfen zu beschützen und sich gegen die dämonische Bedrohung zur Wehr zu setzen.[10][11][12] Nach der Erweckung der Druiden der Klaue[13] zog es Malfurion und Tyrande in weitere unterirdische Gefilde, wo die Druiden der Kralle, welche sich in ihrer tierischen Gestalt verloren hatten, zur Besinnung gebracht werden konnten.[14] Der Grund für die späte Reaktion der Druiden und ihre Verwirrung lag in Cenarius' Tod. Als Cenarius gestorben war, fegte seine Tod wie eine Schockwelle durch den Smaragdgrünen Traum, die die Druiden schwächte und in einen Zustand der Verwirrung versetzte. Malfurion und seine Gefährten nahmen zwar bruchstückhaft wahr, was in der materiellen Welt vor sich ging, aber sie waren mehr oder weniger im Traum gefangen.[12]

Bei der Schlacht am Berg Hyjal 21 nDP bündelten die Druiden ihre Kräfte, um die Zauber von Nordrassil selbst zu entfachen und Archimonde zu besiegen. Wenngleich ihr Zauber erfolgreich war und der Eredar augenblicklich ausgelöscht wurde, bezahlten sie für ihren Sieg einen hohen Preis. Die Nachtelfen verloren ihre Unsterblichkeit und Immunität gegenüber Krankheiten, Nordrassil war schwer beschädigt und es wurde für die Druiden deutlich schwerer, den Smaragdgrünen Traum zu erreichen.[15]

Fähigkeiten & Eigenarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roman.png Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.
  • Gleichgewicht: "Jedes Tier, jedes Wesen dient vielen Zwecken. Sie sind alle Teil der Zyklen des Waldes, und dazu gehört die Notwendigkeit zu essen. Ihr seid wie der Bär oder der Wolf, die beide frei in meinem Reich jagen. Nichts wird hier vergeudet. Alles kehrt zurück, um das neue Wachstum zu nähren. Das Reh, von dem Ihr Euch nun nährt, wird wiedergeboren werden und wieder sein Leben leben. Und es wird sein Opfer vergessen haben." (Cenarius)[16]
  • Verwandlung: Eine Verwandlung aus der Tiergestalt, wie sie für Hamuul Runentotem vom Bären zurück in den Tauren beschrieben wird, scheint recht rasch und schmerzlos von statten zu gehen: "Seine schwarzen glänzenden Krallen wurden zu starken Fingern. Das zottelige bräunliche Fell wurde kürzer, die Bärenschnauze länger. Die Hörner entsprangen nun einem größeren Kopf, in dem sanfte, tief liegende Augen ruhten. Das Skelett und einzelne Organe bewegten sich unter der Haut. Die Hinterbeine wurden zu langen, starken Gliedern mit Hufen statt Pfoten, und den kurzen Schwanz verlängerte schließlich ein Haarbüschel."[17] Auch die Krallendruiden, welche Genn Graumähne beobachtete, verwandelten sich ohne größeres Aufhebens in Windeseile.[18]

Volksspezifische Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachtelfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Frühzeit des nachtelfischen Druidentums experimentierten die Elfen mit diversen Formen. Malfurion Sturmgrimm hatte allerdings ein wachsames Auge über seine Brüder und zu gewagte Formen, wie etwa die Rudelgestalt wurden von ihm verboten.[19]
  • Im Gegensatz zu der Schildwache sind die Druiden wesentlich weniger straff und militaristisch organisiert.[20]

Trolle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Worgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frühformen des Druidentums existierten unter den Menschenstämmen, die sich aus den Vrykul in Tirisfal entwickelt hatten.[21] Das Aufkommen organisierter Religionen wie dem Heiligen Licht und mächtiger arkaner Magien durch die Hochelfen jedoch verdrängten diese Traditionen. Aufgrund der Isolation konnte Gilneas sich einen Teil seiner alten Kultur bis in die heutige Zeit bewahren.[22] So hatte auch Genn Graumähne davon gehört, dass das Druidentum mitunter unter der Landbevölkerung Gilneas' ausgeübt wurde, war aber selbst nie damit konfrontiert worden.[23]
  • Erntehexen: Erntehexen verfügen über eine begrenzte Macht über die Natur, insbesondere die Pflanzenwelt, und in gewisser Weise sind die Kräfte der Erntehexen mit den grundlegenden Fähigkeiten echter Druiden vergleichbar. Erntehexen, die dem Worgenfluch zum Opfer gefallen sind (der druidischen Ursprungs war), bemerkten, dass ihre Kräfte plötzlich verstärkt wurden. Nach dem ersten Kontakt mit den Nachtelfen bot man den verfluchten Erntehexen einen Platz im Zirkel des Cenarius an, um sie weiter studieren und ausbilden zu können.[22]

Bekannte Druiden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


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