Erzmagier Antonidas war Anführer der Kirin Tor von Dalaran[3] und Lehrmeister von Jaina Prachtmeer. Er neigte zu einer "typisch-magischen" Unordnung, die er auch an seine Schülerin "vererbte"[4] und galt Außenstehenden gegenüber als sehr misstrauisch.[5] Er starb, als die Geißel im Wirren des Dritten Krieges Dalaran angriff.[2]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Erste Krieg und der Rat der Sieben Nationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

In den Thronsaal trat eine Legende. Gross und hager, mit langem, grau durchwirktem Bart und dazu passenden Augenbrauen, die Glatze von einer goldumrandeten Kappe bedeckt, erschien nun Erzmagier Antonidas. [...] Der Meistermagier, der mit jedem Zoll wie ein echter Monarch wirkte, hier neben den anderen Regenten zu sehen, erfüllte Khadgar mit blanker Ehrfurcht.[1]

Nachdem Anduin Lothar die Überlebenden Sturmwinds nach Lordaeron geführt hatte[6] ließ König Terenas die Oberhäupter der Menschenreiche zum "Rat der Sieben Nationen" zusammenrufen, um über die Bedrohung durch ein Volk namens "Orcs" zu sprechen, und Antonidas reiste für Dalaran und die Kirin Tor an. Er offenbarte den Anwesenden, dass die Kirin Tor bereits Kenntnis über die Orcs und vor allem deren Hexenmeister erlangt hatten, man die Vorkommnisse um Sturmwind aber zunächst für eine lokale Plage gehalten hatte.[1]

Terenas forderte die anderen Herrscher auf, sich zu einer wirklichen Allianz zusammenzuschließen, einem Bündnis, das die Bedrohung der Horde auslöschen und Sturmwind für seine überlebenden Bürger zurückfordern sollte und einige, wie Antonidas, begegneten diesem Vorschlag durchaus mit Interesse.[7] Während der Rat seine Treffen fortsetzte, bereitete sich die Horde erneut auf den Krieg vor.[8]

Der Zweite Krieg und die Allianz von Lordaeron (4/5-7 nDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Während die Horde inzwischen Khaz Modan erobert hatte[9] und damit begonnen hatte, im Sumpfland eine Flotte zu bauen um weiter nach Norden zu ziehen[10], diskutierte der Rat der Sieben Nationen weiter über das Für und Wider eines Zusammenschlusses.[11] Sowohl Antonidas als auch Alonsus Faol nutzen ihren Einfluss, um mäßigend einzuwirken.[12] Während ihrer Sitzungen trafen Gnomen- und Zwergenflüchtlinge mit den grimmigen Nachrichten aus Khaz Modan ein. Ungeachtet der besorgniserregenden Geschehnisse lehnten Genn Graumähne und Aiden Perenolde die Bildung einer Allianz allerdings weiterhin starrsinnig ab[11] und erst Turalyons Rede vor dem Rat konnte auch die stärksten Kritiker überzeugen. Noch am selben Tag stimmten die Herrscher für die Gründung eines Bündnisses - der Allianz von Lordaeron. Anduin Lothar übernahm den militärischen Oberbefehl.[13]

Antonidas sicherte Lothar die Unterstützung der Kirin Tor zu und ernannte Khadgar zu deren Sprecher, welcher sowohl die Magier koordinieren als auch Dalaran berichten sollte.[12] Zudem rief er Khadgar zu sich, um mehr über Medivhs Ableben zu erfahren.[14]

Das Auge von Dalaran (~8 nDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Nach der Niederlage der Horde im Zweiten Krieg gelang es Ner'zhul, das Dunkle Portal erneut zu öffnen. Zweck dieses erneuten Einfalls auf Azeroth war die Beschaffung einiger mächtiger Artefakte, welche den Orcs ermöglichen sollten, von Draenor zu entkommen.[15][16][17][18] Bei einem dieser Artefakte handelte es sich um das Auge von Dalaran, welches mit Schutzzaubern belegt in Dalaran aufbewahrt wurde. Todesschwinge, der die Orcs unterstützte, versammelte seine Schwarzen Drachen und griff die äußeren Verteidigungsanlagen von Dalaran als Ablenkungsmanöver an, damit Teron Blutschatten mit einer kleinen Gruppe in die Stadt schleichen konnte. Nachdem Blutschatten die Bannzauber um das Artefakt zerschmettert hatte, erregte er damit Antonidas' Aufmerksamkeit. Gemeinsam mit einer Handvoll weiterer Magier - darunter Kael'thas und Sathera - begab sich der Anführer der Kirin Tor zur Arkanen Schatzkammer und bekämpfte die Todesritter, aber die Hordler hatten das Überraschungsmoment auf ihrer Seite. Blutschatten und seine Begleiter entkamen mit dem Artefakt und alles, was Antonidas blieb war, Khadgar zu warnen.[19][20][20][21]

Die Lethargie der Orcs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roman.png Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.

Nach dem Zweiten Krieg wurden viele Orcs zusammengerottet und in Internierungslagern untergebracht. Einige, wie Kael'thas, waren der Meinung es sei das Beste, sie einfach zu töten, jetzt wo sie schwächlich waren. Antonidas aber hatte eine andere Hypothese. Indem er das Wenige, was über die orcische Geschichte bekannt war untersuchte, fand er heraus dass sich die Orcs seit Generationen unter dem Einfluss von Dämonen oder der Magie der Hexenmeister befanden.[5] Antonidas vertrat die Theorie, dass die Lethargie der Orcs keine Krankheit sei, sondern eher der Entzug der dämonischen Magie, welche sie über die Jahre gefüllt hatte. Obschon die Symptome eindeutig waren, gelang es Antonidas nicht, ein Heilmittel gegen den Zustand der Orcs zu finden. Viele seiner Mitmagier sowie auch Anführer der Allianz hielten es für unklug, überhaupt nach einem solchen Heilmittel zu forschen. Nachdem er den Orcs nicht helfen konnte gelangte Antonidas zur Schlussfolgerung, dass die einzige Heilung eine spirituelle sein müsste.[22][23]

Dritter Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WC3Logo.png Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.

Antonidas in Warcraft III.

Antonidas in Warcraft III.

Obschon sein gesundheitlicher Zustand Antonidas nur schwerlich erlaubte, Dalaran länger zu verlassen, nutzte er seine Schülerin, Jaina Prachtmeer, welche zu seinen Augen und Ohren in der Welt wurde. Als sich der Zauberer Kel'Thuzad zunehmenst mit Nekromantie beschäftigte und damit den Stand und die Sicherheit von Dalaran bedrohte, beendete Antonidas dieses Treiben und verbannte Kel'Thuzad aus der magischen Stadt und ließ sein Hab und Gut konfiszieren.[24]

Wie andere prominente Charaktere der Allianz erhielt auch Antonidas Besuch von dem mysteriösen Propheten vor Beginn der Invasion der Brennenden Legion. Antonidas zeigte wenig Interesse und machte noch weniger Anstalten, ihm Glauben zu schenken.[25][26] Stattdessen bereitete ihm die Kunde einer Seuche in den Nordlanden Sorgen und so entsandte er seine Schülerin Jaina, gemeinsam mit Arthas, um den Vorkommnissen aus den Grund zu gehen.[27][25] Er erkannte den Ernst der Lage, als eine völlig entkräftete Jaina sich zu ihm teleportierte, und ihm von der bedrohlichen Lage Herdweilers berichtete. Sogleich ordnete er an, Portale zu schaffen, um die lordaeronschen Soldaten schnellstmöglich zu Arthas' Hilfe zu senden.[28]

Antonidas untersuchte die Seuche weiterhin auf Distanz, bis schließlich die Geißel vor den Toren Dalarans stand. Arthas und Kel'Thuzad hatten ihre Truppen nach Dalaran geführt, um an das Buch von Medivh zu gelangen. Antonidas und die Kirin Tor hatten sich vorbereitet, einen Großteil der Zivilbevölkerung der Stadt evakuiert und zurück blieb nur eine kleine Widerstandsgruppe. Vor der Schlacht wies er zudem Jaina an, die ursprünglichen Warnungen des kapuzenverhüllten Propheten zu beherzigen, und nach Westen zu segeln.[29] Obschon Antonidas sein Bestes tat, um Dalaran zu verteidigen und unter anderem einen Schutzschild aufrechterhielt, welches jedem Untoten der die Stadt betreten wollte, unglaublichen Schaden zufügte, waren seine Bemühungen letztendlich zum Scheitern verurteilt. Arthas führte seine untoten Diener in die Stadt und schließlich in die Violette Zitadelle.[30][31][32] Antonidas starb beim Versuch, den Diebstahl des Buchs von Medivhs zu verhindern.[33]

Sein Geist suchte die zerstörten Mauern von Dalaran noch eine Zeit heim. Als Kael'thas aus den Kerkern von Dalaran floh, traf er auf seinen wie auch auf andere Geister der Kirin Tor. Er ließ sie frei und erlaubte ihnen somit endlich zur Ruhe zu kommen.[30] Beim Wiederaufbau von Dalaran durch die überlebenden Kirin Tor wurde dem alten Erzmagier ein Denkmal in der Stadt errichtet.[34]

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Es liegt genauso wenig in der Natur der Frau, Magierin zu werden, wie es in der Natur des Hundes liegt, eine Arie zu komponieren."[4]
  • "Ah, jetzt weiß ich, wer Ihr seid. Ihr seid der herumziehende Prophet, den König Terenas in seinem letzten Brief erwähnt hat. Und ich interessiere mich nicht für Euer Geschwätz, genauso wenig wie er."[25]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


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