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Für das Ingame-Buch, siehe Die Allianz von Lordaeron.

Die Allianz von Lordaeron, der Vorgänger der heutigen Allianz, war ein Zusammenschluss der Sieben Königreiche, Khaz Modan, den Wildhammerzwergen sowie den Hochelfen aus Quel'Thalas, um gegen die Horde im Zweiten Krieg zu bestehen.

Hintergrund[]

Zweiter Krieg (4/5-7 nDP)[]

Vom Rat der Sieben Nationen zur Allianz[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Turalyon vor dem Rat der Sieben Nationen.

Während Anduin Lothar und die Überlebenden von Sturmwind gen Norden flohen, breitete sich die Nachricht von der Zerstörung der Stadt unter den Nationen aus.[1] Als die Flüchtlinge schließlich in Lordaeron ankamen, berichtete Lothar Terenas von der wahren Macht der Horde und drängte den König, die anderen Nationen der Menschen sofort zu vereinen. Eine solche Zusammenkunft hatte es schon lange nicht mehr gegeben, und neben Terenas und Lothar waren König Genn Graumähne aus Gilneas, Großadmiral Daelin Prachtmeer aus Kul Tiras, Erzmagier Antonidas von Dalaran, König Thoras Trollbann aus Stromgarde und König Aiden Perenolde aus Alterac zugegen.[1][2][3] Es sollte allerdings mehrere Debatten benötigen, um alle Herrscher zu überzeugen.[4] Während der Rat entsprechende Treffen fortsetzte, bereitete sich die Horde erneut auf den Krieg vor.[5]

Turalyon schaffte es inmitten hitziger Debatten schließlich, selbst Graumähne und Perenolde zu überzeugen.[6] Noch am selben Tag stimmten die Herrscher für die Gründung eines Bündnisses - der Allianz von Lordaeron. Anduin Lothar übernahm den militärischen Oberbefehl. Zudem erblickte der Orden der Silbernen Hand das Licht der Welt und die Paladine sollten eine tatkräftige, nationsübergreifende Unterstützung werden.[7] Die Hochelfen indessen erwiderten die ersten Hilferufe mit gemischten Gefühlen. Sicherlich hatte man während der Trollkriege (~2.800 vDP) der Blutlinie der Arathi einen Eid geschworen, doch Anasterian Sonnenwanderer sah in den Orcs zunächst keine wirkliche Bedrohung, so dass er nur eine kleine Elfen-Flotte schickte und den Rest seiner Truppen anwies, in Quel'Thalas zu bleiben. Nicht jeder gehorchte jedoch seinem Befehl und Alleria Windläufer führte ihre Waldläufer gegen den Willen ihres Königs gen Süden.[8]

Die Schlacht im Vorgebirge des Hügellandes (6 nDP)[]

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Paladine und andere Soldaten der Allianz im Kampf mit den Todesrittern.

Nach einem ersten Gefecht zur See nahe der Insel Zul'Dare erreichten die Truppen der Horde schließlich das Vorgebirge des Hügellandes, wo Anduin Lothar die Allianzstreitkräfte versammelt hatte. Die Verteidigung der Allianz war zunächst spärlich, denn die Truppen waren ungeordnet und unkoordiniert.[9]

Das Ziel der Horde, Lordaeron, schien offensichtlich, und so postierte Lothar seine Truppen, damit sie die nördlichen und westlichen Routen zur Hauptstadt blockierten. Er konnte die Furcht in den Augen seiner Soldaten sehen, denn für die meisten von ihnen war dies das erste Mal, dass sie den Feind zu Gesicht bekamen, und die hünenhaften Orcs wirkten, als wären sie geradewegs einem Albtraum entstiegen. Zum Glück für Lothar schenkte die Präsenz der Paladine vielen Kämpfern Mut. Die Kriegstrommeln der Horde erklangen schließlich und der Zweite Krieg begann. Die Gefechte erfüllten das Hügelland und Horde und Allianz waren sich ebenbürtig und Orgrim Schicksalshammer wandte sich an die Amani, um einen anderen Weg zur Hauptstadt Lordaerons zu finden.[10]

Der Nistgipfel und der Angriff auf Quel'Thalas[]

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Als die Orcs ins Hinterland einmarschierten, stürzten sich die Greifenreiter der Wildhammerzwerge unter Kurdrans Führung auf die Invasoren herab und schließlich entbrannte eine Schlacht vor den Toren des Nistgipfels.[11] Mit der Unterstützung der Armee Anduin Lothars gelang es rasch, die Orcs zu vertreiben und zum Rückzug in die Wälder zu zwingen. Kurdran stellte daraufhin seinen Klan in den Dienst der Allianz.[12]

Orgrim Schicksalshammer führte indes Truppenteile nach Quel'Thalas, um sich die weitere Unterstützung der Amani zu sichern, welche ihren Erzfeind auslöschen wollten.[13] Während Anasterian Sonnenwanderer seine besten Generäle anwies, den Vormarsch aufzuhalten, erreichten auch Turalyon und die Allianzarmee die elfischen Wälder. Diesmal musste Anasterian auch nicht mehr davon überzeugt werden, dass die Horde eine Bedrohung darstellte, und die Allianz hatte die volle Unterstützung der Hochelfen.[14]

Alteracs Verrat[]

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Nachdem die Eroberung Silbermonds gescheitert war, rief Orgrim Schicksalshammer seine Truppen zurück, um nach Westen zu marschieren. Die Straßen und Täler zwischen Quel'Thalas und Lordaeron waren die einfachste Route zur Hauptstadt Lordaerons, doch sie waren gut geschützt, so dass sich Schicksalshammer für einen anderen Weg entschied: Er gedachte, seine Armeen durch das Alteracgebirge südlich der Hauptstadt zu führen und sich so das Überraschungsmoment zu sichern.[15]

Als die Horde in das Gebirge vordrang, wurden sie von Aiden Perenoldes Truppen nicht aufgehalten, im Gegenteil. Der König von Alterac erwartete die Horde mit dem Angebot, ihnen zu helfen. Seit dem Beginn des Zweiten Krieges war Perenolde des Kampfes müde geworden und er glaubte, dass die Orcs eine unbesiebgare Macht seien. Seine Furcht hatte angesichts der Todesritter, Roten Drachen und Oger-Magier nur noch zugenommen. So sah er die einzige Möglichkeit zu überleben darin, den Orcs sicheres Geleit durch die Berge zu garantieren und damit verschont zu bleiben.[16][17]

Der Rückzug der Horde[]

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Durch Alteracs Verrat gelang es Orgrim Schicksalshammer, Lordaeron rasch zu erreichen, und die Belagerung der Hauptstadt begann.[17] Wenngleich sich die Menschen äußerst beharrlich zeigten, zerbröckelten die Mauern mit jedem weiteren Tag unter dem Hagel der Belagerungsmaschinen. Schicksalshammer wurde unruhiger, als auch Turalyon mit seinen Truppen Lordaeron erreichte, während seine eigene Verstärkung auf sich warten ließ. Durch Gul'dans Verrat kamen allerdings nur die Drachenmalorcs zu seiner Unterstützung. Zorn brannte in seinen Adern, aber er hatte keine andere Wahl, als den Rückzug auszurufen.[18]

Die Allianztruppen jagten der fliehenden Horde nach Süden hinterher[19] und obwohl auch die Soldaten der Allianz nach Monaten des Kämpfens erschöpft waren, drängte Lothar sie weiter. Die Schnelligkeit, mit welcher die Allianz nach Süden marschieren konnte, lag nicht zuletzt in den Paladinen begründet. Sie behandelten die Verwundeten und erfüllten ihre Herzen mit Entschlossenheit und Mut. Die Soldaten der Allianz stürmten nach Khaz Modan, machten kurzen Prozess mit dem Klan des Blutenden Auges und befreiten Eisenschmiede und Gnomeregan. Zwerge wie Gnome schlossen sich der Allianz an, um sie im Krieg mit ihren Hämmern, Äxten und Technologie zu unterstützen.[20]

Auch Anduin Lothars Tod an der Schwarzfelsspitze schien die Allianz nicht mehr aufzuhalten und Turalyon führte die Soldaten bis zum Dunklen Portal, zu welchem einige Orcs geflüchtet waren. Die Schlacht im Schwarzen Morast gehörte zu den grausamsten und erbittersten des Zweiten Krieges und sicherte den Orcs den Rückzug durch das Portal. Turalyon setzte ihnen nicht nach, sondern rief Khadgar herbei, um das Dunkle Portal zu zerstören und eine Rückkehr der Horde zu verhindern.[21]

Der Preis des Krieges[]

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Nach dem Ende des Zweiten Krieges fanden in jeder Allianzstadt Siegesfeiern statt. Menschen, Zwerge, Gnome und Hochelfen zelebrierten ihren Triumph, bevor die harte Realität sie wieder einholte. Der Krieg hatte die Östlichen Königreiche verheert und zahllose Dörfer und Städte waren von der Horde in Schutt und Asche gelegt worden. Die Herrscher erklärten sich bereit, ihre Mittel zu bündeln und die vom Krieg verwüsteten Nationen zu heilen. Zudem galt es zu klären, wie man mit Alterac verfahren sollte.[22]

Nicht alle Mitglieder der Allianz konzentrierten sich auf Heilung und Wiederaufbau. In vielen Herzen brannte auch immer noch der Hass auf die Orcs und Alleria Windläufer war nicht die Einzige, die die Orcs jagte. Gruppen von Menschen, Elfen, Zwergen und Gnomen streiften durch die Östlichen Königreiche und nahmen die Orcs wahlweise gefangen oder töteten sie.[23]

Weit im Süden wiederum wachte Khadgar über den Ort, wo zuvor das Dunkle Portal gestanden hatte. Lediglich ein Riss war übriggeblieben, durch den weiterhin Teufelsenergien aus Draenor nach Azeroth strömten. Er forderte die Nationen der Allianz auf, eine Festung zu errichten, um den Riss zu bewachen - Burg Nethergarde.[24]

Jenseits des Dunklen Portals[]

Die Wiedereröffnung des Dunklen Portals (~8 nDP)[]

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Nachdem Khadgar eine unleugbare Zunahme von Teufelsmagie dort, wo einst das Dunkle Portal gestanden hatte, ausgemacht hatte, befürchtete er, dass die Orcs versuchen würden, den Riss auszuweiten und abermals nach Azeroth zu strömen. Daher schickte er zahlreichen Allianzführern eine Nachricht, in der er sie bat, sofort in Burg Nethergarde zusammenzukommen. Nach Khadgars Ausführungen waren sich die versammelten Anführer darin einig, ihm ihre volle Unterstützung zu gewähren. Turalyon koordinierte die militärischen Gegenmaßnahmen von Sturmwind aus und beauftragte Danath Trollbann, ein kleine Armee in die Verwüstete Lande zu führen.[25]

Nur wenige Wochen, nachdem Khadgar die Allianz gewarnt hatte, erreichte Ner'zhul auf Draenor sein Ziel. Als Danaths dürftige Armee das Dunkle Portal erreichte, hatte die Horde bereits viele ihrer Krieger nach Azeroth gebracht, und die Menschen waren der feindlichen Übermacht chancenlos unterlegen. Trotz der ersten Niederlage war Danath jedoch zuversichtlich, dass er die orcischen Truppen in der Region zurückhalten konnte, bis der Rest der Allianz eintraf.[26] Die Schlacht entwickelte sich allmählich zu einem Patt, nachdem auch Turalyon mit seiner Verstärkung eingetroffen war und allmählich dämmerte den Verteidigern, dass die Horde vor allem Zeit schinden wollte. Die Gefangennahme und das von Turalyon mit Hilfe des Lichts durchgeführte Verhör von Gaz Soulripper bestätigte den Verdacht: Ner'zhul hatte kein Interesse an einem Eroberungsfeldzug, sondern suchte lediglich nach mächtigen Artefakten.[27][28][29]

Die "Alterac-Krise"[]

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Die Diskussionen, wie mit Alterac zu verfahren sei, wurden allmählich zu einer politischen Krise, in welche sich Todesschwinge ebenfalls einmischte. Die Allianz war erzürnt über Alteracts Verrat, und es wurde darüber diskutiert, wie das Königreich bestraft werden sollte - oder ob es überhaupt verdiente, fortzubestehen.[30] Lordaeron, Stromgarde und Gilneas debattierten darüber, ob Territorien aufgeteilt werden sollten und u.a. Thoras Trollbann verlangte "seinen gerechten Anteil" an Ländereien, um die Kriegsverluste auszugleichen.[31] Als Lord Daval Prestor reiste Todesschwinge zum Hof Lordaerons und gab vor, ein entfernter Vetter von König Perenolde zu sein. Diese Verbindung zum Herrscherhaus von Alterac verlieh seinen Worten großes Gewicht. Er riet Terenas, das Kriegsrecht über Alterac zu verhängen, bis die Frage der Thronfolge geklärt sei. So marschierten Allianztruppen nach Alterac und auf Terenas' Geheiß wurden Perenolde und seine Familie unter Hausarrest gestellt.[32][33][30]

Die Allianzexpedition nach Draenor[]

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Die Söhne Lothars bei der Invasion Draenors.

Nachdem Khadgar und Turalyon die Tragweite des Plans der Orcs in Erfahrung gebracht hatten, stimmten beide darin überein, dass die Invasion der Horde auf einer weiteren Welt nicht geduldet werden konnte. Kein anderes Land sollte so leiden müssen, wie Azeroth gelitten hatte.[34] Die Allianzexpedition der Söhne Lothars durchschritt das Portal ins Ungewisse.[35][28]

Die Berichte der wenigen, welche es schließlich zurückgeschafft hatten, zeichneten ein düsteres Bild. Draenor war zerstört worden und einige der größten Feldherren und Helden der Allianz waren nicht von ihrer Expedition zurückgekehrt. Wenngleich es zunächst noch Hoffnung gab, dass Turalyon, Khadgar, Alleria, Kurdran, Danath und ihre Begleiter eines Tages zurückkehren würden, verblasste diese Hoffnung, umso mehr Zeit verstrich. Den Anführern der Expedition zu Ehren errichtete man an den Toren Sturmwinds Statuen, welche die Bürger täglich an jene erinnern sollten, die den höchsten Preis gezahlt hatten, um ihre Welt zu retten.[36]

Es sollte Jahrzehnte dauern, bis Azeroth erfuhr, was wirklich geshehen war. In der Zwischenzeit gewöhnten sich die Bewohner der Östlichen Königreiche an ihr neues Leben. Obwohl die Horde geschlagen war, sahen die Mitglieder der Allianz keinen Grund, ihre Fraktion aufzulösen. Die Bande zwischen ihnen würden bestehen bleiben, und sie würden ihre militärischen Kräfte bündeln, um die Welt zu schützen. Indes wuchs der Orden der Silbernen Hand stetig und andernorts studierten die Kirin Tor aus Dalaran die Orcs und ihre Magie.[36]

Nachkriegsjahre (ab ~8 nDP)[]

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Während der von Kil'jaeden erschaffene Lichkönig bereits in Nordend begann, seine Macht auszubauen[37] waren die Nationen der Östlichen Königreiche ganz mit dem Wiederaufbau beschäftigt und nahmen davon keinerlei Notiz. Die meisten Flüchtlinge aus Sturmwind waren nach Hause zurückgekehrt, und die Einigkeit zwischen den Nationen bröckelte, als sie sich der Realität der Nachkriegszeit gegenübersahen. Die Internierungslager zu unterhalten wurde immer teurer, was zu Spannungen führte und zudem befanden sich einige der gefährlichsten Klans noch immer auf freiem Fuß.[38] Zudem belastete Orgrim Schicksalshammers Gefängnisausbruch die Beziehung zwischen den meisten Allianzreichen und viel Vertrauen ging verloren.[39] An den brüchigen Bündnis nicht ganz unschuldig war auch Todesschwinge, welcher abermals in Gestalt von "Lord Daval Prestor" gemeinsam mit seinen Kindern Nefarian und Onyxia Gerüchte streute und Zwietracht sähte.[40]

Nach der Flucht Schicksalshammers verwandte die Allianz zwar nun mehr Zeit und Ressourcen darauf, die freien Orcs zu jagen, doch jenen gelang es oft, ihren Häschern zu entkommen und die Bemühungen fühlten sich wie eine Zeitverschwendung an. Die Wachen und Wehranlagen in den Gefängnissen wurden verdoppelt, um weitere Ausbrüche zu verhindern, und zur Überraschung der Allianz erfolgten keine weiteren Fluchtversuche. Stattdessen verfielen die verbliebenen Orcs in eine tiefe Lethargie, über welche viele Mitglieder der Allianz ganz glücklich waren, denn so stellten sie für den Moment keine weitere Bedrohung dar.[39]

Die Allianz zerbricht (~15 nDP)[]

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Thralls Flucht aus Durnholde und die Zerstörung der Internierungslager[41][42][43][44][45][46] war für viele in der Allianz von Lordaeron der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Lady Katrana Prestor half ein wenig nach, indem sie voller Leidenschaft mit jedem Adeligen sprach, dessen sie habhaft werden konnte. Die Hochelfen aus Quel'Thalas waren die ersten, die sich aus der Allianz zurückzogen. Die menschlichen Nationen Gilneas und Stromgarde folgten als nächste. Nachdem Genn Graumähne alle militärischen Pakte aufgekündigt hatte, ließ er den Graumähnenwall errichten, um sein Reich völlig zu isolieren.[47]

Mehrere Königreiche verkündeten indes, dass sie nicht bereit waren, einfach zuzuschauen, wie die Allianz zerbrach. König Varian Wrynn von Sturmwind, König Terenas Menethil II. von Lordaeron, die Kirin Tor von Dalaran, Großadmiral Daelin Prachtmeer aus Kul Tiras, König Magni Bronzebart von Eisenschmiede und Gelbin Mekkadrill von Gnomeregan bekräftigten allesamt, dass sie vereint gegen alle zukünftigen Herausforderungen zusammenstehen würden.[48] Nichtsdestotrotz war die Allianz geschwächt und damit schien der Moment für Kil'jaeden gekommen, die Seuche des Untodes durch den Lichkönig entfesseln zu lassen.[49]

Dritter Krieg[]

Der Fall von Lordaeron[]

Chroniken-Icon.png Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Als Arthas aus Nordend zurückkehrte, war er bereits zu einem Diener des Lichkönigs geworden und während sich die Bürger in der Hauptstadt versammelten, um feierlich die Rückkehr ihres Prinzen zu feierten, ahnten sie nicht, welche Tragödie sich alsbald abspielen sollte. Arthas tötete Terenas und stillte Frostgrams Hunger mit der Seele seines Vaters[50], bevor er und seine Todesritter begannen, durch die Straßen zu wüten. Gleichzeitig tauchte die Geißel überall in Lordaeron aus dem Verborgenen auf und startete ihre eigenen Angriffe gegen die Lebenden. Der Dritte Krieg hatte begonnen.[51]

Die anderen Nationen der Allianz konnten die Nachrichten aus Lordaeron kaum glauben. Niemand dort hätte sich je so ein albtraumhaftes Szenario ausmalen können, und die meisten waren nicht darauf vorbereitet, auf eine solche Situation zu reagieren - aber sie versuchten es dennoch. Magier aus Dalaran, Zwerge aus Eisenschmiede und vom Nistgipfel, einige Gnome aus Gnomeregan (auch wenn ihre Unterstützung aufgrund der Invasion Gnomeregans vor allem aus Waffen bestand[52]) und Soldaten aus den benachbarten menschlichen Königreichen zogen gen Lordaeron, um die Geißel zu vernichten. Sogar Quel'Thalas, das alle Verbindungen zur Allianz gekappt hatte, entsandte Hochelfenpriester, um bei der Niederschlagung der Untoten zu helfen. Doch kein Gegner konnte gegen die Geißel bestehen. Arthas eroberte alsbald Lordaeron und nur hier und da verblieben kleine Widerstandsnester der Allianz, doch diese konnten nichts tun, außer mit ihrer Sturheit das Unvermeidliche hinauszuzögern.[53] Zu diesen Orten zählte bis zu Uthers Tod unter anderem Andorhal, von welchem aus die überlebenden Paladine Vorstöße gegen die Geißel wagten.[54]

Die gering ausgefallene Unterstützung aus Gnomeregan sorgte bei den Nationen der Allianz überdies für einige Verwirrung, hatten die Gnome doch stets für modernste Waffen und Kriegsgerät gesorgt. Einige Mitglieder des Bündnisses stellten gar die Loyalität in Frage, nichtsahnend, dass die Gnome selbst belagert wurden - von Troggs.[52]

Auch Gilneas hielt sich hinsichtlich der Unterstützung zurück. Genn Graumähne verweigerte die Hilfe. In seinen Augen bewies der Fall von Lordaeron, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte, als er sein Königreich von der Welt isolierte. Dank des Graumähnenwalls war sein Volk in Sicherheit - so dachte er.[55]

Die Flucht nach Kalimdor[]

WC3Logo.png Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.

Wenngleich der Norden der Östlichen Königreiche verloren schien, gab es immer noch Hoffnung: Jaina Prachtmeer war auf Anraten Medivhs und Antonidas' nach Kalimdor gesegelt, samt einem nicht unwesentlichen Teil an Truppen und Flüchtlingen.[56] Als sie aufbrach, hatte sie Mitglieder beinahe jedes Allianzvolks in ihrer Gruppe. Einige waren Überlebende aus Lordaeron und Quel'Thalas; andere waren Zwerge und Gnome aus dem Militär der Allianz; und wieder andere waren Menschen aus Stromgarde, Kul'Tiras und anderen Nationen in der Region.[57] Darius Crowley schickte die Brigade von Gilneas.[58]

Wenngleich sich Medivh zunächst freute, dass es ihm gelungen war, sowohl die Allianz unter Jaina Prachtmeer als auch die Horde unter Thrall überzeugt zu haben, die Reise nach Kalimdor anzutreten, stand ihm die schwerste Aufgabe noch bevor: er musste sie auch dazu bringen, gegen die Brennende Legion zusammenzuarbeiten, was angesichts des bösen Blutes zwischen beiden Fraktionen kein leichtes Unterfangen war.[59][60]

Die Schlacht am Berg Hyjal (21 nDP)[]

WC3Logo.png Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.

Als die Brennende Legion ihren Aufstieg am Berg Hyjal fortsetzte und dem zweiten Brunnen der Ewigkeit immer näherkam, versammelten sich am Gipfel tausende Wächter und Druiden der Nachtelfen, unterstützt von Waldgeistern wie den Dryaden und den Hütern des Hains. Auch die Horde und die Flüchtlinge der Allianz warfen sich der dämonischen Armee mit aller Kraft entgegen. Dennoch waren die Verteidiger in der Unterzahl und misstrauten einander.[61] Medivh konnte sie schließlich zur dringend benötigten Zusammenarbeit bringen[62] und während Malfurion und die Druiden einen gefährlichen Zauber vorbereiteten, der die Energien Nordrassils selbst entfesseln sollte, verschafften die übrigen Streitkräfte ihnen die dafür notwendige Zeit. Tausende Verteidiger starben an jenem Tag, aber sie gaben ihr Leben nicht umsonst. Eine Schockwelle blendend greller Energie barst aus Nordrassil hervor und löschte Archimonde so wie viele der Invasoren augenblicklich aus.[61][63][64]

Sofort starteten die Verteidiger einen Gegenangriff gegen die überlebenden Truppen der Legion und ihre energische Offensive löschte beinahe alle Dämonen und Untoten aus, die noch auf Kalimdor verblieben waren. Nach diesem Sieg rückten die Horde und die Flüchtlinge der Allianz vom Berg Hyjal ab, um nach neuen Landen zu suchen, die sie besiedeln konnten.[61]

Nachwehen des Dritten Krieges[]

WC3Logo.png Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.

Nach dem Fall von Quel'Thalas und der Zerstörung des Sonnenbrunnens schwor Kael'thas, sein Volk und sein Königreich wieder aufzubauen. Solange allerdings die Geißel in Lordaeron wütete, konnte es keinen Frieden geben.[65] Anasterian hatte sich zwar von der Allianz losgesagt, aber das hinderte den Prinzen nicht daran, das Bündnis nun zu unterstützen. Kael'thas sammelte seine gesundesten Soldaten um sich und marschierte nach Lordaeron, wo er sich dem Kampf gegen die Untoten anschließen wollte. Zahlreiche Widerstandsnester der Allianz waren über ganz Lordaeron verstreut, wobei sich die größte Gruppe unter der Führung von Garithos im Silberwald verschanzte.[66]

Siehe auch[]

Anmerkungen[]

  1. 1,0 1,1 Chroniken, Bd. 2, S. 141
  2. Im Strom der Dunkelheit, Erster Prolog
  3. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 1
  4. Chroniken, Bd. 2, S. 141-142
  5. Chroniken, Bd. 2, S. 142
  6. Chroniken, Bd. 2, S. 151
  7. Chroniken, Bd. 2, S. 152
  8. Chroniken, Bd. 2, S. 156
  9. Chroniken, Bd. 2, S. 157
  10. Chroniken, Bd. 2, S. 158
  11. Chroniken, Bd. 2, S. 160
  12. Chroniken, Bd. 2, S. 161
  13. Chroniken, Bd. 2, S. 162
  14. Chroniken, Bd. 2, S. 163-164
  15. Chroniken, Bd. 2, S. 164
  16. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 15
  17. 17,0 17,1 Chroniken, Bd. 2, S. 165
  18. Chroniken, Bd. 2, S. 167
  19. Chroniken, Bd. 2, S. 169
  20. Chroniken, Bd. 2, S. 171
  21. Chroniken, Bd. 2, S. 172-173
  22. Chroniken, Bd. 2, S. 175
  23. Chroniken, Bd. 2, S. 176
  24. Chroniken, Bd. 2, S. 177
  25. Chroniken, Bd. 2, S. 184
  26. Chroniken, Bd. 2, S. 185
  27. Chroniken, Bd. 2, S. 187
  28. 28,0 28,1 Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 13
  29. Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 9
  30. 30,0 30,1 Chroniken, Bd. 2, S. 186
  31. Der Tag des Drachen, Kap. 1
  32. Der Tag des Drachen, Kap. 2
  33. Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 7
  34. Chroniken, Bd. 2, S. 189
  35. Chroniken, Bd. 2, S. 190
  36. 36,0 36,1 Chroniken, Bd. 2, S. 198
  37. Chroniken, Bd. 3, S. 17-19
  38. Chroniken, Bd. 3, S. 19
  39. 39,0 39,1 Chroniken, Bd. 3, S. 20
  40. Chroniken, Bd. 3, S. 21-22
  41. Chroniken, Bd. 3, S. 32-34
  42. Der Lord der Clans, Kap. 6
  43. Weltenbeben, Kap. 25
  44. Der Lord der Clans, Kap. 15
  45. Der Lord der Clans, Kap. 16
  46. Weltenbeben, Kap. 32
  47. Chroniken, Bd. 3, S. 34
  48. Chroniken, Bd. 3, S. 36
  49. Chroniken, Bd. 3, S. 37
  50. Video.png Arthas' Verrat
  51. Chroniken, Bd. 3, S. 54-55
  52. 52,0 52,1 Chroniken, Bd. 3, S. 56
  53. Chroniken, Bd. 3, S. 55
  54. Chroniken, Bd. 3, S. 58
  55. Chroniken, Bd. 3, S. 60
  56. Archimondes Rückkehr und die Flucht nach Kalimdor
  57. Chroniken Bd. 3, S. 64
  58. Der Herr des Rudels, S. 9
  59. Chroniken, Bd. 3, S. 66
  60. Orckampagne 7: Das Orakel
  61. 61,0 61,1 61,2 Chroniken, Bd. 3, S. 80
  62. Nachtelfenkampagne: Der letzte Wächter
  63. Nachtelfenkampagne 7: Götterdämmerung
  64. Video.png Ende der Ewigkeit
  65. Chroniken, Bd. 3, S. 88
  66. Chroniken, Bd. 3, S. 90
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