Die Aldor Wiki
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Einleitung[]

*An grauen Tag, mit dichten Wolken und unruhigen Wind, am Ufer eines Sees. Mit tiefer, warm brummender Stimme:*

"Alexander Rabenlied. So heiße ich. Alexander von Geburt an und Rabenlied kam im Laufe meines 25 jährigen Lebens dazu. Ich lebe überall dort, wo es mich hintreibt und ich mich zuhause fühle."

*Der Mann nimmt ein kleines, dünnes Stück schwarzen Pergamentes aus einer Hosentasche und beginnt, es sorgfältig zu falten.*

"Ob ich nicht arbeiten muss? Nein, das muss ich nicht mehr. Ich habe genug Wohlhaben geschaffen, um den Rest meines Lebens unbesorgt leben zu können. Wie genau ist unwichtig, doch ich kann Euch sagen, dass Ihr Euch darüber keine Sorgen machen müsst."

*Ecke um Ecke und Falte um Falte arbeitet der Mann weiter an seinem Werk*

"Mich sieht man nicht oft mit anderen Menschen zusammen, obwohl ich die Gesellschaft anderer nicht scheue. Aber ich genieße die Einsamkeit und die Ruhe und Konzentration, die sie mit sich bringt. Ich weiß, ich weiß. Meistens sehe ich düster drein und wirke abwesend, nach Hilfe könnt Ihr mich trotzdem fragen. Ich habe nicht viele Freunde, doch die, die mich kennen, sagen, dass der Spruch: "Harte Schale, weicher Kern" meinen Charakter gut beschreibt."

*Das Werk vollendet, lässt sich erkennen, dass er einen Origami-Raben gefaltet hat und setzt diesen dann auf das Wasser des Sees, welcher sich vor ihm erstreckt. Dann gibt er noch einen kleinen Anstoß und der Papierrabe gleitet langsam über das Wasser.*

"Normalerweise behalte ich meine Vergangenheit gerne für mich, aber da Ihr gerade so charmant fragt, wieso nicht. Setzt Euch, bedient Euch am Wein oder Wasser und nehmt Euch etwas zu Essen."

Geschichte[]

"Es war vor 10 Jahren. Genau, als ich 15 wurde, schmiss mich mein Vater aus der Familie, weil ein Streit um Geld entbrannt war. Er schuldete mir, seinem eigenen Sohn, Geld und wollte es nicht zurückzahlen. Wir waren damals eine wohlhabende Familie, doch mein Vater war kein guter Mensch, er hat das Geld verschwendet und sich immer beklagt, wie ungerecht das Leben doch wäre. Also half ich ihm aus indem ich anfing zu arbeiten, neben meiner fast vollendeten Privatschule bei einem gelehrten Mönch. Doch mit der Zeit merkte ich, dass ich das Geld, welches ich verlieh, nie wieder sehen würde und so gab es Zoff. Ich flog aus der Familie. Ich rannte weg und lernte, alleine im Leben klar zu kommen, immer einen stabilen Stand und kühlen Kopf zu wahren. Ich lernte, wie ich zu Wohlhaben komme und wem ich vertrauen kann. Von meinen Freunden blieb niemand übrig, also beschloss ich, meine Heimat zu verlassen und die Welt zu erkunden. Und so reise ich umher, ziehe von Stadt zu Stadt, über Wasser und zu Land, über Felder, Wiesen und Strand. Dabei habe ich immer gerne das Meer in meiner Nähe. Das Rauschen der Wellen an einem unruhigen, verregneten Tag hatte schon immer eine beruhigende Wirkung auf mich und erinnert mich stets erneut daran, wie wichtig der Stand eines Felsen in der Brandung ist."

*Er hält inne und sieht zu, wie der Papierrabe auf dem Wasser langsam aus dem Sichtfeld verschwindet und blickt dann in Richtung Himmel. Dort ist ein kleiner, schwarzer Punkt zu erkennen, welcher immer näher kommt. Ein Krächzen wird vom Wind herangetragen und mit dem Krächzen auch der Rabe, welcher sich auf dem Bein des Menschen niederlässt. Er legt die Flügen an den Körper, stellt den Kopf schräg und schaut mit schlauen, fragenden Augen nach oben*

"Es sieht nach Regen aus. Was meint Ihr? Wollen wir hier noch weiter sitzen, oder weiterziehen?"

*Der Rabe springt auf die Schulter des Mannes, nachdem dieser sich erhebt und seinen feinen schwarzen Mantel überwirft. Mit stolzem, kräftigen Schritt läuft er davon, während erste Regentropfen kleine Wellenringe auf dem See erzeugen*

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